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GDV zeigt für 50 Städte die Gefährdung durch Starkregen

20.4.2021 – Heftige Regenfälle können jederzeit überall auftreten – und im Zuge des Klimawandels passiert dies auch immer öfter. Der Versichererverband hat mit Starkregen-Gefährdungsklassen (SGK) das Informationssystem Zürs Geo weiterentwickelt. Dies gibt dem Vertrieb Material für die Elementarversicherung an die Hand.

Deutschlandweit liegen knapp zwölf Prozent aller Adressen in der Starkregen-Gefährdungsklasse (SGK) 3, etwa 66 Prozent in der SGK 2 und annähernd 23 Prozent in der SGK 1. Während in Wuppertal, in Freiburg und in Chemnitz über 13 Prozent der Gebäude bei unwetterartigem Regen hoch gefährdet sind, sind es in Kiel nur 2,5 Prozent.

Dies ist das Ergebnis des Forschungsprojekts Starkregen, das der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Ingenieurbüro IAWG durchgeführt hat. „Neben der Intensität des Regens hat die Lage eines Gebäudes einen entscheidenden Einfluss auf das Ausmaß von Starkregenschäden“, erläutert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Wo Gebäude in welchem Ausmaß durch Starkregen gefährdet sind

Abhängig von seiner Lage wurde jedem Gebäude eine von drei Gefährdungsklassen zugeordnet. Der DWD lieferte Daten zu den Regenmengen in Deutschland. Der GDV identifizierte zusammen mit dem IAWG anhand eines Geländemodells, auf welche Landschaftsformen der Regen fällt, wie sich das Wasser dort typischerweise verhält und welche Schäden Starkregen anrichtet.

Im Ergebnis lässt sich daraus ableiten, wo Gebäude in welchem Ausmaß durch Starkregen gefährdet sind. Die Klassen wurden dann in das Informationssystem Zürs Geo integriert. Die Unterschiede in der Schadenerwartung zwischen den einzelnen Starkregen-Gefährdungsklassen sind nach Aussage des Verbands geringer als die der vier Gefährdungsklassen für Hochwasser (Zürs-Zonen).

„Eine geringere Gefährdung bedeutet jedoch nicht, dass hier kein Starkregenrisiko besteht. Unsere Statistiken zeigen: Starkregen kann überall, auch weit ab von Gewässern oder in Tallagen, zu Überschwemmungen führen und immense Schäden anrichten“, kommentiert Asmussen in einer Pressemitteilung die Ergebnisse. „Wir wissen nun: Je tiefer ein Gebäude liegt, je länger das Wasser darinsteht, desto höher ist der Schaden.“

Für detaillierte Beratung der Kunden zum Schutz vor Hochwasser

Für die 50 einwohnerstärksten Städte in Deutschland hat der Verband detaillierte Stadtkarten ins Netz gestellt. Die Starkregen-Gefährdungsklassen sollen Versicherer für eine detaillierte Beratung ihrer Kunden zum Schutz vor Hochwasser und für eine individuelle Risikokalkulation nutzen.

Starkregen-Gefährdungsklassen (Bild: GDV)

Erkenntnisse über die flächendeckende Starkregengefahr hält der Verband auch für Städte und Gemeinden nützlich. Viele Städte und Gemeinden erstellten und veröffentlichen inzwischen lokale Starkregen-Gefährdungskarten, um auf die Gefahr hinzuweisen.

Zur Aufklärung über mögliche Schäden durch Starkregen hat der GDV die Plattform „Naturgefahren-Check“ entwickelt (VersicherungsJournal 20.7.2020, 2.10.2020). Auf dieser wird für jede Adresse gezeigt, ob und welche Schäden Unwetter in der Vergangenheit verursacht haben.

Hohe Werte unversichert

Heftige Regenfälle könnten Häuser bis zur Unbewohnbarkeit beschädigen, warnt der GDV. Viele Wohneigentümer unterschätzten jedoch die Gefahr starker Regenfälle. So seien deutschlandweit über die Hälfte der Gebäude bislang nicht gegen Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen und Überschwemmung versichert.

Diese Risiken deckt eine Elementarschaden-Versicherung. Die Naturgefahren- oder Elementarschaden-Versicherung ist oft ein integraler Bestandteil der Wohngebäude- und der Hausratversicherung

Die On-Geo GmbH hat auf Basis von Geländemodellen des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) ermittelt, dass in Deutschland rund 1,2 Millionen Wohnimmobilien mit einem Marktwert von insgesamt 638 Milliarden Euro bei Starkregen am stärksten gefährdet sind (12.3.2021).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Berufsverband · Elementarschaden · Hausratversicherung · Starkregen · Unwetter
 
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