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Folgen der Coronakrise ängstigen Sparer

2.2.2021 – Das Risiko eines Konjunkturabschwungs aufgrund der Pandemie ist derzeit beim Thema Geldanlage dominant, das zeigt eine Umfrage der Gothaer. An den wichtigsten Kriterien für die Verbraucher hat sich dagegen nicht viel geändert, auch nicht an der Wahl ihrer beliebtesten Anlagevarianten.

Die mittlerweile über zwölf Monate andauernde Coronakrise beeinflusst auch die Einstellung zur Geldanlage. Am meisten fürchten die Verbraucher, dass es aufgrund der Pandemie zu einer Wirtschaftskrise kommt. Sicherheit bleibt daher auch der wichtigste Faktor bei der Auswahl der jeweiligen Anlageform.

Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, die die Gothaer Asset Management AG von der Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH bereits zum zwölften Mal durchführen ließ. Basis sind computergestützte Telefoninterviews unter 1.001 Bundesbürgern ab 18 Jahren.

Angst vor Wirtschaftskrise steigt

75 Prozent der Deutschen erwarten, dass die Beschränkungen durch Covid-19 zu einem Wirtschaftseinbruch führen könnten. 60 Prozent sehen das Risiko einer Inflation.

Die Sorge, dass die getätigten Anlagen später einmal nicht ausreichen werden, um den Lebensstandard zu halten, geht dagegen etwas zurück. Diese Befürchtung treibt nur noch 41 Prozent der Bürger um. 2020 waren es noch 47 Prozent (VersicherungsJournal 14.2.2020).

Bei den gewählten Varianten liegt nach wie vor das Sparbuch mit 44 Prozent (2020: 48 Prozent) an erster Stelle. Es folgen Lebensversicherungen mit 27 Prozent (2020: 30 Prozent) und Fonds mit 26 Prozent (2020: 24 Prozent). Stabil halten sich Anlagen in Immobilien mit 32 Prozent in diesem Jahr und 2020.

Sicherheit bleibt bei der Geldanlage mit 46 Prozent der zentrale Faktor für die Befragten. Dennoch sinkt dieser Wert seit einigen Jahren, 2020 war dieser Aspekt noch 52 Prozent der Menschen am wichtigsten, 2019 sogar 57 Prozent (13.3.2019). Das Bedürfnis nach Flexibilität steigt dagegen: Spielte dies 2020 erst für 31 Prozent die wichtigste Rolle, sind es mittlerweile schon 36 Prozent.

Gothaer Anlegerstudie 2021 (Bild: Gothaer)
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Bedeutung von Nachhaltigkeit legt zu

Eine hohe Rendite hat nach wie vor nur für eine Minderheit von neun Prozent die größte Bedeutung (2020: zehn Prozent).

Das zeigt sich auch bei nachhaltigen Anlagen. 58 Prozent der Befragten sind bereit, in eine solche zu investieren, auch wenn sie gleichzeitig eine geringere Rendite erhalten würden. Das sind fünf Prozent mehr als 2020 (53 Prozent). Besonders ausgeprägt sei diese Einstellung bei den 30- bis 44-Jährigen (70 Prozent), so die Gothaer.

Nach Anlageformen mit höherer Renditeerwartung gefragt, nennen 31 Prozent der Umfrageteilnehmer an erster Stelle Immobilien. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dicht dahinter liegen Aktien mit 30 Prozent (2020: 29 Prozent). Fonds sehen 14 Prozent der Befragten als chancenreich an (2020: 16 Prozent).

Corona bremst Altersvorsorge

Auch andere Umfragen zeigen, dass die aus der Pandemie resultierenden Unsicherheiten das Sparverhalten der Bürger beeinflussen. Die Bereitschaft, die Rücklagen für das Alter weiter auszubauen, geht bei knapp der Hälfte der Verbraucher aufgrund der Coronakrise zurück. Darauf deutet eine Auswertung der Deutsches Institut für Altersvorsorge GmbH (DIA) hin (20.1.2021).

Eine aktuelle Befragung der Generali Deutschland AG beleuchtet die Einstellung der Millennials: Demnach hat knapp die Hälfte (49 Prozent) der 18- bis 32-Jährigen noch keine Schritte Richtung Finanzplanung für die eigene Altersvorsorge unternommen.

Bei mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der jungen Menschen sorgt die Coronakrise für noch größere Sorgen hinsichtlich ihrer finanziellen Zukunft.

Als Hauptgründe dafür, nicht in die eigene Vorsorge zu investieren, nennen die Millennials folgende Faktoren: Geldmangel (31,9 Prozent), dass man sich für das Thema Altersvorsorge noch zu jung fühlt (19,7 Prozent) oder es sich einfach noch nicht ergeben hat, für die eigene Absicherung zu sparen (19,1 Prozent).

 
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