Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichnen höchsten Preisanstieg

12.1.2026 – Der Europace Hauspreisindex (EPX) stieg im November 2025 um 0,24 Prozent. Im Vorjahresvergleich wuchsen die Preise um 2,40 Prozent. Neue Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichneten den stärksten Preiszuwachs aller Segmente. Bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern erhöhten sich die Preise im November nur um 0,10 Prozent. Experten rechnen weiterhin mit steigenden Preisen, auch wenn sie sich aktuell eher seitwärts bewegen.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Preise für Wohnimmobilien im dritten Quartal 2025 um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern in kreisfreien Städten kletterten sie am stärksten (VersicherungsJournal 5.1.2026).

Der Europace Hauspreisindex (EPX) für November 2025 zeigt ähnliche Trends.

EPX November 2025 (Bild: Europace)
EPX November 2025 (Bild: Europace)

Aufwärtstrend bei Immobilienpreisen hält an

Der EPX-Gesamtindex stieg im November 2025 um 0,24 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahresvergleich wuchsen die Preise um 2,40 Prozent. Dabei erhöhten sie sich für neue Ein- und Zweifamilienhäuser mit 0,79 Prozent deutlich und verzeichnen somit den stärksten Preiszuwachs aller Segmente. Im Vorjahresvergleich stiegen die Baupreise um 2,51 Prozent.

Im Segment der bestehenden Ein- und Zweifamilienhäuser lag der Anstieg im November bei nur 0,10 Prozent. Innerhalb der letzten zwölf Monate erhöhten sich die Preise um 2,16 Prozent.

„Bei Eigentumswohnungen sehen wir dagegen eine leichte Korrektur um -0,24 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch unverändert ein deutlicher Aufwärtstrend – und genau das unterstreicht die strukturelle Knappheit am Markt. Für Kaufinteressierte bedeutet das: Warten wird nicht günstiger”, kommentierte Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand der Europace AG, die Entwicklung.

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Immobilienmarkt bleibt angespannt trotz kurzfristiger Seitwärtsbewegung

Auch Sebastian Hein, Director bei der Value AG, rechnet mit Preissteigerungen: „Die kurzfristige Seitwärtsbewegung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Märkte nach wie vor angespannt sind. Gleichzeitig führen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einzelnen Regionen zu Verunsicherung und zu verhaltenen Preisentwicklungen.“

Nach der aktuellen Marktanalyse der Value AG für den Monat November gehen die Angebotspreise auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt zunächst in eine Winterpause. Die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen im Bestand blieben im November wie auch die Mieten auf Vormonatsniveau (0 Prozent Änderung). Eigenheimpreise fielen leicht um 0,2 Prozent.

 
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