In diesen Regionen wird am häufigsten eingebrochen

13.8.2018 – Bremen ist die beliebteste deutsche Region für Wohnungseinbrecher, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Dort wurden 2017 fast 400 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner verübt. Besonders niedrig war die Einbruchsrate im Landkreis Regen. Mehr als zwei von drei Einbrüchen wurden in den Kreisen Tuttlingen und Heilbronn aufgeklärt, nicht einmal jeder 40. in der kreisfreien Stadt Speyer.

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Im vergangenen Jahr wurden laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2017) in Deutschland 116.540 Wohnungseinbrüche verübt (VersicherungsJournal 30.5.2018). Das war fast ein Viertel weniger als im Jahr zuvor (VersicherungsJournal 25.4.2017).

Laut der Einbruchsbilanz des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) haben die Hausratversicherer dafür rund 360 Millionen Euro an Entschädigungsleistung erbracht (VersicherungsJournal 8.5.2018).

In der kreisfreien Stadt Berlin die meisten Einbrüche

In den 401 deutschen Landkreisen ergeben sich nach den aktuellen PKS-Daten gewaltige Unterschiede. Spitzenreiter nach absoluten Zahlen ist die kreisfreie Stadt Berlin mit fast 8.600 erfassten Delikten, gefolgt von der kreisfreien Stadt Hamburg mit rund 5.800 Einbrüchen.

Vergleichsweise hohe Zahlen (jeweils etwa 3.000) werden auch für die kreisfreie Stadt Köln sowie für den Landkreis Hannover ausgewiesen. Weniger als zehn registrierte Wohnungseinbruch-Diebstähle gab es hingegen im niederbayerischen Kreis Regen, im oberpfälzischen Tirschenreuth sowie im niederbayerischen Freyung-Grafenau.

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Einbrecher meiden Hildburghausen

Wie die PKS-Daten auf Kreisebene weiter zeigen, ist Regen auch der Landkreis mit der niedrigsten Einbruchsrate. In dem nördlichsten Kreis Niederbayerns an der Grenze zu Tschechien gab es weniger als zehn Wohnungseinbrüche pro 100.000 Einwohner.

Dahinter folgen Freyung-Grafenau, Tirschenreuth sowie der unterfränkische Landkreis Rhön-Grabfeld mit gut elf bis 13 polizeilich erfassten Einbrüchen pro 100.000 Einwohner. Unter 20 solcher Delikte pro 100.000 Einwohner gab es darüber hinaus im oberpfälzischen Cham und im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart.

Lankreise mit niedrigestem Risiko (Bild: Wichert)

Höchste Einbruchsrate in Bremen

Die höchste Einbruchsrate gab es in der kreisfreien Stadt Bremen – im Vorjahr auf Rang drei (VersicherungsJournal 21.8.2017) – mit fast 400 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohner. Auf die zweithöchste Einbruchsrate kommt die Ruhrgebietsstadt Dortmund, die im vergangenen Jahr noch an der Spitze gelegen hatte.

Dahinter folgen die kreisfreien Städte Hamburg, Bremerhaven (hier wurden 2015 noch die mit Abstand meisten Wohnungseinbrüche gezählt; VersicherungsJournal 19.7.2016) und Mülheim an der Ruhr. Dort wurden ebenfalls über 300 entsprechende Delikte pro 100.000 Einwohner polizeilich erfasst.

Hochburge (Bild: Wichert)

Große Unterschiede bei den Aufklärungsquoten

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Aufklärungsquote, die den aktuellen PKS-Daten zufolge bundesweit bei gut einem Sechstel lag. Am niedrigsten war die Quote in der kreisfreien Stadt Speyer am Oberrhein in Rheinland-Pfalz. Hier wurde nicht einmal jeder 50. der polizeilich erfassten Wohnungseinbrüche aufgeklärt.

Auch in den beiden rheinland-pfälzischen Kreisen Rhein-Hunsrück und Ahrweiler sowie im niederbayerischen Dingolfing-Landau war die Aufklärungsquote mit jeweils unter fünf Prozent sehr niedrig ausgeprägt.

Aufklärungsquote (Bild: Wichert)

Andererseits wurden mehr als zwei von drei dieser Delikte in den beiden baden-württembergischen Kreisen Tuttlingen und Heilbronn aufgeklärt. Knapp unter zwei Drittel lag die Quote im ebenfalls baden-württembergischen Landkreis Rottweil.

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