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IVFP kürt die besten privaten Krankenversicherer

9.11.2018 – Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung hat im „KV-Rating Unternehmensqualität 2018“ 32 private Krankenversicherungs-Unternehmen getestet. Bewertet wurden zwei Dutzend Kriterien aus vier Qualitätsbereichen. Bei der Gesamtnote setzte sich die R+V gegen den LVM und die Signal Iduna durch.

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Die Institut für Vorsorge und Finanzplanung GmbH (IVFP) hat nach dem „LV-Rating Unternehmensqualität“ (VersicherungsJournal 23.10.2018) jetzt auch ihr „KV-Rating Unternehmensqualität“ aktualisiert. Bei dem Rating greift das Institut nach eigenen Angaben „auf Zeitreihen und Erfahrungswerte zurück, in deren Verlauf sich die Kompetenz eines Versicherers immer deutlicher zeigt – oder eben nicht.“

Frank Nobis (Bild: IVFP)
Frank Nobis (Bild: IVFP)

Stabile Beitragspolitik

Bei der Qualitätsbeurteilung gehe es insbesondere um die Frage, welcher Anbieter wirklich in der Lage ist, stabile und leistungsstarke Produkte anbieten zu können. Dafür müsse ein Versicherer diverse betriebswirtschaftliche Kennzahlen nachweisen, die sich nicht nur auf das jeweilige Geschäftsjahr bezögen, sondern über längere Zeiträume, so das Institut zum Ratinghintergrund.

„Dem Kunden ist schließlich wichtig, einen Krankenversicherer zu haben, der eine stabile Beitragspolitik gewährleistet. Der dahinter liegende Gedanke ist, dass nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen mit einer kompetenten Kapitalanlagepolitik in der Lage ist, mögliche Beitragsanpassungen in moderater Form an seine Kunden weiterzugeben“, erläutert diesbezüglich der IVFP-Geschäftsführer Frank Nobis.

So wurde bewertet

Um ein möglichst ausgewogenes Bild der bewerteten Gesellschaft zu erstellen, wurden den Angaben zufolge insgesamt zwei Dutzend unterschiedlich gewichtete Kriterien zur Bewertung herangezogen. Sie stammen aus folgenden vier Qualitätsbereichen:

  • Stabilität/ Größe (Konzernstruktur, Bestand natürliche Personen, verdiente Bruttobeiträge, Kapitalanlagenbestand),
  • Sicherheit (SCR-Quoten, MCR-Quote, Eigenkapitalquote, Sicherheitsmittelquote, versicherungs-geschäftliche Ergebnisquote, Mitglied in Sicherungseinrichtung),
  • Ertragskraft/ Gewinn (RfB-Zuführungsquote, RfB-Quote, RfB-Entnahmeanteile (Einmalbeitrag), Überschussverwendungs-Quote, Nettoverzinsung der Kapitalanlagen, Abschlusskostenquote, Verwaltungskostenquote) und
  • Markterfolg (Zuwachsquote Anzahl versicherte natürliche Personen, Zuwachsquote verdiente Bruttobeiträge, Trendanalyse, Bafin-Beschwerdequote).

Die Bewertung erfolgt je nach Kriterium über ein, drei oder fünf Jahre betrachtet. Weitere Details zu den Kriterien sowie zur Ratingsystematik können in den „Informationen zum Ratingverfahren 2018“ (PDF, 403 KB) eingesehen werden. Informationen zur konkreten Gewichtung der einzelnen Kriterien werden allerdings nur beispielhaft für drei Kennzahlen aufgeführt.

R+V an der Spitze

In der Gesamtwertung erzielte die R+V Krankenversicherung AG mit 1,1 die beste Note. Rang zwei teilen sich die LVM Krankenversicherungs-AG und die Signal Iduna Krankenversicherung a.G. mit einer Note von jeweils 1,3.

Gemeinsam an vierter Stelle liegen die Allianz Private Krankenversicherungs-AG und die DEVK Krankenversicherungs-AG (Gesamtnote 1,4). Dahinter folgen die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG, die Hansemerkur Krankenversicherung AG sowie die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG (VGH).

Die Noten 1,6 bis 1,9 erreichten weitere 15, namentlich in dieser Rangliste (PDF, 205 KB) aufgeführten Gesellschaften. Die Namen der neun Anbieter mit Noten zwischen 2,0 und 3,0 nannte das Institut nicht.

Kaum größere Veränderungen

Im Vergleich zum Vorjahr gab es nur wenige größere Veränderungen bei den Gesamtnoten. So verbesserte sich nur die R+V um 0,2 Notenpunkte. Um je 0,1 Punkte besser schnitten die Central Krankenversicherung AG, die Hansemerkur, die Inter Krankenversicherung AG, der LVM, die Signal Iduna und die Universa Krankenversicherung a.G. ab.

Um jeweils 0,1 Punkte verschlechterten sich die Alte Oldenburger, der Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G., die DKV Deutsche Krankenversicherung AG, die Hallesche Krankenversicherung a.G., die Mecklenburgische Krankenversicherungs-AG, die Provinzial Hannover, die Süddeutsche Krankenversicherung a.G. (SDK) und die UKV – Union Krankenversicherung AG.

Die Axa Krankenversicherung AG und die Württembergische Krankenversicherung AG verbesserten sich auf eine Note von unter 2,0 und werden in diesem Jahr namentlich aufgeführt. In die andere Richtung ging es für die Pax-Familienfürsorge Krankenversicherung AG im Raum der Kirchen.

Weitere Bewertungen der Krankenversicherer

In den letzten Wochen haben zahlreiche weitere Analysehäuser ein Rating oder Scoring der deutschen privaten Krankenversicherer veröffentlicht. Hierzu gehören etwa die Softfair Analyse GmbH (VersicherungsJournal 8.11.2018), die Morgen & Morgen GmbH (VersicherungsJournal 3.8.2018) und auch die Ascore Das Scoring GmbH (VersicherungsJournal 18.9.2018).

Aufgrund von verschiedenen Methodikansätzen können die Ergebnisse der vorgenannten Analysen mitunter stark voneinander abweichen. Einen Einblick in die Kennzahlen der Krankenversicherer bietet auch der Map-Report Nummer 903 „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2008 bis 2017“ (VersicherungsJournal 21.8.2018, 3.9.2018, 11.9.2018, 20.9.2018).

 
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