IMK: Arbeitskosten in Deutschland nachhaltig anheben

10.7.2018

Das zur gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gehörende Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat die Entwicklung der deutschen Arbeits- und Lohnstückkosten für das Jahr 2017 im europäischen Vergleich untersucht. Laut IMK-Report 142 (PDF, ein MB) stiegen die deutschen Arbeitskosten im vergangenen Jahr um nominal 2,8 Prozent. Währenddessen nahmen diese in der Europäischen Union (EU) um 2,5 Prozent und in der Eurozone um 2,0 Prozent zu.

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Der wissenschaftliche Direktor des IMK Professor Dr. Gustav A. Horn sagte vor der Presse in Berlin, man begrüße das Ergebnis ausdrücklich, da so der Konsum und die Binnennachfrage in Deutschland gestärkt werde. Mit steigenden Löhnen sind auch höhere Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung verbunden. Zudem können sich die Spielräume für eine zusätzliche Altersvorsorge erweitern.

Gustav A. Horn (Bild: Brüss)
Gustav A. Horn (Bild: Brüss)

Die Lohn- und Arbeitskosten seien ökonomische Schlüsselgrößen, sagte Horn. Von 2001 bis 2017 habe Deutschland den drittgeringsten Anstieg in der EU erlebt. Ende 2017 lagen die Arbeitskosten in Deutschland mit 34,60 Euro je Stunde innerhalb der EU an sechster Stelle. Höher lagen sie nur in Dänemark, Belgien, Schweden, Luxemburg und Frankreich (zwischen 36,60 und 43,60 Euro).

Deutschland sei jetzt zwar auf dem richtigen Weg, könnte aber auch die nächsten vier, fünf Jahre überdurchschnittliche Zuwachse bei den Lohnstück- und Arbeitskosten verkraften, erläuterte Horn. Über höhere Arbeitskosten stärke Deutschland den Euro-Raum insgesamt. Positiv wirke auch der Mindestlohn, der den Druck nach unten nehme.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Gesetzliche Rentenversicherung · Konjunktur · Rente
 
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