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Die größten Hausratversicherer

6.12.2018 – Die deutschen Anbieter im Segment verbundene Hausratversicherung haben den Vertragsbestand 2017 nach GDV-Angaben um rund ein Prozent auf 26,3 Millionen ausgebaut. Die Beitragseinnahmen stiegen um rund zweieinhalb Prozent auf über drei Milliarden Euro. Die Ranglisten werden mit jeweils großem Abstand von der Allianz angeführt. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“ von V.E.R.S. Leipzig und Yougov.

Die deutschen Hausratversicherer hatten Ende 2017 nach Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) 26,3 Millionen Verträge im Bestand. Das entspricht im Vergleich zum Jahr zuvor einem Zuwachs von rund 300.000 Policen beziehungsweise 0,9 Prozent.

In der Schaden-/Unfallversicherung insgesamt bedeutet dies hinter der Kraftfahrt- sowie der allgemeinen Haftpflichtversicherung die dritte Position für die Hausratversicherung (VersicherungsJournal 26.11.2018).

Allianz mit den meisten Verträgen

Den größten Bestand verzeichnete mit klar über 2,5 Millionen Policen die Allianz Versicherungs-AG. Dies zeigt der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“. Dieser wird von der V.E.R.S. Leipzig GmbH in Kooperation mit der Yougov Deutschland GmbH durchgeführt. Er enthält Übersichten zu zahlreichen Kennzahlen der 50 nach Beitragseinnahmen größten Anbieter mit rund 90 Prozent Marktanteil.

Dahinter folgen mit der Huk-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G., der Axa Versicherung AG, der Generali Versicherung AG und der R+V Allgemeinen Versicherung AG vier weitere Gesellschaften mit einem ebenfalls siebenstelligen Policenbestand.

Die Ränge sechs bis neun belegen mit jeweils über 900.000 Kontrakten die Ergo Versicherung AG, die Huk-Coburg-Allgemeine Versicherung AG, die Aachenmünchener Versicherung AG und die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG.

Hausrat Policen (Bild: Wichert)

Im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 21.12.2017) konnte die Huk-Coburg-Allgemeine nach einer Steigerung um 4,1 Prozent an der Aachenmünchener vorbeiziehen. Diese legte nur um 1,6 Prozent zu.

Huk-Coburg VVaG nur auf Platz vier beim Beitragsaufkommen

Nach gebuchten Bruttobeiträgen – diese beliefen sich im vergangenen Jahr nach GDV-Angaben auf 3,06 Milliarden Euro (plus 2,4 Prozent) – zeigt sich eine etwas andere Reihenfolge. Allerdings nicht auf der Spitzenposition. Diese belegt mit 358 Millionen Euro gebuchten Bruttoprämien ebenfalls die Allianz. Dahinter folgt um einen Platz besser als nach Policen die Axa mit über 170 Millionen Euro.

Um zwei Positionen besser als nach Vertragsbestand schneidet die R+V Allgemeine ab, die nach Prämieneinnahmen an dritter Stelle liegt. Auf Rang vier – und damit zwei Positionen schlechter als nach Verträgen – liegt die Huk-Coburg VVaG vor der Generali. Letztere schneiden nach Beitragsaufkommen um einen Platz schlechter ab als nach Kontrakten. Die drei letztgenannten Anbieter haben 2017 zwischen etwa 130 und rund 126 Millionen Euro Bruttoprämien eingesammelt.

Dahinter folgen die Ergo, die Aachenmünchener, der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a.G. und die DEVK Allgemeine. Nur an dreizehnter Stelle nach Beiträgen liegt die Huk-Coburg-Allgemeine. Für die Württembergische Versicherung AG reichte es hier für Position zehn (nach Verträgen: Rang 13).

Hausrat Beiträge (Bild: Wichert)

So (un)profitabel sind die Branchengrößen

Für eine Platzierung in der Top Ten bei der kombinierten Schaden-Kosten-Quote reichte es aus der Reihe der Marktgrößen nur für die beiden Huk-Coburg-Gesellschaften. Für sie standen Combined Ratios von jeweils um die 65 Prozent zu Buche. Spitzenreiter ist mit unter 54 Prozent die WGV-Versicherung AG (VersicherungsJournal 7.11.2018).

Der LVM liegt mit einer Quote von unter 66 Prozent an elfter, die Württembergische mit rund 68 Prozent an 13. Stelle. Unter dem Branchenschnitt von 75 Prozent blieben die Aachenmünchener, die Generali, die Axa und die Ergo.

Für die Allianz, die Debeka Allgemeine, die R+V Allgemeine und die DEVK Allgemeine werden leicht überdurchschnittliche Werte ausgewiesen. Aber auch diese Gesellschaften schrieben Gewinne von mindestens 23 Cent pro Beitragseuro.

Hausrat Combined Ratio (Bild: Wichert)

Weitere Studiendetails

Der „Branchenmonitor 2015-2017: Hausratversicherung“ enthält zahlreiche weitere Kennzahlen zu dem Versicherungszweig sowie Daten zur Bestandskundenanalyse.

Die rund 100-seitige Studie kann als PDF-Version für 743,75 Euro inklusive Mehrwertsteuer bei Clemens Wilde per E-Mail oder per Telefon unter 0341 24659265 bestellt werden.

 
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