Doppelverbeitragung auf dem Prüfstand

11.6.2018

Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) sagte der Bild am Sonntag, der Abschluss von Betriebsrenten werde leider immer noch dadurch gebremst, dass man als Rentner später auf die Auszahlungen den doppelten Krankenkassenbeitrag also den Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zahlen müsse. „Diese Regelung muss auf den Prüfstand“, forderte Heil.

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In dieser Sache hatten zuletzt die Linken Druck gemacht (VersicherungsJournal 23.4.2018). Auch aus der SPD liegen schon Vorschläge vor (VersicherungsJournal 26.4.2018).

Hubertus Heil (Bild: BMAS, Susi Knoll)
Hubertus Heil (Bild: BMAS, Susi Knoll)

Zugleich kündigte der Chef des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) an, prüfen zu wollen, ob die Mütterrente für Frauen, die vor 1992 Kinder bekommen haben, für alle erhöht werde kann. Heil kritisierte, dass die CSU bei der Mütterrente II ausschließlich kinderreiche Familien fördern wolle. „Aber ich prüfe derzeit noch, ob es nicht besser ist, einen halben Rentenpunkt für alle vor 1992 geborenen Kinder zu geben.“ Denn sonst würden die Frauen bestraft, die nur ein oder zwei Kinder bekommen hätten.

Statt nur drei Millionen Mütter und Väter mit einem vollen Entgeltpunkt zu belohnen, würden von einem halben Entgeltpunkt knapp zehn Millionen Mütter und Väter profitieren. Die Kosten bezifferte Heil für beide Varianten mit etwa 3,7 Milliarden Euro.

Verschiedene Interessengruppen hatten hingegen gefordert, unter anderem den Gesetzentwurf zur Mütterrente II vor einer Verabschiedung von der Rentenkommission überprüfen zu lassen (VersicherungsJournal 7.6.2018).

Leserbriefe zum Artikel:

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Betriebliche Altersversorgung · Gesetzliche Krankenversicherung · Rente · Senioren
 
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