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Die wachstumsstärksten Unfallversicherer

4.8.2022 – Auf Sechsjahressicht betrachtet haben 40 der 50 größten Anbieter in der Unfallversicherung ihre gebuchten Bruttoprämien ausgebaut. Prozentual am stärksten wuchs die Hansemerkur (plus vier Fünftel). Um jeweils rund zwei Drittel legten VHV, Rheinland und Generali zu. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2020: Unfallversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.

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Das Beitragsaufkommen in der privaten Unfallversicherung ist in den zurückliegenden Jahren nur leicht gestiegen. Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus auf Zehnjahressicht betrachtet fünf Prozent.

Ein Großteil dieses Zuwachses entfiel auf die Geschäftsjahre 2018 und 2019 (plus 1,0 beziehungsweise plus 1,8 Prozent). 2020 beliefen sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 6,68 Milliarden Euro (plus 0,3 Prozent). Dies war der fünfte Zuwachs in Folge. Von 2015 auf 2020 baute die Branche das Prämienvolumen um drei Prozent aus.

Beitragseinnahmen (Bild: Wichert)

40 Akteure im Plus

Bei der Entwicklung des Beitragsaufkommens sind auf Unternehmensebene betrachtet riesige Unterschiede zu verzeichnen. Immerhin 40 Akteure bauten die Beitragseinnahmen zwischen 2015 und 2020 aus. Elf Gesellschaften wuchsen sogar um mehr als 30 Prozent.

Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2020: Unfallversicherung“. Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält zahlreiche Kennzahlen der 50 nach Prämieneinnahmen größten Marktteilnehmer mit rund 94 Prozent Marktanteil.

Hansemerkur wuchs um über vier Fünftel

Am stärksten legte die Hansemerkur Allgemeine Versicherung AG zu. Sie wuchs um über vier Fünftel auf fast 26 Millionen Euro. Zuwachsraten von jeweils etwa zwei Dritteln hatten die VHV Allgemeine Versicherung AG (auf knapp 47 Millionen Euro), die Rheinland Versicherungs AG (auf 19 Millionen Euro) und die Generali Deutschland Versicherung AG (auf 410 Millionen Euro) zu verzeichnen.

Um jeweils weit mehr als die Hälfte bauten die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG (auf 52 Millionen Euro), die Rhion Versicherung AG (auf 34,5 Millionen Euro) und die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG (auf über 47 Millionen Euro) ihre Einnahmen aus.

Zuwächse (Bild: Wichert)

Hintergründe zu den deutlichen Steigerungen

Die Hansemerkur wuchs kontinuierlich mit Steigerungsraten von bis zu 18 Prozent. Zuletzt schwächte sich die Dynamik allerdings ab (auf ein Plus von „nur noch“ 6,5 Prozent).

Auch bei der VHV flachte die Wachstumskurve nach zwei Zuwächsen von rund einem Sechstel merklich ab (auf fünf Prozent). Das Unternehmen führt die Steigerungen insbesondere auf ein Mitte 2015 neu eingeführtes Unfall-Produkt zurück.

Bei der Rheinland hängt der Zuwachs zu einem Großteil mit einer Sonderaktion im Geschäftsjahr 2016 zusammen. In deren Rahmen wurden nach Unternehmensangaben „tausende Versicherungsverträge auf den neuesten Stand gebracht“.

Im Ergebnis brachte dies einen Beitragszuwachs von fast zwei Dritteln. Der Policenbestand wuchs dadurch allein in jenem Jahr um über ein Drittel an. Im letzten Jahr des Beobachtungszeitraums ging es beim Umsatz genauso wie beim Vertragsbestand sogar leicht nach unten.

Ausgewählte Versicherer (Bild: Wichert)

Generali: Fusion fördert Wachstum

Bei der Generali ging das immense Plus zum Großteil auf den Konzernumbau und die Verschmelzung der Generali und der Aachenmünchener zurück (25.10.2018, 23.10.2018). Der Anbieter wuchs auch in den ersten Jahren des Beobachtungszeitraums. Zuletzt drehte die Kurve zuletzt allerdings minimal ins Minus.

Kontinuierlich legten hingegen Barmenia, Huk-Coburg-Allgemeine und Rhion zu. Bei den Wuppertalern waren unter anderem Bestandsübertragungen eines Kooperationspartners im Geschäftsjahr 2016 ursächlich für die Steigerung. In jenem Jahr ging es um ein Fünftel nach oben. Danach schwächte sich die Dynamik über neun Prozent (2018) auf zuletzt zwei Prozent ab.

Die Huk-Coburg-Allgemeine baute die Einnahmen relativ gleichmäßig verteilt aus. Die Steigerungsraten lagen zwischen neun und zehn Prozent. Die Rhion wuchs in den ersten beiden Jahren des Betrachtungszeitraums besonders stark.

Ausgewählte Versicherer (Bild: Wichert)

Der „Branchenmonitor 2015-2020: Unfallversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die knapp 100-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 803,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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