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Finanztest: Die teuersten und günstigsten Immobilien

19.7.2021 – Basis für den aktuellen Immobilien-Vergleich der Stiftung Warentest sind reale Kaufpreise aus dem Vorjahr. Der Trend: Die Preise steigen für Käufer weiter, die Mieten legen nur noch leicht zu. Schnäppchen gibt es für Interessen vor allem in Ostdeutschland.

Die Stiftung Warentest analysiert Immobilienpreise und Mieten für insgesamt 160 Städte und Landkreise. Die Ergebnisse der Auswertung hat sie auf ihrer Webseite und in ihrer Zeitschrift Finanztest 8/2021 veröffentlicht.

Als Basis für den Vergleich dienten Daten der VDP-Research GmbH. Das Unternehmen erstellt Analysen im Auftrag aller Bankinstitute, die über die Spitzenverbände der Bankengruppen organisiert sind.

„Das eigene Heim als Lebensmittelpunkt hat an Bedeutung gewonnen. Durch Covid sind die Preise für Wohnimmobilien noch stärker gestiegen als wir erwartet haben“, lässt sich Andreas Kunert, Immobilienexperte von VDP Research, in dem Artikel zitieren.

Informationen zum Vergleich

Für den Bericht wertete VDP „die Immobilienverkäufe bis Ende 2020“ aus. Als Basis für den Preisvergleich nennt die Redaktion rund 350.000 Immobilienverkäufe, die von etwa 700 Banken finanziert wurden. „Es handelt sich um tatsächlich gezahlte Preise und nicht um Annoncen oder Maklerumfragen“, unterstreichen die Tester.

Die Auswertung zum deutschen Immobilienmarkt zeigt online die Kaufpreise und Mieten in allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten. Die Finanztest enthält einen Überblick über Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in unterschiedlicher Lage und Ausstattung.

Außerdem vergleicht die Redaktion die Wohnungsmieten und die Spanne des Kaufpreis-Miete-Verhältnisses in der jeweiligen Region. Bereits im Vorjahr hatte die Redaktion einen „Immobilien-Check“ vorgestellt (VersicherungsJournal 27.7.2020).

Der Westen bleibt teuer, im Osten gibt es noch günstige Objekte

Trotz großer regionaler Unterschiede sind die Preise für Wohnimmobilien 2020 weiter gestiegen. Insbesondere legten die Kaufpreise in den sieben deutschen Großstädten stärker zu als die Mieten.

Im Schnitt verzeichnete VPD Research 2020 bei Wohnungen und Einfamilienhäusern einen Anstieg von 7,4 Prozent. In 56 der 401 Regionen kostete der Quadratmeter für eine Wohnung mehr als 3.500 Euro, erklären die Tester in ihrem Bericht.

Wie in anderen Auswertungen auch, sieht Finanztest München als teuerstes Pflaster in Deutschland mit Quadratmeterpreisen von über 13.000 Euro, gefolgt von Hamburg, Stuttgart, Frankfurt am Main und Berlin. Günstig seien dagegen nach wie vor ostdeutsche Städte wie Gera, Suhl und Eisennach mit 2.000 Euro oder sogar drunter.

Wohnungen: Höchste und niedrigste Kauf- und Mietpreise

Günstigste Städte für den Kauf (Euro pro Quadratmeter)*

Gera

1.815

Suhl

1.870

Eisenach

1.990

Teuerste Städte für den Kauf (Euro pro Quadratmeter)*

München

13.380

Hamburg

10.655

Frankfurt am Main

9.755

Niedrigste Neuvertragsmieten (Euro pro Quadratmeter)*

Pirmasens

7,20

Gera

7,60

Brandenburg an der Havel

8,30

Teuerste Neuvertragsmieten (Euro pro Quadratmeter)*

München

36,10

Frankfurt am Main

30,40

Hamburg

29,90

In Görlitz kostet der Quadratmeter nur 810 Euro

Allerdings gibt es auch noch Städte in Deutschland, wo der Quadratmeter unter 1.000 Euro kostet. Die niedrigsten Kaufpreise werden im sächsischen Görlitz verlangt. Dort kostet der Quadratmeter im Mittel 810 Euro und damit rund ein Sechstel von Konstanz mit 5.250 Euro pro Quadratmeter, so eine Untersuchung der Immowelt AG (27.4.2021).

Einen neuen Trend für Interessenten zeigte kürzlich Immoscout24, eine Marke der Immobilien Scout GmbH, auf. Demnach steigt die Nachfrage nach noch günstigen Bestandsobjekten, was allerdings die Preise mittelfristig in die Höhe treiben wird, so das Fazit des Portals. Neubauten legen dagegen weniger zu, wie das „Wohnbarometer“ der Plattform belegt (18.5.2021).

Wann sich der Kauf überhaupt noch lohnt

In der August-Ausgabe zeigt Finanztest auch das Kaufpreis-Miete-Verhältnis in den einzelnen Städten und Landkreisen. Für Interessenten sei das ein wichtiger Indikator für die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie. Hinzu komme, dass in den vergangenen Monaten die Zinsen leicht gestiegen seien, was die Preise weiter in die Höhe treibe.

„Zahlen Käufer wie in Köln nur etwa das 22-Fache der Jahresmiete ohne Betriebskosten, ist die Belastung für Käufer sogar etwas geringer als für Mieter. Beträgt der Kaufpreis dagegen mehr als das 30-Fache der Jahresmiete, haben Käufer monatlich deutlich mehr zu schultern als Mieter“, heißt es in dem Heftartikel.

Nach Berechnungen der Postbank – eine Niederlassung der Deutschen Bank AG mussten Käufer 2020 für eine Eigentumswohnung im Bestand im bundesdeutschen Schnitt 25,7 Jahres-Nettokaltmieten auf den Tisch legen (20.5.2021). Zum Vergleich: 2019 waren es noch 24 Jahresmieten (28.8.2020).

Aktuell spricht die Postbank bei einem Vervielfältiger von unter 25,0 (Vorjahr: 22,5) von einem noch moderaten Kaufpreisniveau gemessen an den örtlichen Nettokaltmieten (17.6.2021).

Bei den Prognosen beschränkt sich Finanztest in dem vorliegenden Bericht auf das Jahr 2021. In zahlreichen Städten und Kreisen rechnen die Autoren in ihrem Bericht aufgrund der hohen Nachfrage mit einem Anstieg der Preise von vier Prozent und mehr.

Prognosen von Deutscher Bank und Postbank

Die Postbank blickt dagegen weiter voraus und sagt in ihrem „Wohnatlas 2021“ steigende Preise bis 2030 für die Hälfte der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte voraus (28.4.2021).

Eine Trendwende auf dem Wohnungsmarkt prognostiziert dagegen die Deutsche Bank. Das Finanzinstitut geht aufgrund einer Überbewertung (27.4.2021) von einem Ende des Booms für Betongold im Jahr 2024 aus (9.3.2021).

Allerdings gibt das Finanzinstitut für elf verschiedene Metropolen ganz unterschiedliche Einschätzungen ab. Steigen werde die Nachfrage weiterhin in Berlin und Leipzig, entspannen werde sich die Lage dagegen in Hamburg, Bremen und München (15.3.2021).

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Beitragsrückerstattung · Gewerbeordnung · Immobilie
 
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