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Lebensversicherung 2019: Boom bei den Einmalbeiträgen

14.7.2020 – Beim Neugeschäft hat die Branche im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf über fünf Millionen Policen zugelegt. Dabei wurden die Trends der Vorjahre überwiegend bestätigt: Mehr Renten- und weniger Kapitalversicherungen und mehr Mischformen statt Klassik.

Die deutschen Lebensversicherer haben im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Policen abgesetzt. Das waren 4,5 Prozent mehr als im Jahr 2018 (VersicherungsJournal 4.9.2019).

Diese Zahlen nennt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in seiner Broschüre „Die deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2020“ (PDF, 730 KB).

Wachstum in der Lebensversicherung vor allem mit Einmalbeiträgen

Die Beitragssumme des Neugeschäfts wuchs um 13,2 Prozent auf 172,4 Milliarden Euro. Davon entfielen auf Einmalbeitrags-Policen 36,7 Milliarden Euro, das waren 36,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Zuwachs mit laufender Beitragszahlung summierte sich auf 135,7 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 8,1 Prozent.

Insgesamt ergibt sich daraus ein Anstieg des APE um 19,7 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro.

So verteilt sich das Neugeschäft in der Altersvorsorge

Am stärksten nachgefragt waren in 2019 mit 2,3 Millionen Stück die Renten- und Pensionsversicherungen. Das entspricht einem Anteil von 44,4 (Vorjahr 41,9) Prozent.

Davon entfielen die meisten Verträge (1,6 Millionen) auf Mischformen mit Garantien; sie legten um 17,8 Prozent zu. Dahinter folgen 399.000 klassische Policen (minus 8,3 Prozent) und 224.000 fondsgebundene Versicherungen (plus 4,7 Prozent).

Bei den Kapitalversicherungen ging die klassische Variante um 1,9 Prozent auf 453.000 zurück und die fondsgebundene legte um vier Prozent auf 48.000 zu.

Bei der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge ging der Absatz der Riesterrente um 2,1 Prozent auf 293.000 Stück zurück. Die Basisrente („Rürup“) legte um 8,9 Prozent auf 84.000 Neuabschlüsse zu.

Das Neugeschäft der Lebensversicherer in 2019 (Bild: GDV)
Das Neugeschäft der Lebensversicherer in 2019 (Bild: GDV)

Sonstige Versicherungen gewinnen und Pflegerenten verlieren am meisten

Außerhalb der Altersvorsorge sind mit 1,1 Millionen Neuabschlüssen die Restschuld-Versicherungen und Lebensversicherungen ohne Überschussbeteiligung am stärksten vertreten; sie verloren jedoch gegenüber 2018 um sechs Prozent.

Dahinter rangieren 475.000 Risikoversicherungen (plus 1,5 Prozent) und 434.000 Invaliditätspolicen (plus 4,6 Prozent). Es folgen die 305.000 sonstigen Lebensversicherungen mit einem Zuwachs von 24,6 Prozent; zu dieser Gruppe gehören auch Kapitalisierungs-Geschäfte, Bausparrisiko-Policen sowie übrige Einzel- und Kollektiv-Versicherungen.

Am wenigsten nachgefragt war die Pflegerenten-Versicherung. Auf sie entfielen 13.000 Abschlüsse, das entspricht einem Rückgang von 50,9 Prozent.

Die Trends im Neugeschäft

Im Jahr 2019 haben sich zum Teil die Trends der Vorjahre bestätigt. Dazu gehört der Rückgang der klassischen Lebens- und Rentenversicherungen sowie der Risikopolicen.

Weiter auf dem Vormarsch sind Rentenversicherungen als Mischformen mit Garantien. Auf sie entfielen mit 32,2 Prozent fast ein Drittel des gesamten Absatzes der Branche. 2017 war es erst ein Viertel (25,1 Prozent). Fondspolicen und Invaliditäts-Absicherungen stagnieren weiterhin.

Nur in zwei Fällen hat sich der Trend umgekehrt: Die Pflegerenten fielen nach einem leichten Zuwachs 2018 im vergangenen Jahr wieder zurück. Bei den sonstigen Lebensversicherungen entwickelte sich das Neugeschäft umgekehrt.

 
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