2.3.2026 – Auf Sechsjahressicht bauten die 25 umsatzstärksten Akteure das Prämienvolumen ohne Ausnahme aus. Mit lediglich 3,4 Prozent wuchs die Huk24 am schwächsten, die VGH mit fast 40 Prozent am stärksten. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2025: Rechtsschutzversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig. Im Marktschnitt nahmen die Einnahmen um fast ein Viertel zu.
In den zurückliegenden Jahren ist das Prämienaufkommen in der Rechtsschutzversicherung kräftig gestiegen. Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge betrug das Plus auf Zwölfjahressicht betrachtet weit über 50 Prozent (auf zuletzt fast 5,3 Milliarden Euro).
Nur 2016 ging es mit knapp sechs Prozent stärker aufwärts als 2024 mit gut fünf Prozent. 2014 waren es andererseits nur zwei Prozent. Von 2019 auf 2024 baute die Branche das Prämienvolumen um fast ein Viertel aus.

Auch wenn laut dem „Branchenmonitor 2025: Rechtsschutzversicherung“ alle Anbieter ihren Umsatz auf Sechsjahressicht ausbauen konnten, wuchsen sechs Marktteilnehmer nicht einmal halb so stark wie der Markt. Die Analyse der V.E.R.S. Leipzig GmbH enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 25 nach Prämienvolumen größten Akteure mit 98 Prozent Marktanteil.
Vier Anbieter kamen auf Sechsjahressicht sogar nur auf eine einstellige Zuwachsrate. Um nur drei bis sechs Prozent steigerten von 2019 auf 2024 ihre Einnahmen folgende Unternehmen: die Huk24 AG (auf 20,4 Millionen Euro), die Ergo Versicherung AG (auf 428 Millionen Euro) und die Deurag Deutsche Rechtsschutz-Versicherung AG (auf fast 185 Millionen Euro).
Immerhin um ein Zehntel legte die Itzehoer Versicherung/Brandgilde von 1691 VVaG (auf fast 79 Millionen Euro) sowie die Neue Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft AG (NRV; auf 95 Millionen Euro) zu.
Wachstumssieger ist laut dem Branchenmonitor die Landschaftliche Brandkasse Hannover (VGH). Sie steigerte das Prämienaufkommen von 2019 auf 2024 um beinahe 40 Prozent auf annähernd 60 Millionen Euro. Um jeweils über ein Drittel wuchsen die Arag SE (auf 932,5 Millionen Euro) und die Auxilia Rechtsschutz-Versicherungs-AG (auf fast 147 Millionen Euro).
Zuwachsraten von jeweils über einem Viertel schafften die Württembergische Versicherung AG (auf gut 159 Millionen Euro) und der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. (auf über 221 Millionen Euro).

Während die Ergo gleich zweimal (2020 und 2023) gar leichte Verluste hinzunehmen hatte, verlor die Huk24 im vorletzten Jahr des Beobachtungszeitraums.
Kontinuierlich wuchsen die Deurag (zwischen unter deutlich einem und zuletzt fast drei Prozent) und die Badische. Letztere legte nach vier Jahren mit minimalem bis leichten Wachstum zuletzt um fast fünf Prozent zu. Und das bei leicht rückläufigem Bestand (2.2.2026).

Auch bei der Arag nahm die Wachstumsdynamik im letzten Jahr des Betrachtungszeitraums zu, und zwar auf fast zehn Prozent nach zuvor vier Steigerungen zwischen fünf und sechs Prozent. Auch bei der Auxilia und der VGH gab es ein „Ausreißerjahr“.
Erstere wuchs 2021 um ein Siebtel, ansonsten ohne größere Schwankungen zwischen drei und fünf Prozent. Nach Unternehmensangaben resultierte dies „überwiegend aus der im Bestand durchgeführten Beitragsanpassung, aber auch das Neugeschäft hat sich positiv entwickelt bei gleichzeitig moderatem Storno“ (25.5.2023).
Bei der VGH ging es 2023 mit einem Sechstel besonders stark aufwärts. Dies korrespondiert mit einem ebenfalls außergewöhnlich hohen Bestandszuwachs. Dies ging zum Großteil auf eine Bestandsübertragung von etwa 40.000 Kontrakten (11.1.2023) mit entsprechenden Einnahmen zurück.

Unter den Platzhirschen mit mindestens 200 Millionen Euro wuchsen neben der Arag zwei weitere Anbieter überdurchschnittlich (2.3.2026).
Der „Branchenmonitor 2025: Rechtsschutzversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die rund 50-seitige Studie kann als PDF-Version für 654,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.
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