Gewinner und Verlierer in der Hausratversicherung

4.2.2019 – Zwischen 2015 und 2017 konnte die Ammerländer ihren Marktanteil in der verbundenen Hausratversicherung am stärksten ausbauen. Die Generali und die Axa hatten hingegen die größten Einbußen zu verzeichnen. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“.

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Die verbundene Hausratversicherung gehört bereits seit vielen Jahren zu den ertragsreichsten Versicherungszweigen in der Schaden-/ Unfallversicherung.

Zwischen 2004 und 2018 haben die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Hausratversicherer versicherungstechnische Gewinne zwischen 25 und 16 Cent pro Beitragseuro eingefahren. In den letzten beiden Jahren hat die Branche besonders viel verdient.

Combined Ratio Hausratversicherung (Bild: Wichert)

Die 50 größten Anbieter waren 2017 im Plus

Dabei erzielten laut dem „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“ alle der 50 nach Beitragseinnahmen größten Anbieter eine Combined Ratio von unter 100 Prozent. Die Spannbreite lag zwischen 53,7 Prozent (WGV-Versicherung AG) und knapp 98,3 Prozent bei der Öffentlichen Sachversicherung Braunschweig (VersicherungsJournal 15.11.2017).

Die Untersuchung wird von der V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der Yougov Deutschland GmbH jährlich durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Anbieter in der verbundenen Hausratversicherung. Diese kommen zusammen auf rund 90 Prozent Marktanteil.

Nicht nur die Gewinne sind zuletzt wieder gestiegen – auch das Beitragsaufkommen in der verbundenen Hausratversicherung hat in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen.

Auf Zehnjahressicht betrug das Plus nach GDV-Zahlen immerhin etwa ein Sechstel – auf zuletzt rund 3,1 Milliarden Euro gebuchte Bruttobeiträge. In den letzten Jahren stand bei der Wachstumsrate sogar jeweils eine Zwei vor dem Komma. Von 2015 auf 2017 wuchs der Markt um annähernd fünf Prozent.

Beiträge Hausratversicherung (Bild: Wichert)

Ammerländer legt am stärksten zu

Beitragsaufkommen und Marktanteile auf Ebene der einzelnen Gesellschaften entwickelten sich dem Branchenmonitor zufolge höchst unterschiedlich – selbst wenn man nur die jüngere Vergangenheit (2015 bis 2017) betrachtet.

Den höchsten Zuwachs erzielte mit fast 0,3 Prozentpunkten die Ammerländer Versicherung VVaG. Die Gesellschaft baute das Prämienvolumen 2016 wie auch 2017 in der Hausratsparte, die fast drei Viertel des gesamten Beitragsaufkommens ausmacht, um jeweils mehr als ein Fünftel aus.

Weitere Anbieter mit großen Zuwächsen

Der LVM Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster a.G. und die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. steigerten ihre Marktanteile jeweils um etwa 0,2 Prozentpunkte.

Der LVM wuchs 2016 um über sechs und 2017 immerhin noch um über fünf Prozent auf 110,9 Millionen Euro gebuchte Bruttoprämie. Damit belegen die Münsteraner Position acht in der Rangliste nach Prämienvolumen (VersicherungsJournal 6.12.2018).

Der Huk-Coburg VVaG legte um über drei Prozent in 2016 und um fast fünf Prozent in 2017 zu. Mit 126,9 Millionen Euro steht für das Unternehmen das vierthöchste Beitragsaufkommen der Branche zu Buche.

Auch der Marktführer Allianz Versicherungs-AG sowie Die Haftpflichtkasse VVaG, die Barmenia Allgemeine Versicherung AG und die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG bauten ihren Marktanteil um jeweils mehr als 0,1 Prozentpunkte aus.

Hausratversicherung Gewinner (Bild: Wichert)

Generali und Axa mit den größten Verlusten

Die größten Rückgänge verzeichneten die Generali Versicherung AG und die Axa Versicherung AG. Die Generali, die auch in Wohngebäude das größte Marktanteils-Minus einfuhr (VersicherungsJournal 22.1.2019), büßte fast 0,5 Prozentpunkte an Marktanteil ein. Bei den Beiträgen ging es im Betrachtungszeitraum um über sechs Prozent bergab, bei den Verträgen sogar um fast acht Prozent.

Bei der Axa verminderte sich das Prämienaufkommen um rund 0,3 Prozent auf 170,7 Millionen Euro. Der Vertragsbestand ging sogar um über 50.000 Stück beziehungsweise vier Prozent auf 1,42 Millionen zurück.

Vergleichsweise hohe Marktanteilsverluste hatten auch die Ergo Versicherung AG sowie die HDI Versicherung AG zu verzeichnen. Für die Ergo standen jeweils Rückgänge bei Beiträgen (minus ein Prozent auf 121,3 Millionen Euro) und Policen (minus vier Prozent auf 983.500) zu Buche.

Das Beitragsminus beim HDI betrug etwa knapp ein Prozent (auf 79,1 Millionen Euro), während der Policenbestand um über vier Prozent auf nur noch rund 682.500 zurückging.

Hausratversicherung Verlierer(Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zu dem Versicherungszweig sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Die rund 100-seitige Studie kann als PDF-Version für 743,75 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

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