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Die Hochburgen der Blitzeinschläge

30.7.2020 – 2019 schlugen in Deutschland mit weniger als 330.000 so wenige Blitze ein wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. In Relation zur Fläche war Speyer mit über drei Einschlägen pro Quadratkilometer am stärksten betroffen. Mit Quoten unter 0,1 kamen Hof und Bayreuth am besten davon. Dies geht aus jüngst veröffentlichten Daten des Blitz-Informationsdienstes der Siemens AG (Blids) hervor.

Im vergangenen Jahr schlugen in Deutschland 329.189 Blitze ein. Dies zeigt der „Blitzatlas 2019“ des Blitz-Informationsdienstes der Siemens AG (Blids). Genutzt werden über 160 verbundene Messstationen in Europa, heißt es auf der Homepage des Info-Dienstes. Gewitterblitze werden landesweit auf bis zu 50 Meter genau geortet.

Wenige Sekunden nach einem solchen Ereignis stehen die Informationen den Anwendern zur Verfügung. Hierzu gehören nach eigenen Angaben Wetterdienste, Versicherungen, Industrieunternehmen aller Branchen sowie Betreiber von Stromnetzen.

Ausgesprochen blitzarmes Jahr

Im Jahr zuvor lag die Zahl der erfassten Erdblitze mit rund 440.000 noch um über ein Viertel höher (VersicherungsJournal 24.7.2019). Zum Vergleich: 2011 waren es fast 700.000 solche Naturereignisse, 2007 sogar weit über eine Million.

„Das Jahr 2019 war in Deutschland, Mittel- und Westeuropa ausgesprochen blitzarm, wir verzeichneten wenige Gewitter und deutlich weniger Erdblitze, also Blitzeinschläge“, erläutert Stephan Thern, Leiter des Blitz-Informationsdienstes von Siemens. „Es war schlicht zu trocken. Denn Gewitter benötigen Hitze und Feuchtigkeit“, so Thern weiter.

In Berlin war die Blitzdichte nach Ländern am höchsten

Die Blitzdichte (Einschläge in Relation zur Fläche) war mit fast 2,2 in Berlin am höchsten. In Mecklenburg-Vorpommern gab es mehr als 1,4 Einschläge pro Quadratkilometer. Werte von über Eins werden auch für Brandenburg und Sachsen ausgewiesen.

Andererseits war die Quote in Hamburg und Bremen mit unter 0,5 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer am niedrigsten, wie aus den Blids-Daten weiter hervorgeht.

Blitzdichte nach Ländern (Bild: Wichert)

Höchste Blitzdichte auf Kreisebene in Speyer

Die höchste Blitzdichte auf Kreisebene wurde in Speyer mit über drei Einschlägen pro Quadratkilometer registriert. Dahinter folgen die Städte Rostock, Lübeck und Worms mit Quoten von jeweils etwa 2,5.

„Bei einer relativ geringen Stadtfläche wie in Speyer reichen einige wenige Gewitter, um letztlich eine hohe Blitzdichte auszuweisen“, erläutert Thern. Bei den beiden nachfolgenden Städten Rostock und Lübeck spiele vermutlich die Nähe zur Ostsee eine Rolle.

Am anderen Ende der Rangliste finden sich die Städte Hof und Bayreuth wieder. Dort wurden jeweils weniger als 0,1 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer registriert. Quoten zwischen 0,1 und 0,2 haben die Blids-Experten für Schweinfurt, Würzburg und Wilhelmshaben errechnet.

Blitzdichte nach Kreisen (Bild: Wichert)

Die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer haben im vergangenen Jahr für rund 210.000 Blitz- und Überspannungsschäden circa 200 Millionen Euro an Entschädigungsleistung erbracht. Der Durchschnittsschaden stieg nach vorläufigen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auf etwa 970 Euro (23.7.2020).

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