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GDV zur Hochwasserhilfe: „Es kann auch zu Engpässen kommen“

21.7.2021 – „Die Branche wird alles tun, um pragmatisch und effizient zu helfen“, verspricht der Versichererverband, räumt aber angesichts von Kritik ein, dass „es bei allem Bemühen auch zu Engpässen kommen“ kann. Damit künftig Unwetterkatastrophen nicht zum Regelfall werden, sollte die Erderwärmung gestoppt werden. Zudem sollten Menschen und Sachwerte künftig besser vor Naturgewalten geschützt werden.

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Eine Woche nach den verheerenden Unwettern durch Tief „Bernd“ gehen die Aufräumarbeiten weiter. In vielen Orten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Infrastruktur nach wie vor zerstört, die Bewohner beseitigen Schlamm und Trümmer aus ihren Häusern und von den Straßen.

In Berichten wird deutlich, dass den Menschen Signale der Unterstützung wichtig sind. Von der Assekuranz wird laut den Erfahrungen von Versicherungsvermittlern vor Ort schnelle und flexible Unterstützung erwartet (VersicherungsJournal 20.7.2021).

GDV verspricht pragmatische und effiziente Hilfe

Das ist auch der Anspruch der Versicherer. Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) erklärte am Montag in einer Pressemitteilung:

„Die Branche wird alles tun, um pragmatisch und effizient zu helfen: Versicherungs-Unternehmen verfügen dazu über sogenannte Kumulpläne, also krisenerprobte Abläufe. Personal wird versetzt, Prozesse verschlankt, externes Personal aus dem eigenen Netzwerk berufen. Damit die Schäden unserer Kundinnen und Kunden schnell und unkompliziert bearbeitet werden können.“

Kritik an Erreichbarkeit und Reaktionszeit

Die Praxis sieht in den Erfahrungsberichten anders aus. Ortsansässige Vermittler erzählen in einer Mischung aus Wut und Enttäuschung über stundenlanges Ausharren in Warteschleifen, Nicht-Erreichbarkeit am Wochenende, pedantisches Verhalten und Schwerfälligkeit, wenn es beispielsweise um die Bewilligung eines Hotelzimmers, Leihwagens oder die Entsendung von Gutachtern geht.

Ein Sprecher des GDV erklärt dazu gegenüber dem VersicherungsJournal: „Selbstverständlich sind Versicherer jetzt bemüht, schnell und unkompliziert vor Ort zu helfen. Angesichts der momentanen Katastrophenlage kann es bei allem Bemühen auch zu Engpässen kommen. Die Erfahrung der letzten Hochwasser hat aber gezeigt, dass das Schadenmanagement gut funktioniert hat.“

GDV erwartet erste Schadenschätzung

Die Schadenfälle steigen derweil rasant. So berichtet ein Versicherungsmakler aus Euskirchen, dass bei ihm am Montag die Zahl innerhalb von drei Stunden von 27 auf mehr als 100 Schadenanzeigen hochgeschnellt ist.

Erste Schätzungen über den versicherten Gesamtschaden kursieren. Analysten des Bankhauses Berenberg sprechen in diesem Zusammenhang von einer Summe von zwei bis drei Milliarden Euro, wie das Branchenmedium Versicherungsmonitor Anfang der Woche berichtete. Der GDV erwartet nach Aussagen gegenüber dem VersicherungsJournal eine erste Schadenschätzung frühestens im Laufe des heutigen Tages.

Klimafolgenanpassung kommt für den Verband vielerorts zu kurz

Mit Blick auf die Zukunft sagt der Sprecher des Verbandes: „Damit solche Naturkatastrophen nicht zum Regelfall werden, müssen wir einerseits verhindern, dass sich die Erderwärmung ungebremst fortsetzt. Andererseits müssen wir Menschen und Sachwerte besser vor Naturgewalten schützen.

Klimafolgenanpassung kommt vielerorts zu kurz. Noch immer wird in Überschwemmungsgebieten gebaut, werden Flächen ungehindert versiegelt, stauen sich auf kommunaler Ebene Investitionen in Präventionsmaßnahmen. Hier gilt es umzusteuern, sonst setzt sich eine Spirale aus weiteren Katastrophen und steigenden Schäden in Gang, die erst teuer und irgendwann unbezahlbar wird.“

Leserbriefe zum Artikel:

+Michael Asmus - Kann so aus Vermittlersicht nicht bestätigt werden. mehr ...

E. Daffner - Versicherungsnehmer benötigen keine Freigabe, sondern Kostenübernahme. mehr ...

Peter Schramm - Beweisvereitelung durch den Versicherungsnehmer. mehr ...

E. Daffner - Dem Versicherungsnehmer nützt die Freigabe eines Kostenangebots nichts. mehr ...

E. Daffner - Der Versicherungsnehmer ist kein Bittsteller. mehr ...

 
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