27.11.2025 – Dem BU-Leistungspraxisrating von Franke und Bornberg haben sich elf Akteure gestellt. Fünf weitere Anbieter wurden im Rahmen des BU-Unternehmensratings unter identischen Bedingungen unter die Lupe genommen. Mit der Allianz, dem HDI, der Nürnberger und der Signal Iduna bekamen vier Testkandidaten die Höchstnote.
Die Franke und Bornberg GmbH (FuB) hat am Donnerstag die aktuelle Auflage ihres BU-Leistungspraxisratings vorgelegt. Es ist ein Teil des Unternehmensratings der Berufsunfähigkeitsversicherer (BU-Versicherer), deren Ergebnisse die Analysten bereits Anfang November veröffentlicht haben.
An dem Unternehmensrating, in das neben der Leistungspraxis auch die Teilbereiche „Stabilität des BU-Geschäfts“ und „Kundenorientierung in der Antragsphase“ einfließen, hatten nur fünf Akteure teilgenommen. Drei von ihnen schnitten mit der Höchstnote „FFF+“ („hervorragend“) ab.
Im Prüfpunkt „Kundenorientierung in der Leistungsorientierung“ wurden zwei Testkandidaten mit der Höchstnote bedacht. Ein weiterer Akteur erhielt ein „sehr gut“ („FFF“), zwei weitere ein „gut“ („FF+“) (VersicherungsJournal 6.11.2025).
Für das jetzt veröffentlichte Update BU-Leistungspraxisrating meldete das Analysehaus aktuell elf weitere Teilnehmer. Das ist einer mehr als bei den letzten Updates (VersicherungsJournal 7.5.2025, 6.12.2024). Insgesamt liegen damit Ergebnisse für 16 Marktteilnehmer vor. Die Bestnote „FFF+“ bekamen neben
Stand ist (wenn nicht anders ausgewiesen) jeweils 10/2025.
Ein „sehr gut“ („FFF“) in Sachen Leistungsregulierung schafften neben der Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG (Teilnote aus dem Unternehmensrating) auch
Mit „gut“ („FF+“) für ihre Leistungspraxis bedacht wurden
Unterschiede zu den Angaben in der im Internet publizierten Pressemitteilung sind darin begründet, dass die Analysten bei den Teilnehmern am BU-Unternehmensrating nur die dort erzielte Gesamtnote auflisten, nicht aber die Teilnote für die Leistungspraxis. In der Ergebnisliste des BU-Leistungspraxisratings werden die fünf Testkandidaten aus dem BU-Unternehmensrating gar nicht aufgeführt.
Im BU-Leistungspraxis-Rating wird laut den Bewertungsrichtlinien (PDF, 311 KB) „die Professionalität von Lebensversicherungsgesellschaften bei der Abwicklung von Leistungsfällen im Bereich der Berufsunfähigkeit [analysiert]. Im Mittelpunkt steht dabei eine interne Untersuchung des Unternehmens mit einer Prüfung vor Ort.“
Das Ratingurteil beruht auf einer Erhebung von Daten sowie auf Stichproben und Interviews vor Ort im jeweiligen Unternehmen. Auf dem Prüfstand stehen drei Bewertungsbereiche, die unterschiedlich gewichtet werden. Dies sind die Qualität der Leistungsfallbearbeitung (50 Prozent), die Unterstützung des Kunden (25 Prozent) und die Qualität der Leistungsentscheidung (25 Prozent).

FuB-Geschäftsführer Michael Franke kommentiert die Ratingergebnisse folgendermaßen: „Unsere Auswertung zeigt eine stabile Qualität in der BU-Leistungsprüfung bei den teilnehmenden Versicherern. Die eigentliche Herausforderung liegt derzeit in den Regulierungsdauern. Der Markt an erfahrenen Leistungsregulierern ist klein. Ausbildung und stringente Prozesse sind deshalb die zentralen Hebel.“
Parallel werde verstärkt in Technik investiert. Nach Angaben der Analysten sollen moderne Leistungsregulierungsplattformen „Prozesse vereinfachen, Unterlagen-Nachforderungen strukturieren und Medienbrüche reduzieren“.
Darüber hinaus prüften Unternehmen den unterstützenden Einsatz von KI in der Antrags- und Leistungsbearbeitung, was zu verkürzten Durchlaufzeiten und einer für Kunden transparenter gestalteten Bearbeitung führen könnte.
Allerdings sollte man laut Franke die Erwartungen an die KI „nicht zu hochschrauben. Hilfreich ist der Einsatz, um beispielsweise Ordnung in unstrukturierte Informationen zu bringen und Arbeitsprozesse vorzubereiten. Qualifiziertes Personal lässt sich damit aber nur bedingt einsparen.“
Nach Beobachtung der Analysten wird die Gesamtdauer der Leistungsregulierung weiterhin von nicht im Einflussbereich der Unternehmen liegenden Faktoren bestimmt. Genannt werden die Reaktionszeiten der behandelnden Ärzte sowie der Versicherten.
Das Spektrum reiche hier von Rückmeldungen innerhalb weniger Tage bis hin zu Wartezeiten von mehreren Monaten. Vor diesem Hintergrund blieben vollständige und zeitnahe Unterlagen ein zentraler Hebel für schnellere Entscheidungen.
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