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Die größten Erstversicherer in Europa

22.9.2020 – Die Axa ist die größte Versicherungsgruppe Europas. Das geht aus einer Auswertung der spanischen Mapfre-Gruppe für das Geschäftsjahr 2019 hervor. Die Allianz landet hier nur auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Generali, Zurich und Prudential. Beim Ranking der Lebensversicherer führt dagegen die Generali, gefolgt von der Axa. Die Allianz belegt den sechsten Rang.

Die spanische Mapfre-Gruppe hat wieder ihr „Ranking der größten europäischen Versicherungsgruppen“ (PDF, vier MB, englisch) veröffentlicht. Die Reihenfolge der Gesellschaften orientiert sich in den aufgeführten Sparten am Prämienvolumen für das Geschäftsjahr 2019.

Die Rangliste basiert nach Angaben der Studienautoren auf Daten aus den jeweiligen Geschäftsberichten der Gesellschaften. Der Report wertet sowohl das Ergebnis aller Sparten, als auch das Volumen für das Nicht-Leben-Segment und den Leben-Bereich gesondert aus.

Prämien steigen um über fünf Prozent

„Trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten“, so der Report, konnten die 15 größten europäischen Versicherungsgruppen 2019 ihr Prämienvolumen um 5,2 Prozent auf 599,46 Milliarden Euro steigern (2018: 569,94 Milliarden Euro; VersicherungsJournal 19.7.2019).

Die ersten fünf Gesellschaften im Ranking erwirtschafteten 2019 rund 335,75 Milliarden Euro und legten damit um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.

„Seit 2009 sind die Prämien der im Mapfre-Report aufgeführten Unternehmensgruppen im Schnitt um 22,8 Prozent gestiegen“, heißt es dazu in der Studie. Die Axa-Gruppe, der Allianz-Konzern und die Generali Versicherungen führen seit zehn Jahren die Auswertung an. Diese drei Unternehmen erwirtschafteten 42 Prozent der Gesamtprämien aller aufgeführten Versicherer.

Insgesamt konnten alle Gesellschaften 2019 einen Beitragsanstieg verzeichnen. Ausnahmen waren laut der Studie lediglich die französische BNP Paribas Cardif, die niederländische Aegon-Gruppe sowie die deutsche Ergo-Gruppe.

Axa bleibt in Europa Spitzenreiter

Die französische Axa-Gruppe führt, wie auch in den Vorjahren (7.8.2018, 25.7.2017, 5.8.2016, 6.11.2015), das Ranking 2019 mit einem Prämienvolumen von 99,85 Milliarden Euro (2018: 96,3 Milliarden Euro) an.

Laut Report verzeichnete der Konzern „in allen Märkten ein vergleichbares Wachstum wie im Vorjahr“. Als weiteren positiven Faktor nennen die Studienautoren die Akquisition des US-Gewerbeversicherers XL-Group, heute die Axa XL, Unternehmensbereich für Sach-, Haftpflicht- und Spezialrisiken des französischen Konzerns (14.1.2020, Medienspiegel 21.2.2019).

Die nächste Gesellschaft in der Aufstellung ist die Allianz mit einem Prämienvolumen von 82,92 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 6,5 Prozent gegenüber 2018 entspricht. Gerade im deutschen Markt konnten „die Segmente Leben und Gesundheit in Deutschland einen deutlichen Umsatzanstieg“ verzeichnen, wie im Report zu lesen ist.

Die ersten Änderungen in der Rangliste erfolgten auf den Plätzen vier und fünf, wobei der Zurich-Konzern und die britische Prudential-Gruppe die Plätze tauschten. Der Schweizer Versicherer konnte seine Prämien in Leben (8,5 Prozent) als auch in Nichtleben (7,5 Prozent) steigern.

Mapfre: Die größten europäischen Versicherer 2019 nach Prämienvolumen

Rang

Versicherer

Land

2018*

2019*

Veränderung in Prozent

1

Axa

Frankreich

96,309

99,852

3,7

2

Allianz

Deutschland

77,824

82,919

6,5

3

Generali

Italien

66,691

69,785

4,6

4

Zurich

Schweiz

39,874

42,932

7,7

5

Prudential

Vereinigtes Königreich

38,667

40,259

4,1

6

Talanx

Deutschland

34,885

39,494

13,2

7

Crédit Agricole Assurances

Frankreich

33,534

36,968

10,2

8

Aviva

Vereinigtes Königreich

32,396

35,632

10,0

9

CNP

Frankreich

32,315

33,436

3,5

10

BNP Paribas Cardif

Frankreich

24,000

23,884

-0,5

11

Mapfre

Spanien

22,537

23,044

2,2

12

Aegon

Niederlande

19,316

18,138

-6,1

13

Poste-Vita

Italien

16,797

17,972

7,0

14

Ergo

Deutschland

17,779

17,650

-0,7

15

Covéa

Frankreich

17,011

17,492

2,8

Europas größte Lebensversicherer

Die Gesamteinnahmen der 15 Versicherungsgruppen in der Sparte Leben betrugen 2019 insgesamt 377,5 Milliarden Euro (2018: 373,6 Milliarden Euro). Das entspricht einem Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die ersten fünf Gesellschaften im Ranking kamen auf ein Volumen von 198,7 Milliarden Euro (2018: 201,3 Milliarden Euro), was Einbußen von 1,3 Prozent entspricht.

In der Lebensversicherung überholte die Generali die Axa. Das Prämienvolumen der Italiener belief sich auf 48,26 Milliarden Euro. Das macht eine Steigerung von 4,7 Prozent, „dank der starken operativen Leistung in der zweiten Jahreshälfte“, schreiben die Studienautoren.

Die Axa belegt mit 47,43 Milliarden Euro den zweiten Platz in der Rangliste, was einem Rückgang von -17,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die französische Gruppe gibt an, dass sie ihr Risikoprofil von finanziellen Risiken auf Versicherungsrisiken umgestellt habe.

Auf- und Absteiger in Leben

Prudential fiel im Vergleich 2019 um einen Platz auf den dritten Rang zurück, mit Prämien in Höhe von 40,26 Milliarden Euro. Das stärkere Wachstum von Crédit Agricole Assurance mit 9,4 Prozent im Vergleich zu CNP (vier Prozent) führte dazu, dass Erstere auf den vierten Platz und Letztere auf den fünften Platz zurückgestuft wurden.

Die Allianz verbuchte 25,8 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 6,2 Prozent entspricht, und liegt damit auf Rang sechs. Neben den Münchenern schaffte nur noch die Talanx-Gruppe den Sprung unter die 15 größten Lebensversicherer. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 zwar ein Plus von 7,5 Prozent, fiel aber vom elften Platz 2018 auf den 14 Rang.

Die Swiss Life AG verzeichnete mit 35,2 Prozent den größten Prämienanstieg mit 14,97 Milliarden Euro und belegte damit den zwölften Platz. Laut Report ist dieser Anstieg auf die Tätigkeit der kollektiven Lebensversicherung in der Schweiz und den Rückzug eines Wettbewerbers aus diesem Marktsegment zurückzuführen.

Die größten europäischen Lebensversicherer 2019 nach Prämienvolumen

Rang

Versicherrer

Land

2018*

2019*

Veränderung in Prozent

1

Generali

Italien

46,084

48,260

4,7

2

Axa

Frankreich

57,714

47,430

-17,8

3

Prudential

Vereinigtes Königreich

38,667

40,259

4,1

4

Crédit Agricole Assurances

Frankreich

29,291

32,056

9,4

5

CNP

Frankreich

29,561

30,731

4,0

6

Allianz

Deutschland

24,315

25,820

6,2

7

Aviva

Vereinigtes Königreich

20,505

23,192

13,1

8

BNP Paribas Cardif

Frankreich

21,551

22,190

3,0

9

Poste Vita

Italien

16,610

17,732

6,8

10

Legal & General

Vereinigtes Königreich

14,518

17,339

19,4

11

Aegon

Niederlande

16,969

15,926

-6,1

12

Swiss Life AG

Schweiz

11,071

14,968

35,2

13

Sogecap

Frankreich

12,730

14,716

15,6

14

Talanx

Deutschland

13,257

14,246

7,5

15

M&G

Vereinigtes Königreich

14,764

12,630

-14,5

Bei der FAZ führt die Allianz

Jedes Jahr Anfang Juli veröffentlicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die Beilage „Die 100 Größten“. In der mittlerweile 62. Auflage dieser Untersuchung werden unter anderem die 25 nach Beitragseinnahmen größten hiesigen Versicherer im Geschäftsjahr 2019 aufgelistet.

In der Publikation wird ebenfalls eine Rangliste der 100 nach Umsatz größten Konzerne Europas aufgeführt. In diese haben es elf Versicherungsgruppen geschafft. Spitzenreiter ist mit 142,4 Milliarden Euro Beitragseinnahmen wie in der nationalen Rangliste die Allianz SE, gefolgt von der Axa (15.7.2020).

In der Beilage wird auch auf die Überschusssituation eingegangen. Beide Male liegt die Allianz hier an erster Stelle (VersicherungsJournal 8.7.2020, 9.7.2020).

 
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