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In kleineren Firmen ist Klimaschutz noch Luxus

8.6.2021 – Der Aspekt Nachhaltigkeit ist im Mittelstand durchaus angekommen, bei der Umsetzung stehen die Unternehmen aber noch vor diversen Hürden. Hinderungsgründe sind die Kosten und der Aufwand.

Die Bereitschaft, Nachhaltigkeit in der eigenen Firma umzusetzen, ist bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durchaus vorhanden. Allerdings hapert es aus verschiedenen Gründen noch an der konkreten Umsetzung. Das zeigt die aktuelle KMU-Studie der Gothaer Versicherungen.

Für die Auswertung hat die Heute und Morgen GmbH im Auftrag der Gesellschaft online 1.005 Personen befragt, die in ihrem Unternehmen für das Thema Versicherungen (mit-) verantwortlich sind. Die Datenerhebung fand vom 22. Januar bis zum 3. Februar statt. Die KMU-Studienreihe führt der Versicherer bereits seit 2010 durch, aktuell zum achten Mal.

Verantwortungsvolle Firmenführung am wichtigsten

In der Umfrage sprachen die Marktforscher drei Dimensionen des Begriffs „Nachhaltigkeit“ an: Umwelt- und Klimaschutz, verantwortungsvolle Unternehmensführung und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Sinne sozialer Gerechtigkeit.

Aktuell ist den Befragten die verantwortungsvolle Unternehmensführung mit 40 Prozent am wichtigsten. Bei Firmen mit 201 bis 500 Mitarbeitern sind es sogar 48 Prozent. Das Kriterium soziale Gerechtigkeit folgt mit 37 Prozent. Auf dem letztgenannten Rang liegt der Umwelt- und Klimaschutz mit 22 Prozent.

Dennoch gaben knapp die Hälfte (49 Prozent) an, dass sie Wert darauf legen, dass sich ihr Unternehmen so entwickelt, dass dem Aspekt Klimaschutz mehr Bedeutung zukommt. Bei größeren Firmen ab 201 Mitarbeitern steigt der Wert auf 59 Prozent.

Es hapert an der Umsetzung

Hindernisse in den Unternehmen (Bild: Gothaer)
Zum Vergrößern Bild klicken  (Bild: Gothaer)

Nach wie vor sehen die Teilnehmer der Studie aber auch Hürden bei der Umsetzung. Die häufigsten Antworten der Befragten waren folgende Aspekte: zu teuer (35 Prozent), fehlende Zeit für die Recherche (33 Prozent), Umstellung ist zu aufwendig (24 Prozent) und es fehlt an Ideen (24 Prozent).

Gerade in kleinen Betrieben mit eins bis zehn Beschäftigten haben 30 Prozent kein Interesse daran, Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Bei den umgesetzten Maßnahmen dominiert mit 65 Prozent die Mülltrennung. Das gilt für alle Firmengrößen gleichermaßen, so die Gothaer.

Rund jeder zweite Betrieb setzt bereits auf Produkte und Lieferanten aus der Region (50 Prozent) sowie auf Produkte und Verpackungen aus recycelten Materialien (46 Prozent). Auch hier gebe es kaum Unterschiede zwischen kleineren und größeren Unternehmen.

Noch Nachholbedarf beim Klimaschutz

Differenzen gibt es allerdings beim Thema Energie: 43 Prozent der größten Unternehmen im Mittelstand favorisieren erneuerbare Energien oder erzeugen diese Variante selbst. Bei den kleinen Betrieben sind es nur 21 Prozent.

„Auch bei Nachhaltigkeits-Schulungen, Zuschüssen für den öffentlichen Nahverkehr oder dem Angebot von Bike-Leasing klaffen noch Lücken zwischen den großen und kleinen Unternehmen“, erklärt die Gothaer in ihrer Auswertung.

50 Prozent der befragten Unternehmen leisten sich Firmenwagen, der Anteil steigt mit der Betriebsgröße. Von den Teilnehmern mit einer eigenen Flotte, erklärten 21 Prozent, dass sie bereits Elektrofahrzeuge im Einsatz haben. Das seien sieben Prozent mehr als noch im Vorjahr. 24 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass sie die Umstellung auf Elektro-Antriebe planen.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Fortbildung · Leasing · Marktforschung · Mitarbeiter · Nachhaltigkeit
 
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