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Private Drohnenpiloten: Das Risiko fliegt mit

7.9.2020 – Der Freizeitsport wird bei Männern zunehmend beliebter. Die Mehrheit investiert bis zu 1.500 Euro in ihr Hobby und hält sich an die gesetzlichen Vorgaben. Acht Prozent fliegen ihre Drohnen allerdings ohne vorgeschriebenen Haftpflichtschutz. Das ergab eine Online-Umfrage der Helden.

In Deutschland nutzte zuerst die Bundeswehr Drohnen für verschiedene Auslandseinsätze. 2013 standen der Streitmacht rund 580 Drohnen verschiedener Typen zur Verfügung. Es folgte der Einsatz der unbemannten Flugobjekte im gewerblichen Bereich wie Landwirtschaft und Bauwirtschaft sowie für Feuerwehr- und Polizeieinsätze.

Laut Verband Unbemannte Luftfahrt waren 2019 rund 600.000 Drohnen im Privatbesitz. Im laufenden Jahr rechnet der Verband mit einem Anstieg auf 640.000 in Deutschland.

Haftpflicht für Drohnen ist Pflicht

Die Nutzung der Geräte von privaten Personen ist mit klaren Regeln verbunden. So dürfen die Flugkörper nur in Sichtweite, in bestimmten Zonen und in definierten Höhen eingesetzt werden. Einen Überblick über die wichtigsten Vorgaben hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zusammengestellt.

Eine wichtige Voraussetzung: Generell ist das Fliegen mit sogenannten UAVs (Unmanned Aerial Vehicle) erst einmal versicherungspflichtig. Egal, ob das zur Freizeitgestaltung dient oder im gewerblichen Interesse geschieht. Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht. So schreibt es das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) vor.

Der Besitzer muss dafür eine spezielle Drohen-Haftpflicht-Versicherung abschließen, sofern die private Haftpflicht das Risiko nicht einschließt.

Eine entsprechende Police bieten beispielsweise folgende Gesellschaften: die Degenia Versicherungsdienst AG gemeinsam mit der der Condor Allgemeine Versicherungs-AG (VersicherungsJournal 7.9.2018), HDI Global SE bietet auf ihrem Online-Portal den Abschluss an (17.7.2017) und die Marke Helden.de der Insurance Hero GmbH (26.9.2019).

Männer geben bis zu 1.500 Euro für Drohen aus

Der Assekuradeur hat zum Versicherungsschutz der Hobbypiloten 2020 eine Online-Umfrage unter 3.000 Nutzern durchgeführt. Zum Profil der Freizeitsportler: 97 Prozent der Befragten sind Männer und die Mehrheit ist zwischen 36 und 50 Jahren alt (knapp 36 Prozent). Über 27 Prozent besitzen zwei oder mehr Drohnen.

Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer lebt in Nordrhein-Westfalen (21,6 Prozent), gefolgt von Bayern (18,3 Prozent) und Baden-Württemberg (13,2 Prozent). 39,2 Prozent schätzen ihre Fertigkeiten als „gut“ ein.

Umfrage Drohnen-Nutzer (Bild: Insurance Hero)
Umfrage Drohnen-Nutzer (Bild: Insurance Hero)

Ihr Fluggerät lassen sich knapp 32 Prozent der Freizeitsportler zwischen 501 und 1.000 Euro kosten. Über ein Viertel investiert 1.001 und 1.500 Euro. Über acht Prozent legen zwischen 1.501 und 2.000 Euro für ihre Drohne auf den Ladentisch.

Acht Prozent ohne Versicherungsschutz unterwegs

Nach Ergebnissen der Umfrage hält sich die Mehrheit der Hobbypiloten an die gesetzlichen Vorgaben: 90,5 Prozent haben von ihrem Versicherer einen Versicherungsnachweis erhalten. „Acht Prozent fliegen in Deutschland jedoch ohne entsprechenden Versicherungsschutz, trotz klarer gesetzlicher Bestimmungen und Verordnungen“, erklärt Insurance Hero in einer Mitteilung zur Auswertung.

Das mache hochgerechnet bei geschätzten rund 420.000 Drohnenpiloten, die ihre Drohne nach der Umfrage im Jahr 50 Mal steigen lassen, rund 1,7 Millionen unversicherte Flüge in zwölf Monaten, rechnet das Insurtech vor.

Als positiv wertet das Unternehmen, dass sich jeder Dritte „gut bis sehr gut“ mit der Drohnenverordnung auskennt. 90 Prozent der Befragten informieren sich über entsprechende Apps über Flugverbotszonen und halten diese Vorgaben ein.

Umfrage Drohnen-Verbeitung (Bild: Insurance Hero)
Umfrage Drohnen-Verbreitung (Bild: Insurance Hero)

Über die Helden

Die Helden (vorher die Haftpflichthelden) sind seit fünf Jahren im deutschen Markt aktiv. Das Angebot für Endkunden umfasst privaten Haftpflichtschutz für Menschen, Pferde, Hunde sowie Drohnen.

2019 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um eine Hausrat-Police (26.9.2019, 12.9.2019, 9.7.2019). Bei Haftpflicht und Hausrat sichern die NV-Versicherungen VVaG bereits vom Start an die Risiken des Assekuradeurs ab.

Im ersten Quartal 2020 brachte der Versicherungsvermittler eine Berufshaftpflicht für Freiberufler aus dem Kreativbereich wie Journalismus, Werbung und Marketing sowie IT und beratende Berufe auf den Markt (6.2.2020). Für die Umsetzung konnten er die Hiscox SA, Niederlassung für Deutschland gewinnen.

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