10.8.2021 (€) – Die Schäden, die das Unwettertief „Bernd“ verursacht hat, belaufen sich bei der Huk-Coburg Versicherungsgruppe nach aktuellen Schätzungen auf rund 200 Millionen Euro. Sie würden „den bisher größten Schadenfall in der Geschichte des Unternehmens“ darstellen, heißt es gegenüber der Presse.
Auch die Provinzial Versicherungen verzeichnen einen Negativrekord. Bis Mitte vergangener Woche waren 33.142 Schäden mit einem Volumen von 761,3 Millionen Euro gemeldet worden. „Das Tiefdruckgebiet Bernd ist das größte und teuerste Schadenereignis in der Geschichte der Provinzial“, berichtet Dr. Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial Holding (VersicherungsJournal 4.8.2021).
Die Versicherungskammer Bayern erwartet für die gesamte Unwetterserie seit Juni bis zu 50.000 Schäden und einen Aufwand von 150 bis 225 Millionen Euro. Bei den LVM Versicherungen schlagen nur die Extremwetterereignisse durch Tief „Bernd“ mit voraussichtlich mehr als 9.400 Fällen und etwa 165 Millionen Euro zu Buche (3.8.2021).
Der Allianz Versicherungs-AG lagen Ende Juli aus den Hochwassergebieten rund 10.000 Meldungen zu Häusern und Hausrat sowie etwa 3.000 zu Fahrzeugen vor. Erwartet wird noch eine deutliche Steigerung und ein Volumen von mehr als 500 Millionen Euro (28.7.2021).
Zuvor hatten die R+V Versicherung AG einstweilen 9.545 Schäden in Höhe von 167 Millionen Euro und die Gothaer 4.125 Schäden gemeldet (23.7.2021). Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. schätzt die Gesamtbelastung auf 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro (28.7.2021).




