Immobilien: Höchstpreise nicht nur in Großstädten

27.9.2021 – Die Kosten für Wohnobjekte in Deutschland erreichen Höchststände, wie eine aktuelle Auswertung von Destatis für das zweite Quartal belegt. Dieser Trend gilt nicht mehr ausschließlich für die Metropolen, sondern erreicht auch das platte Land.

Die Coronakrise beeinflusst die Preisdynamik für Wohnimmobilien nicht. Das belegt der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das zweite Quartal 2021. Die Preise für Betongold stiegen im genannten Zeitraum um 10,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

„Dies ist der größte Preisanstieg bei den Wohnimmobilien-Transaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000“, so Destatis in einer Mitteilung vom Freitag. Im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Jahres stiegen die Preise für Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser im Schnitt um 3,7 Prozent.

Preise ziehen auch auf dem Land an

Der Boom gilt nicht mehr ausschließlich für die deutschen Großstädte, sondern hat laut d er Statistiker mittlerweile auch die ländlichen Regionen erreicht.

In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf erhöhten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Eigentumswohnungen verteuerten sich um 12,9 Prozent.

In den anderen kreisfreien Großstädten zahlten Käufer für Ein- und Zweifamilienhäuser 11,9 Prozent mehr, für Eigentumswohnungen mussten sie 10,5 Prozent mehr Kapital als im 2. Quartal 2020 auf den Tisch legen.

Einen ähnlichen Trend beobachtet Destatis in den ländlichen Regionen. Dort stiegen die Preise für Häuser um 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, für Wohnungen um 9,2 Prozent.

So stiegen die Immobilienpreise (Bild: Destatis)
So stiegen die Immobilienpreise (Bild: Destatis)

Betongold ist ein knappes und teures Gut

Die eigenen vier Wände spielen in der Wahrnehmung der Verbraucher eine große Rolle: Immobilien sind nach Einschätzung der meisten Menschen der ideale Weg, Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen. Drei Viertel der Bundesbürger (75 Prozent) hielten eine Immobilie für die beste Geldanlage. Vor zehn Jahren waren es erst 66 Prozent (VersicherungsJournal Medienspiegel 30.8.2021).

Interessenten, die in den kommenden Monaten Eigentum erwerben möchten, stehen aber vor diversen Hürden. Die Baukosten und Preise für Materialien steigen, die Inflationsrate zieht an, die hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Angebot, zusätzlich klettern die Zinsen (6.8.2021).

Diese Faktoren treiben die Preise für Käufer immer weiter nach oben, wie eine Auswertung von Immoscout24, einer Marke der Immobilien Scout GmbH, für das erste Halbjahr 2021 zeigte (22.7.2021). Auch die Stiftung Warentest analysierte im Juli Immobilienpreise und Mieten für 160 Städte und Landkreise. Der Trend: Schnäppchen gibt es nur noch in Ostdeutschland, (19.7.2021).

Die Postbank – eine Niederlassung der Deutschen Bank AG stellte in einer Musterrechnung für ihren „Wohnatlas 2021“ dagegen fest, dass Wohneigentum für den durchschnittlichen Haushalt in 363 von 401 Kreisen und kreisfreien Städten finanzierbar wäre (26.7.2021). Auf die Großstädte und ihre jeweiligen Speckgürtel trifft diese Aussage laut dem Finanzinstitut allerdings nicht mehr zu.

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