KMU sind bei Cyber-Policen zögerlich

15.5.2019 – Die Gefahr von Cyber-Angriffen für den laufenden Betrieb wird von kleinen und mittleren Unternehmen durchaus wahrgenommen. Dennoch sind die Firmen beim Abschluss von Cyber-Versicherungen weiterhin zurückhaltend. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle KMU-Studie 2019 der Gothaer.

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In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) steigt die Angst vor Cyber-Attacken. Das Risiko hat aber derzeit noch keine Auswirkungen auf einen entsprechenden Versicherungsschutz. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle KMU-Studie 2019 des Gothaer-Konzerns.

So sehen 43 Prozent der KMU in Deutschland Cyber-Risiken wie einen Hackerangriff, Datendiebstahl, Viren oder Trojaner als bedrohlichste Gefahr für ihren Betrieb an. 2017 waren es mit 32 Prozent noch deutlich weniger. 2018 stuften bereits vier von zehn Befragten dieses Risiko als hoch ein.

KMU-Studie 2019 (Bild: Gothaer)
KMU-Studie 2019 (Bild: Gothaer)

Die KMU-Studien führt der Versicherer bereits seit 2010 durch, aktuell zum sechsten Mal. Im Rahmen der Erhebung wurden vom 27. Februar bis 15. März 1.009 Personen, die in den jeweiligen Unternehmen für das Thema Versicherungen (mit-) verantwortlich sind, in Betrieben aus 21 Branchen mit bis zu 500 Mitarbeitern zum Thema online befragt.

Die Studie führte die Heute und Morgen GmbH im Auftrag der Gothaer durch.

Größere Mittelständler planen Versicherungsschutz

Laut der Studie war bereits jedes fünfte kleine oder mittlere Unternehmen (17 Prozent) Opfer eines Cyber-Angriffs. Größere Firmen mit 200 bis 500 Mitarbeitern waren mit 26 Prozent häufiger betroffen als kleinere mit bis zu zehn Mitarbeitern (elf Prozent).

Wie im Vorjahr haben rund 13 Prozent der Befragten haben einen Versicherungsschutz für Cyberrisiken. 2017 waren es erst neun Prozent.

Gerade größere Mittelständler mit 200 bis 500 Mitarbeitern planen laut der Studie einen Versicherungsabschluss in den nächsten zwei Jahren (36 Prozent). Diese Firmen haben mit 52 Prozent auch die größte Angst vor Cyber-Angriffen oder waren selbst schon betroffen (26 Prozent).

Mehrheit der KMU ist zurückhaltend

Insgesamt beabsichtigen 23 Prozent aller KMU in den kommenden zwei Jahren eine Cyber-Versicherung abzuschließen. 41 Prozent sehen hier keinen Schutz vor und 36 Prozent sind noch unentschlossen.

Auf die Frage „Was wäre Ihnen beim Abschluss einer Cyber-Versicherung besonders wichtig?“ antworten 48 Prozent der Befragten, dass die Beitragshöhe am wichtigsten sei.

Weitere Kriterien für KMU sind folgende Mehrwerte: Assistance-Leistungen im Schadenfall wie das Wiederherstellen von Daten und Krisenberatung (45 Prozent), flexibler Versicherungsschutz (41 Prozent), 24-Stunden Notfall-Hotline (39 Prozent) und Präventionsmaßnahmen (37 Prozent).

Unterstützung bei Präventionsmaßnahmen will der Versicherer seinen Kunden jetzt durch die aktuelle Erweiterung des Dienstleister-Netzwerks um Perseus Technologies GmbH bieten: Dazu gehören webbasierte Video-Trainings zu den Themen Cyber-Sicherheit und Datenschutz für die Mitarbeiter der versicherten Unternehmen.

KMU-Studie 2019 (Bild: Gothaer)
KMU-Studie 2019 (Bild: Gothaer)

Betriebshaftpflicht bleibt Nummer eins

Beim Standard-Versicherungsschutz hat sich bei den KMU im Vergleich zum Vorjahr nur wenig verändert. Spitzenreiter bleibt die Betriebshaftpflicht mit 88 Prozent (Vorjahr: 83 Prozent). Leicht verloren haben dagegen die betriebliche Gebäudeversicherung und die Geschäftsinhalts-Police.

Zugelegt haben neben der Betriebshaftpflicht nur die Gruppen-Unfallversicherung von 20 auf 24 Prozent sowie die Transportversicherung von 17 auf 19 Prozent.

 
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