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Motorradklau: Wo das Diebstahlrisiko am größten ist

11.6.2018 – In Berlin wurden im vergangenen Jahr nach absoluten Zahlen die meisten Motorraddiebstähle registriert. Im Bundesschnitt gab es einen Rückgang um über zehn Prozent, in den 81 deutschen Großstädten lag die Veränderungsrate zwischen plus knapp 160 und minus über 80 Prozent. In Relation zur Einwohnerzahl liegt Freiburg im Breisgau an der Spitze der Klaurangliste, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Diese zeigt auch große Unterschiede bei der Aufklärungsquote, die je nach Großstadt zwischen 60 und 2,5 Prozent liegt.

2017 wurden in Deutschland rund 20.850 Diebstahldelikte in der Kategorie Mopeds und Krafträder (inklusive unbefugter Ingebrauchnahme) amtlich registriert, wie der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2017) zu entnehmen ist. Im Jahr zuvor waren es noch zehn Prozent mehr – und 2007 waren es noch mehr als zweieinhalb Mal so viele (VersicherungsJournal 22.5.2018).

In Berlin die meisten Delikte

Aus den aktuellen PKS-Daten geht auch hervor, dass es in den deutschen Großstädten (ab 100.000 Einwohner) gewaltige Unterschiede gibt. Nach absoluten Diebstahlzahlen ist die Bundeshauptstadt Berlin mit 1.652 solcher Delikte Spitzenreiter – trotz eines Rückgangs um über ein Fünftel im Vergleich zum Jahr zuvor (VersicherungsJournal 15.5.2017).

In Köln wurden rund 870 geklaute Mopeds und Krafträder, in Hamburg immerhin noch fast 550 polizeilich erfasst – also etwa 1,5 Motorraddiebstähle pro Tag. In den drei vorgenannten Städten gab es auch die meisten Wohnungseinbruch-Diebstähle (VersicherungsJournal 30.5.2018) sowie Kraftwagendiebstähle (VersicherungsJournal 5.6.2018).

Dahinter folgen Leipzig und Frankfurt am Main mit über 420 solcher Delikte vor Bremen, Freiburg im Breisgau, Bonn, Aachen, Hannover und Düsseldorf mit zwischen knapp 280 und gut 240 amtlich verzeichneten Diebstählen von Mopeds und Krafträdern.

Für insgesamt zwei der 81 aufgeführten Städte (Salzgitter und Würzburg) werden in der PKS weniger als zehn solcher Delikte aufgeführt. Dahinter folgen Heilbronn, Jena, Fürth, Erlangen und Bergisch-Gladbach mit zwischen zehn und 15 geklauten motorisierten Zweirädern.

Zum Teil massive Veränderungen

Auffällig ist zudem, dass es in vielen Städten zum Teil massive Veränderungen gab. So war die Anzahl der geklauten Mopeds und Krafträder in 48 der 81 aufgelisteten Großstädte rückläufig. Um mehr als vier Fünftel ist die Zahl in Göttingen zurückgegangen. Jeweils mehr als halbiert hat sie sich in Würzburg, Siegen, Fürth und Mönchengladbach.

Veränderungen (Bild: Wichert)

Andersherum hat sich die Zahl der polizeilich erfassten Motorraddiebstähle in Pforzheim und Mainz jeweils in etwa verzweieinhalbfacht. In Bielefeld hat sich die Zahl solcher Delikte mehr als verdoppelt, in Braunschweig nicht ganz verdoppelt.

Freiburg im Breisgau ist die Hauptstadt der Motorraddiebe

In Relation zur Einwohnerzahl war 2017 Freiburg im Breisgau – nach Rang fünf im Vorjahr (VersicherungsJournal 12.7.2017) – die Hauptstadt der Motorraddiebe. Dort lag die Klaurate bei fast 120 Delikten pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt wurden 25,3 geklaute Mopeds und Krafträder pro 100.000 Einwohner amtlich registriert.

Höchstes Klaurisiko (Bild: Wichert)

Mit zwischen rund 101 und etwa 74 polizeilich erfassten Delikten pro 100.000 Einwohner gab es auch in Aachen, Köln, Bonn, Mainz und Leipzig („Spitzenreiter“ 2016) ein vergleichsweise hohes Klaurisiko.

Reutlingen mit dem niedrigsten Diebstahlrisiko

In insgesamt vier Großstädten lag die Klaurate pro 100.000 Einwohner unter zehn. Das geringste Risiko für Motorraddiebstähle bestand im vergangenen Jahr in Salzgitter, Würzburg, Augsburg und Heilbronn.

Nieddrigstes Risiko (Bild: Wichert)

In München sowie in Fürth gab es mit jeweils knapp über zehn Delikten pro 100.000 Einwohner ebenfalls ein vergleichsweise niedriges Risiko. Gleiches gilt auch für Jena, Nürnberg und Erlangen.

Hier wurden jeweils um die elf Motorraddiebstähle pro 100.000 Einwohner statistisch erfasst.

Riesige Unterschiede bei der Aufklärungsquote

Die Aufklärungsquote liegt bundesweit trotz eines leichten Aufwärtstrends weiterhin nur bei gut einem Viertel – und damit auf dem etwa gleichen Niveau wie bei den Kraftwagendiebstählen.

Auch bei den Mopeds und Krafträdern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den deutschen Großstädten. So wurde etwa in Recklinghausen nur jedes 40. und in Heidelberg nur rund jedes 35. Delikt aufgeklärt. Sehr niedrige Aufklärungsquoten gab es ferner in Remscheid, Bergisch-Gladbach und Bremerhaven.

Aufklärungsquote (Bild: Wichert)

Spitzenreiter ist Heilbronn, wo im vergangenen Jahr sechs von zehn Motorraddiebstählen aufgeklärt wurden. Quoten von über 50 Prozent gab es ferner in Reutlingen und Fürth, Quoten von 40 Prozent und höher in Würzburg und Osnabrück.

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Diebstahl
 
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