Die nachhaltigsten und verantwortungsvollsten Versicherer

5.11.2018 – Für die Zeitschrift Focus-Money hat Servicevalue Verbraucher zur Nachhaltigkeit und Verantwortung von Finanzdienstleistern befragt. 27 Gesellschaften, darunter 20 Versicherer, drei Banken und vier Bausparkassen überzeugten mit einem „sehr gut“.

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Die Servicevalue GmbH hat im Auftrag der Zeitschrift Focus Money untersucht, wie nachhaltig und verantwortungsvoll die deutschen Finanzdienstleister aus Sicht ihrer Kunden sind.

Zu der im laufenden Kalenderjahr durchgeführten Onlinebefragung wurden sogenannte Panelisten eingeladen, die folgende fünf spezifische Aussagen zum Thema Nachhaltigkeit bewerten sollten:

  • ökonomische Nachhaltigkeit („Meines Erachtens wird […] auch zukünftig erfolgreich am Markt bestehen.“)
  • sozial verantwortliches Handeln („Ich habe erfahren, dass […] sozial und gesellschaftlich verantwortlich handelt.“)
  • ökologische Nachhaltigkeit („Von […] erhalte ich Anreize zu umweltbewusstem Verhalten.“)
  • nachhaltige Mitarbeiterorientierung („Bei […] erlebe ich eine hohe Identifizierung der Mitarbeiter mit […] als ihrem Arbeitgeber.“)
  • nachhaltige Kundenorientierung („[…] legt hohen Wert auf langfristige Kundenbeziehungen.“)

Überdurchschnittliche Unternehmen sind „gut“

Die Beurteilung erfolgte bei allen fünf Aspekten auf einer vierstufigen Antwort-Skala von „trifft voll und ganz zu“ (1) bis „trifft überhaupt nicht zu“ (4).

In einem weiteren Schritt wurde für die Unternehmen der jeweilige Mittelwert berechnet. Das Gesamturteil ergibt sich den Abgaben zufolge aus dem ungewichteten Mittelwert über die Durchschnittswerte der fünf abgefragten Bereiche.

„Für die Auszeichnung beim Gesamturteil wie auch bei den fünf einzelnen Aspekten (Säulen) gilt: Ein ‚gut‘ erhalten alle Unternehmen, die einen überdurchschnittlichen Wert erzielt haben. Unternehmen, die wiederum über dem Durchschnitt der mit ‚gut‘ bewerteten Unternehmen liegen, erhalten ein ‚sehr gut‘“, teilt Servicevalue zur Methodik weiter mit.

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„Sehr gut“ für 19 Versicherer

Insgesamt kamen so 27.414 Verbraucherstimmen zu 112 Finanzdienstleistungs-Unternehmen zusammen, davon knapp 80 aus der Versicherungsbranche.

Konkrete Notenwerte veröffentlichte Servicevalue nicht. Auch geht aus den Studienunterlagen nicht hervor, nach welchen Kriterien die Finanzdienstleister ausgewählt wurden. Zudem gibt es keine Informationen darüber, wie viele Kundenstimmen nötig waren, um namentlich aufgeführt zu werden.

„Sehr gut“ hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Verantwortung insgesamt sind der Untersuchung zufolge (in alphabetischer Reihenfolge)

Zur Spitzengruppe gehören darüber hinaus vier Banken und drei Bausparkassen. Mit einem „gut“ schnitten 36 weitere Gesellschaften (20 Versicherer, drei Banken und sieben Bausparkassen) überdurchschnittlich ab.

Weitere Informationen zur der Untersuchung sowie alphabetisch geordnete Auflistungen der „sehr guten“ und „guten“ Finanzdienstleister – auch in den einzelnen Nachhaltigkeitssäulen – sind in der Studieninformation (PDF, 237 KB) zu finden.

Versicherer und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird zunehmend ein Thema für die Versicherer. So gibt es etwa immer mehr „grüne“ Versicherungsprodukte (VersicherungsJournal 7.2.2017, 19.4.2017, 6.10.2017) wie auch vermehrt „grüne“ Kooperationen und umweltfreundliches Engagement (VersicherungsJournal 28.2.2016, 28.3.2017, 11.4.2017).

Die EU-Kommission will den Versicherungssektor noch „grüner“ machen (VersicherungsJournal 12.3.2018).

Umfassende Studien zum Thema Nachhaltigkeit bei Versicherern sind aber eher rar gesät. Unter anderem hat die Verbraucherzentrale Bremen e.V. untersucht, wie nachhaltig die Anbieter von betrieblicher Altersvorsorge (VersicherungsJournal Medienspiegel 7.9.2018) oder von privaten Rentenversicherungen (VersicherungsJournal 23.11.2017) bei der Geldanlagen sind.

Dabei kommt die Assekuranz nicht allzu gut weg. Ebenfalls zu keinen berauschenden Ergebnissen für die Versicherungswirtschaft im Branchenvergleich ist Servicevalue in einer Untersuchung zur Nachhaltigkeit vor knapp zwei Jahren gekommen (VersicherungsJournal 28.2.2017).

 
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