10.11.2025 – In der Sparte erzielte im vergangenen Jahr gut jeder fünfte Marktteilnehmer eine Combined Ratio von unter 100 Prozent. Am profitabelsten war die Axa Easy, die nicht einmal 85 Prozent der Einnahmen für Schäden und Kosten ausgab. Sie konnte sich auch am stärksten verbessern, wie der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig zeigt.
Im vergangenen Jahr ist die Combined Ratio (nach Abwicklung, in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen im inländischen Direktgeschäft) in der Kraftfahrtversicherung zwar um über sieben Prozentpunkte gesunken. Mit 104 Prozent verharrte die Sparte allerdings in der Verlustzone – und das zum dritten Mal in Folge.
Wie der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ zeigt, gaben im vergangenen Jahr fast vier Fünftel der 50 umsatzstärksten Anbieter mehr für Schäden und Kosten aus, als sie an Beiträgen einnahmen (VersicherungsJournal 21.10.2025).
Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Marktakteure in der Sparte, die auf rund 90 Prozent Marktanteil kommen. Insgesamt elf von ihnen schafften den Sprung in die Gewinnzone.
Am profitabelsten war die Axa Easy Versicherung AG mit einer kombinierten Schaden-Kosten-Quote von unter 85 Prozent. Versicherungstechnisch jeweils um die sieben Cent Gewinn pro Beitragseuro schrieben die Provinzial Nord Brandkasse AG und die Axa Versicherung AG.
Combined Ratios zwischen 96 und 98 Prozent schafften die Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, Direktion für Deutschland, die Dialog Versicherung AG, die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, die Cosmos Versicherung AG und die VHV Allgemeine Versicherung AG.
Mit Quoten von jeweils knapp unter 100 Prozent nur so gerade eben in den schwarzen Zahlen landeten die Fahrlehrerversicherung VaG, die ADAC Autoversicherung AG und die Allianz Versicherungs-AG.

Bis auf die Cosmos, die ADAC Autoversicherung, die Allianz, die Provinzial Nord und die VHV verbesserten sich alle anderen genannten Akteure um mindestens zehn Prozentpunkte. Ihre Combined Ratio am stärksten senken konnte dabei die Axa Easy (minus annähernd ein Fünftel).
Bei ihr reduzierten sich die Schadenaufwendungen mit über einem Fünftel (auf 48 Millionen Euro) deutlich stärker als der Umsatz (minus vier Prozent auf 65,2 Millionen Euro). Dadurch verbesserte sich die Schadenquote von fast 91 auf unter 74 Prozent, wodurch es in dieser Rangliste von 19 auf zwei nach oben ging.
Im Geschäftsbericht 2024 (PDF; 3,8 MB) wird zum Hintergrund erläutert: „Durch Vertragsverluste im Jahreswechselgeschäft 2023/2024 sowie geringe Neugeschäftsproduktion aufgrund von Tarifanpassungen gingen die Beitragseinnahmen leicht zurück und lagen damit unter Plan.
Die Schadenquote konnte noch stärker gesenkt werden, als im bereits ambitionierten Plan vorgesehen war. Dies ist vor allem auf eine Verbesserung der Normalschadenquote sowie geringere Elementarschäden zurückzuführen.“
Auch die Huk-Coburg-Allgemeine verbesserte sich deutlich (minus 15,6 Prozentpunkte). Bei ihr standen um 10,6 Prozent (auf 2,37 Milliarden Euro) gestiegene Einnahmen einem um 5,4 Prozent (auf 2,1 unter Milliarden Euro) gesunkenen Schadenaufwand gegenüber. Dies führte zu einer um 15 Prozentpunkte niedrigeren Schadenquote von 88,4 Prozent, was Position 29 (Vorjahr: 44) bedeutete.
Im Geschäftsbericht 2024 (PDF, 657 KB) erläutert das Unternehmen: „Trotz aktuellem Inflationsrückgang sind die Schadendurchschnitte aufgrund der deutlich über der Inflation liegenden Kosten für Ersatzteile sowie hoher Stundenverrechnungssätze in den Werkstätten im Berichtsjahr angestiegen. Dieser Entwicklung wurde durch eine rechtzeitige Stärkung der Schadenreserven sowie eine angemessene Prämienerhöhung entgegengewirkt.“
Der „Branchenmonitor 2025: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die Daten werden auf Sechsjahressicht dargestellt (2019 bis 2024). Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.487,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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