GDV sieht Lockerung der Zinszusatzreserve mit Erleichterung

26.10.2018

Die Lebensversicherer hätten ohne eine Veränderung bei der Berechnungsmethode der Zinszusatzreserve (ZZR) (VersicherungsJournal 20.9.2018) nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in den kommenden fünf Jahren trotz wieder steigenden Kapitalmarktzinsen bis zu 130 Milliarden Euro zur Erfüllung von Garantieversprechen aufbringen müssen.

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Der GDV-Geschäftsführungs-Vorsitzende Jörg von Fürstenwerth erklärte in Berlin, als man 2011 die ZZR geschaffen habe, um die notwendigen Reserven in angemessenen Schritten aufzubauen, habe man nicht ahnen können, dass die Europäische Zentralbank über die Nullzinspolitik hinaus mit massiven Interventionen an den Anleihemärkten eingreifen werde. In jenem Jahr habe vergleichsweise noch ein Hochzinsumfeld geherrscht. Entsprechend sei die Formel zur Berechnung der ZZR auf Basis ganz anderer Zinsszenarien aufgestellt worden als die, die nunmehr eingetreten sind. Dies habe zuletzt dazu geführt, dass die Versicherer Jahr für Jahr immer höhere Beträge für die ZZR hätten aufbringen müssen.

Jörg von Fürstenwerth (Bild: Dominik Butzmann)
Jörg von Fürstenwerth (Bild: Dominik Butzmann)

„Die ZZR hat sich in den letzten Jahren vom ‚Airbag‘ zum Risikofaktor verkehrt,“ erklärte von Fürstenwerth. Ohne die Neuregelung hätten die Lebensversicherer allein in diesem Jahr weitere 20 Milliarden Euro durch vorzeitige Verkäufe von langfristigen Kapitalanlagen realisieren müssen. Dies wäre auch zum Nachteil der Kunden gewesen.

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Berufsverband · Zinszusatzreserve
 
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