Geschäftserwartungen der Versicherer im Herbst eingetrübt

19.10.2018 – Die Herbstumfrage des DIHK zur konjunkturellen Lage in Deutschland zeigt: Die Unternehmen sehen die weitere Geschäftsentwicklung nicht mehr so rosig. Entsprechend korrigierte der DIHK seine Wachstumsprognose für 2018 jetzt auf 1,8 Prozent nach unten. Die aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen insgesamt wie auch die Versicherer noch sehr positiv ein. Allerdings sind in die Aussichten getrübt. Und der Druck auf einen Beschäftigungsabbau im Bereich der Lebensversicherung nimmt noch zu, wie Detailzahlen, die dem VersicherungsJournal vorliegen, belegen.

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Der Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hat seine Konjunkturumfrage Herbst 2018 (PDF, 3,1 MB) veröffentlicht. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte vor der Presse in Berlin, die konjunkturelle Dynamik bleibe weit hinter den Erwartungen zurück.

Entsprechend korrigierte die Organisation ihre Wachstumsprognose für 2018 jetzt auf 1,8 Prozent von noch 2,7 Prozent zu Beginn des Jahres (VersicherungsJournal 8.2.2018) nach unten. Im kommenden Jahr wird dann ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 Prozent unterstellt.

Die aktuelle Geschäftslage wird allerdings von den Unternehmen wie auch speziell von den Versicherern noch als überaus gut eingestuft. 50 Prozent der befragten Versicherungs-Unternehmen gaben an, dass die Geschäftslage derzeit besser sei. Nur vier Prozent sahen eine rückläufige Entwicklung. Der Saldo von 46 Punkten liegt noch einen Punkt über dem der Gesamtwirtschaft.

Bild: DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2018
Bild: DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2018

Schaden- und Unfallversicherer bleiben positiv gestimmt

Die Erwartungen für die weitere Geschäftsentwicklung trübt sich auch bei den Versicherern ein, auch wenn die Schaden- und Unfallversicherer recht zuversichtlich bleiben. Insgesamt sank der Saldo der Geschäftserwartungen in der Versicherungswirtschaft auf 14 Punkte nach noch 24 Punkten im Frühsommer und 17 Punkten im Herbst 2017.

Die Geschäftserwartungen der Lebensversicherer liegen zwar mit einem positiven Saldo von 17 Punkten deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (plus zwei Punkte) aber unter den 23 Punkten, die im Frühsommer ermittelt wurden.

Die Schaden- und Unfallversicherer bleiben vergleichsweise optimistisch Der Saldo von 22 Punkten liegt deutlich über dem Vorjahresergebnis (14 Punkte), aber ebenso deutlich unter dem Wert des Frühsommers 2018 (33 Punkte).

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In der Lebensversicherung droht Stellenabbau

In der Versicherungswirtschaft insgesamt hat der Druck zum Personalabbau nachgelassen. 18 Prozent der befragten Unternehmen wollen Personal einstellen und 19 Prozent Personal reduzieren. Der Saldo von minus einen Punkt vergleicht sich mit minus drei Punkten im Frühsommer und noch minus 18 Punkte im Herbst 2017.

Deutlich schlechter stellt sich die Lage für die Lebensversicherer dar. Zehn Prozent der Unternehmen sucht zwar Personal, 30 Prozent der Lebensversicherer wollen aber Personal abbauen.

Der Saldo von minus 20 Punkten liegt nochmals über den schon negativen Ergebnissen (minus 17 Punkte) aus dem Frühsommer (VersicherungsJournal 31.5.2018) und Herbst 2017 (minus 18 Punkte). Auf Personalsuche bleiben die Schaden- und Unfallversicherer. Der Saldo stieg auf 21 Punkte nach 18 Punkte im Frühsommer und nur vier Punkte im Herbst vergangenen Jahres.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Konjunktur · Lebensversicherung · Personalabbau · Stellenabbau
 
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