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Die profitabelsten Autoversicherer

18.6.2024 – Die Volkswagen Autoversicherung kam im Schnitt der Jahre 2017 bis 2022 mit unter 88 Prozent auf die niedrigste Combined Ratio. Versicherungstechnisch mindestens zehn Cent Gewinn pro Beitragseuro schrieb ansonsten nur noch die VHV. Die Marktgrößen landeten bis auf die R+V alle in der Gewinnzone. Dies zeigt die Publikation „Branchenmonitor 2017-2022: Kraftfahrtversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig.

Auf Sechsjahressicht betrachtet haben 14 der 50 umsatzstärksten Marktteilnehmer mehr für Schäden und Kosten ausgegeben als sie an Beiträgen eingenommen haben. Die höchste Combined Ratio wird im „Branchenmonitor 2017-2022: Kraftfahrtversicherung“ mit durchschnittlich mehr als 115 Prozent für die Allianz Direct Versicherungs-AG ausgewiesen.

Die Studie wird jährlich von der V.E.R.S. Leipzig GmbH durchgeführt. Sie enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 größten Akteure in der Kraftfahrtversicherung, die auf rund 87 Prozent Marktanteil kommen.

Volkswagen Autoversicherung mit dem im Schnitt niedrigsten Wert

Die verbleibenden 36 Marktteilnehmer lagen versicherungstechnisch in der Gewinnzone. Zehn von ihnen verdienten sogar mehr als sechs Cent pro Beitragseuro. Am besten schnitt die Volkswagen Autoversicherung AG mit einer kombinierten Schaden-Kosten-Quote von unter 88 Prozent ab. Genau 90 Prozent schaffte die VHV Allgemeine Versicherung AG.

Knapp dahinter folgen mit Werten von jeweils um die 92 Prozent die Sparkassen Direktversicherung AG (S-Direkt), die Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, die Huk24 AG und die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G.

Eine Combined Ratio von im Schnitt 93 bis 94 Prozent schafften der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G., die Signal Iduna Allgemeine Versicherung AG, die Europa Versicherung AG und die Provinzial Nord Brandkasse AG.

Niedrige CR (Bild: Wichert)

Entwicklung bei den ersten zwei Akteuren

Bei der VHV lagen die Quoten zu Beginn des Betrachtungszeitraums zwei Mal zwischen 85 und 86 Prozent, bevor die Combined Ratio 2019 von 85 auf fast 93 stieg. Seinerzeit war die Schadenquote wegen gestiegener Aufwendungen für den Durchschnittsschaden wie auch erhöhter Schadenzahl in der sonstigen Kraftfahrtversicherung deutlich gewachsen (18.1.2021).

2020 und 2021 lag die Quote dann wieder bei 88 Prozent, um im letzten Jahr des Beobachtungszeitraums dann mit 99,5 Prozent den höchsten Wert einzunehmen.

Die Volkswagen Autoversicherung lag im schlechtesten Fall bei knapp 95 Prozent (2017 und 2019) und bestenfalls bei 78 Prozent (2020). In letztgenanntem (Corona-) Jahr hatte sich die Ertragslage branchenweit deutlich entspannt (20.12.2021).

VHV, Volkswagen Auto (Bild: Wichert)

So schlugen sich die Branchengrößen

Es fällt auf, dass die Branchengrößen mit mindesten einer Milliarde Euro gebuchter Bruttoprämie (23.1.2024) bis auf eine Ausnahme alle in der Gewinnzone lagen. Dies war die R+V Allgemeine Versicherung AG, die mit im Schnitt 100,08 Prozent allerdings nur hauchdünn in den roten Zahlen landete.

Sie blieb im Betrachtungszeitraum jeweils drei Mal über beziehungsweise unter der Marke von 100 Prozent. Bestenfalls waren es 96 Prozent (2020), im schlechtesten Fall bei fast 106 Prozent (2022).

Andererseits gehörten VHV und LVM wie oben beschrieben zu den auf Sechsjahressicht profitabelsten Akteuren. Zwischen 94 und 97 Prozent lagen die Axa Versicherung AG, die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, die Allianz Versicherungs-AG, die Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. und die Generali Deutschland Versicherung AG.

CR Branchengrößen (Bild: Wichert)

Der „Branchenmonitor 2017-2022: Kraftfahrtversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zum Versicherungszweig. Die rund 200-seitige Studie kann als PDF-Version für brutto 1.350,65 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Maik Entrich per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659262 bestellt werden.

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