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GDV: Ältere Generation zunächst belasten, jüngere entlasten

10.8.2018 – Der GDV plädiert in seiner jetzt von der Rentenkommission veröffentlichten Stellungnahme für einen schrittweisen Übergang zu mehr Eigenverantwortung. Das Verhältnis von umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Altersvorsorge sollte von derzeit etwa 85 zu 15 Prozent auf ein Verhältnis von zwei Drittel zu einem Drittel hingeführt werden. Ein solcher Übergang würde auch zu mehr Generationen-Gerechtigkeit führen. Zudem bekräftigte der GDV seine Forderung, die Riester-Rente weiterzuentwickeln, und sprach sich gegen eine Rentenniveaupolitik aus.

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Die Versicherungswirtschaft hat sich gegenüber der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ für eine stärkere Gewichtung der kapitalgedeckten Altersvorsorge ausgesprochen.

Nach Einschätzung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) würde eine Neujustierung der Anteile zunächst die ältere Generation belasten und die jüngere Generation entlasten. Die Gewichtung in der Altersversorgung sollte von einem derzeit bestehenden Verhältnis von gesetzlicher Rente zu kapitalgedeckter Vorsorge von 85 zu 15 Prozent langfristig zu 66,6 zu 33,3 Prozent überführt werden.

Mehr Generationen-Gerechtigkeit

In der Stellungnahme zu dem Fragekatalog der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“ wird darauf verwiesen, dass angesichts des nur noch „schmalen demografischen Zeitfensters“ der Teilübergang zu mehr Kapitaldeckung fortgesetzt werden müsse.

Der GDV verweist dabei auf Studien, denen zufolge bei einer ausreichenden Vorlaufzeit ein Teilübergang zu mehr Kapitaldeckung eine deutliche Entlastung der jüngeren Generation bei zugleich tragbaren Belastungen für die Älteren erzielt werden könnte. Dies führe zu mehr Generationen-Gerechtigkeit.

Die Rentenkommission hatte Anfang Juli eine umfangreiche Verbändeanhörung durchgeführt und einen Fragenkatalog zur Vorbereitung der Anhörung verteilt (VersicherungsJournal 9.7.2018, 16.5.2018). Die Kommission hat jetzt erste Stellungnahmen zu dieser Anhörung veröffentlicht.

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Riester-Rente soll weiterentwickelt werden

Für den GDV geht es vor allem um die Stärkung der dritten Säule der Altersvorsorge. Die Riester-Rente müsse noch in dieser Legislaturperiode weiterentwickelt werden, fordert der Spitzenverband. Sie sei ein unverzichtbarer Bestandteil der Alterssicherung insbesondere für Familien und Menschen mit geringem Einkommen.

Die Bundesregierung will erklärtermaßen in Zusammenarbeit mit der Versicherungswirtschaft ein kostengünstiges Riester-Standardprodukt entwickeln (VersicherungsJournal 5.2.2018, Medienspiegel 13.4.2018). Je weniger Wahlmöglichkeiten ein Produkt aufweise, je schlanker es gestaltet sei, umso einfacher und transparenter sei ein solches Produkt, schreibt hierzu der GDV.

Für Kostensenkungen sei die Vereinfachung der Riester-Förderung von zentraler Bedeutung. Ziel müsse eine vollständige Digitalisierung sein. Auch gelte es, aufwendige und teure Rückforderungen von Zulagen zu vermeiden. Der GDV wiederholte seine Forderung, von der starren Förderobergrenze abzugehen und die Förderung dynamisch auf vier Prozent der Beitragsbemessungs-Grenze (BBG) umzustellen (VersicherungsJournal 27.4.2018).

Doppelte Haltelinien führen zu Spannungen in der gesetzlichen Rente

Die von der Bundesregierung in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) geplante doppelte Haltelinie beim Rentenniveau und beim Beitragssatz (VersicherungsJournal 16.7.2018) sieht der GDV kritisch. Die Erwartung ist, dass auch die Rentenkommission für die Zeit nach 2025 Haltelinien vorschlägt. „Doppelte Haltelinien erzeugen enorme Spannungen in der GRV-Finanzierung“, schreibt der GDV.

Rentenniveaupolitik sei auch kein sinnvoller Beitrag zur Bekämpfung von Altersarmut. Hohe Renten würden besonders stark profitieren und viele Niedrigrenten blieben dennoch unter der Grundsicherungsschwelle.

 
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