2.12.2025 – Marktführer in der Schaden-/Unfallversicherung ist und bleibt auch 2024 mit riesigem Abstand die Allianz. Dahinter folgen HDI Global vor AGCS sowie R+V vor Ergo und Axa. Dies zeigt eine Übersicht der Zeitschrift für Versicherungswesen. Am stärksten unter den Marktgrößen wuchs die HDI Global. Die AGCS legte mit unter vier Prozent am schwächsten zu.
Im Geschäftsjahr 2024 bauten die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) organisierten Schaden-/Unfallversicherer die gebuchten Bruttobeiträge zum 17. Mal in Folge aus. Es ging mit 8,2 Prozent (auf fast 92,5 Milliarden Euro) noch etwas stärker nach oben als ein Jahr zuvor.
Seinerzeit war mit 7,4 Prozent die höchste Steigerungsrate in den zurückliegenden 14 Jahren erreicht worden (VersicherungsJournal 10.12.2024). Ein Jahr zuvor war der Umsatz nach elf Zunahmen im Bereich der Drei-Prozent-Marke um 4,4 Prozent gestiegen (16.11.2023). Im Vergleich zu 2010 konnte die Branche das Prämienvolumen um mehr als zwei Drittel ausbauen.

Die Einnahmesituation der 14 Marktgrößen (mit mehr als 2,5 Milliarden Euro gebuchten Bruttobeitragseinnahmen) entwickelte sich höchst unterschiedlich. Dies zeigt eine Übersicht im aktuellen Heft 12/2025 der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV).
Anders als im Vorjahr, aber wie vor zwei und drei Jahren (16.11.2022), konnten alle Platzhirsche ihren Umsatz ausbauen. Am stärksten gelang dies der HDI Global SE und der Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, die jeweils um etwa 10,8 Prozent zulegten. Im zweistelligen Prozentbereich wuchsen auch die Gothaer Allgemeine Versicherung AG und die R+V Allgemeine Versicherung AG.
Die Ergo Versicherung AG hatte ein Jahr zuvor noch einen rückläufigen Umsatz zu verzeichnen. 2024 legte sie zwar zu, mit 4,4 Prozent aber nur in etwa halb so stark wie der Markt. Um weniger als vier Prozent wuchs die Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS),

Die Spitzenposition in der Umsatzrangliste verteidigte mit einem leicht unterdurchschnittlichen Plus von 6,8 Prozent die Allianz Versicherungs-AG. Mit 12,1 Milliarden Umsatz liegt sie weiterhin knapp fünf Milliarden Euro vor dem ärgsten Verfolger. Dies ist weiterhin die HDI Global – mit aktuell fast 7,2 Milliarden Euro.
Die Allianz Global Corporate & Specialty SE (AGCS), die ein Jahr zuvor hinter die HDI Global zurückgefallen war, behauptete den dritten Platz. Ihr Umsatz lag bei über 6,5 Milliarden Euro. Durch das vergleichsweise niedrige Wachstum der AGCS schmolz der Vorsprung auf die R+V von 1,1 Milliarden Euro auf weniger als 830 Millionen Euro zusammen.
Die Wiesbadener verteidigten mit knapp 5,7 Milliarden Euro die vierte Position vor der Ergo (fast 5,1 Milliarden Euro) und konnten dabei ihren Vorsprung auf die Düsseldorfer auf über 600 Millionen Euro in etwa verdoppeln. Knapp dahinter folgt die Axa Versicherung AG mit 4,8 Milliarden Euro.
Die Positionen sieben bis neun belegen mit 3,6 bis 3,1 Milliarden Euro die Provinzial Versicherung AG, der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. und die Generali Deutschland Versicherung AG.
Die Huk-Coburg-Allgemeine zog an der VHV Allgemeine Versicherung AG vorbei auf Platz zehn der Rangliste. Die Hannoveraner legten mit 6,7 Prozent (auf 2,87 Milliarden Euro) deutlich schwächer zu, so dass aus einem Vorsprung von gut vier Millionen ein Rückstand von 100 Millionen Euro wurde.
An zwölfter bis 14. Stelle reihen sich erneut die Württembergische Versicherung AG, die Gothaer und die Zurich Insurance Europe AG ein. Sie kamen auf Einnahmen zwischen 2,77 und 2,54 Milliarden Euro. Bei der Zurich handelt es sich um den deutschen Anteil des Geschäfts, wird in einer Fußnote hervorgehoben.

Laut ZfV-Chefredakteur Dr. Marc Surminski haben die deutschen Kompositversicherer „ein spezielles Jahr hinter sich“. Was auf den ersten Blick wie ein herausragendes Wachstumsjahr aussehe, ist seiner Ansicht nach „in erster Linie auf starke Preiserhöhungen in der Hauptsparte Kfz, aber auch in Wohngebäude zurückzuführen, weniger auf Neugeschäft“.
„Mit den Prämienanpassungen laufen die Auto- und Wohngebäudeversicherer der gewaltigen Schadeninflation hinterher, die vor allem bei Handwerkerkosten und Ersatzteilpreisen im letzten Jahr unvermindert anhielt“, so Surminski weiter.
Diese Entwicklung hätten die Versicherer noch nicht vollständig eingeholt, die Combined Ratios hätten marktweit bei 106 Prozent (Kfz) beziehungsweise 102 Prozent (Wohngebäude) gelegen.
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