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Nur wenige würden sich für die Altersvorsorge einschränken

5.12.2019 – Eine ausreichende finanzielle Versorgung im Alter bleibt für die Deutschen ein wichtiges Thema. Sie sparen zwar für den Ruhestand, glauben aber nicht, dass ihre Sparbeträge ausreichen. Zusätzlich findet die Mehrheit der Verbraucher Altersvorsorge-Produkte zu intransparent, wie ein Report der Deutschen Bank zeigt.

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Mehr als zwei Drittel der Deutschen ist der Meinung, dass private Vorsorge für den Ruhestand notwendig ist. Und dafür haben sie bereits Maßnahmen ergriffen. Allerdings fühlt sich nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) zum Thema finanzielle Planung für das Rentenalter ausreichend informiert.

Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Studie „Deutschland im Alter – Deutsche Bank Vorsorgereport“ mit Unterstützung des Meinungsforschungs-Instituts Ipsos GmbH. In einer Onlinebefragung ermittelten die Marktforscher im Oktober 2019 das Verhalten und die Meinung zur Altersvorsorge von 3.200 Personen im Alter von 20 bis 65 Jahren.

Nach Angaben der Deutschen Bank AG fokussiert die Untersuchung auf die Altersgruppe, die sich aktuell in der Beitrags- und Planungsphase für den Ruhestand befindet. Dazu führte Ipsos in allen 16 Bundesländern jeweils 200 Interviews durch.

Die Mehrheit der Gutverdiener spart fürs Alter

Die private Vorsorge für die Rente ist ein Muss: Diese Auffassung teilen laut Report gerade Personen mittleren Alters (35 bis 54 Jahre) mit einer Zustimmung von 75 Prozent. Auch Besserverdienende haben die Notwendigkeit erkannt, privat fürs Alter zu sparen.

80 Prozent Derjenigen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 3.000 Euro und mehr wollen privat vorsorgen. Aber nur 58 Prozent der Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen von unter 1.500 Euro stimmen dieser Aussage zu.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Befragten hat in punkto privater Altersvorsorge nach eigener Angabe bereits etwas unternommen. Allerdings sind 58 Prozent der Studienteilnehmer unsicher, ob ihre bisherigen Maßnahmen ausreichen, um für den Ruhestand ausreichend vorzusorgen.

Vorsorgen, aber nicht auf Kosten laufender Ausgaben

50 Euro legen die Deutschen im Monat nach eigener Aussage im Schnitt (Median) für den Ruhestand auf die hohe Kante. Nach Einschätzung der Befragten sei aber ein Betrag von 200 Euro monatlich erforderlich. Aber nur 33 Prozent der Verbraucher würden sich für die eigene Altersvorsorge bei ihren Ausgaben einschränken.

„Interessanterweise sehen 41 Prozent in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit für eine verpflichtende private Altersvorsorge für jeden Arbeitnehmer“, erklärt die Deutsche Bank in einer Mitteilung zum Vorsorgereport.

Mehrheit findet Produkte zu komplex

Für viele ist die Ruhestandsplanung intransparent: Für 56 Prozent der Befragten sind Altersvorsorge-Produkte oft „zu unverständlich“. 36 Prozent meinen, das Thema sei insgesamt zu komplex. Das gilt laut Report mit 49 Prozent besonders für die 20- bis 34-Jährigen.

Zuverlässige Informationen bekommt man aus Sicht von 60 Prozent der Befragten in einem persönlichen Gespräch. Hier nennen die Teilnehmer als Ansprechpartner die Banken, die Versicherer oder Finanzvermittler. Das Internet kommt als Quelle auf 46 Prozent.

Das wichtigste Thema bei der privaten Altersvorsorge bleibt für die Deutschen die Sicherheit. Das geben 72 Prozent der Befragten an. Als sichere Anlage gelten immer noch Immobilien. Aus Sicht von 61 Prozent der Befragten sollte der Staat deshalb bei Bau und Kauf von Wohnraum stärker fördern.

Bei Geldanlagen, zum Beispiel in Wertpapieren, steht ein Kapitalschutz im Vordergrund: Für 53 Prozent wäre diese Absicherung sinnvoll, so dass sie die eingezahlten Beiträge nicht verlieren können. Dafür würden die Teilnehmer auch eine geringere Rendite in Kauf nehmen.

Grundrente wird befürwortet

In einer zweiten Befragung der Deutschen Bank unmittelbar nach dem Beschluss zur Grundrente im November (VersicherungsJournal 14.11.2019, Medienspiegel 1.11.2019) befürworten 67 Prozent die Einführung dieser Maßnahme.

Aus Sicht einer Minderheit der Befragten (22 Prozent) könnte sie das Problem einer ausreichenden Altersvorsorge lösen. Knapp die Hälfte (47 Prozent) geben an, dass die Grundrente für sie keine Bedeutung hat.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Grundrente · Immobilie · Marktforschung · Rente
 
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