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Dies sind die besten der zwölf größten Lebensversicherer

19.9.2022 – Für die Analyse „Was machen die Lebensversicherer mit dem Geld ihrer Kunden?“ hat Professor Dr. Hermann Weinmann für die Zeitschrift für Versicherungswesen erneut die zwölf größten Anbieter untersucht. Daraus gingen die Allianz und die Axa als Spitzenreiter aus betriebs-wirtschaftlicher Sicht hervor. Aus Verbrauchersicht schnitt nur die Allianz mit „sehr gut“ ab.

Schon seit vielen Jahren analysiert Professor Dr. Hermann Weinmann von der Hochschule Ludwigshafen am Rhein die Qualität der zwölf umsatzstärksten Lebensversicherer aus dem Lager der Vereine auf Gegenseitigkeit (VersicherungsJournal 3.12.2021) und der zwölf insgesamt größten Marktteilnehmer (17.9.2021).

Die Analyse wird traditionell in der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) veröffentlicht. Der erste Teil der aktuellen Auflage der Untersuchung zu den zwölf größten Akteuren (auf Basis der Geschäftsberichte 2021) ist in der Ausgabe 18/2022 der Zeitschrift erschienen.

Was bewertet wurde

Die im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Bewertungssystematik gliedert sich in einen betriebs-wirtschaftlichen Teil und die Ergänzung um Verbraucherbelange. Ersterer besteht aus den Komponenten Ertragskraft, erweiterte Betriebskosten, Bewertungsreserven, Risikoergebnis-Reserve und Verlustreserve.

Für die Verbraucherbelange wurden darüber hinaus die Partizipationsquote und die Solvenzquote (Brutto-SFCR) herangezogen.

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Allianz und Axa teilen sich die Spitzenposition

Sieger des Vergleichs ist erneut die Allianz Lebensversicherungs-AG. Aktuell muss sie sich den Spitzenplatz allerdings mit der Axa Lebensversicherung AG teilen. Beide Gesellschaften erzielten 750 von theoretisch 1.000 erreichbaren Punkten und kommen damit auf eine „sehr starke“ betriebswirtschaftliche Bewertung. Dabei bekam die Allianz 50 Zähler weniger als vor Jahresfrist, die Axa 150 Punkte mehr.

Bei der Verbrauchernote kam die Allianz mit „sehr gut“ (1,3) besser weg als die Axa mit „gut“ (2,0). Dies ist laut Weinmann auf die größere Partizipation am Rohüberschuss und am Gesamtertrag zurückzuführen.

Neues Schlusslicht ist jeweils die Generali Deutschland Lebensversicherung AG. Sie büßte 300 Zähler ein und ist mit 250 Punkten nun der einzige betriebswirtschaftlich „schwache“ Marktteilnehmer. Im Vorjahr hatte es immerhin noch für ein „eingeschränkt stark“ gereicht. Bei der Verbrauchernote rutschte das Unternehmen von „befriedigend“ (2,7) auf „knapp ausreichend (4,3).

Zwei Mal betriebswirtschaftlich „stark“

Betriebswirtschaftlich „stark“ sind die Nürnberger Lebensversicherung AG (plus 100 auf 650 Punkte) und die Württembergische Lebensversicherung AG (minus 50 auf 600 Zähler).

Bei der Verbrauchernote verbesserte sich die Nürnberger von einer „befriedigenden“ 2,7 auf eine „gute“ 1,7. Die Württembergische erzielte erneut ein „gut“, schnitt mit 2,0 aber etwas schlechter ab als im Jahr zuvor mit 1,7.

Fünf Mal „eingeschränkt stark“

In der betriebs-wirtschaftlichen Bewertungskategorie „eingeschränkt stark“ finden sich fünf Akteure wieder. Zu dieser Gruppe gehören die Alte Leipziger Lebensversicherung a.G., der Debeka Lebensversicherungs-Verein a.G., die Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG (jeweils 550 Zähler), die Cosmos Lebensversicherungs-AG (450 Punkte) und die R+V Lebensversicherung AG (400 Zähler).

Dabei verloren Alte Leipziger, Debeka und Zurich Deutscher Herold jeweils 50 Zähler, die Cosmos sogar 150 Punkte. Alte Leipziger, Debeka und Cosmos hatten vor Jahresfrist noch „stark abgeschnitten. Keine Veränderung gab es bei der R+V.

Bei der Verbrauchernote erzielten die Alte Leipziger (2,7 nach einer „guten“ 2,3 im Jahr zuvor), die Debeka (unverändert 3,0) und die R+V (weiterhin 3,3) ein „befriedigend“. Von „befriedigend“ auf „ausreichend“ (jeweils 3,7) verschlechterten sich die Zurich Deutscher Herold (Vorjahr: 2,7) und die Cosmos (3,0).

Betriebswirtschaftliche Bewertung und Verbrauchernoten der zwölf größten Lebensversicherer

Versicherer

2022

2021

Punkte

Verbraucher-Note

Punkte

Verbraucher-Note

Allianz

750

sehr gut (1,3)

800

sehr gut (1,3)

Axa

750

gut (2,0)

600

gut (2,3)

Nürnberger

650

gut (1,7)

550

befriedigend (2,7)

Württembergische

600

gut (2,0)

650

gut (1,7)

Alte Leipziger

550

befriedigend (2,7)

600

gut (2,0)

Debeka

550

befriedigend (3,0)

600

befriedigend (3,0)

Zurich Dt. Herold

500

ausreichend (3,7)

550

befriedigend (2,7)

Cosmos

450

ausreichend (3,7)

600

befriedigend (3,0)

R+V AG

400

befriedigend (3,3)

400

befriedigend (3,3)

Bayern-Versicherung

350

ausreichend (3,7)

350

(ausreichend (4,0)

SV

350

ausreichend (3,7)

400

befriedigend (3,3)

Generali Deutschland

250

knapp ausreichend (4,3)

550

befriedigend (2,7)

Zwei „relativ schwache“ Akteure

Betriebswirtschaftlich „relativ schwach“ schneiden aktuell die Bayern-Versicherung Lebensversicherung AG und die SV Sparkassenversicherung Lebensversicherung AG ab. Die SV büßte 50 Punkte ein und rutschte eine Bewertungskategorie nach unten.

Beide Akteure erhielten als Verbrauchernote eine „ausreichende“ 3,7. Vor Jahresfrist hatte die Bayern-Versicherung eine 4,0 erreicht und die SV eine „befriedigende“ 3,3.

„Gegenüber dem Vorjahr ist eine schwächere Bewertung aus der Kapitalanlage verantwortlich, und generell ist auch die Verlustreserve relativ schwach“, so Weinmann zum Hintergrund.

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Coronavirus · Geschäftsbericht · Lebensversicherung
 
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