Deutsche fürchten das Thema Pflege

10.1.2018 – Rund die Hälfte der Deutschen befürchtet, im Alter zu einem Pflegefall zu werden. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Yougov Deutschland im Auftrag von Swiss Life Select hervor. Dreiviertel der Befragten sind der Meinung, dass die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichen wird. Fast zwei von drei Versicherten gaben an, sich eine private Pflegeversicherung nicht leisten zu können. Jeder Fünfte fühlt sich nicht ausreichend informiert. Hier sehen die Autoren Chancen für den Vertrieb.

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Auf der Gehaltsabrechnung wird er bei Angestellten Monat für Monat einkassiert – der Beitrag für die gesetzliche Pflegeversicherung. Ob er ausreichen wird, falls der Versicherte pflegebedürftig wird, ist eine unangenehme Frage, die gerne verdrängt wird, wenn man mitten im Leben steht.

Und nicht nur dann: Schon Berufsanfänger, aber auch Menschen in der letzten Phase ihres Arbeitslebens, beschleicht nach eigenen Angaben ein Gefühl der Angst, wenn sie daran denken, vielleicht selbst einmal zum Pflegefall zu werden.

Die Hälfte befürchtet, Pflegefall zu werden

Insgesamt sagt dies jeder Zweite in einer aktuellen repräsentativen Online-Umfrage der Yougov Deutschland GmbH unter 2.032 Personen ab 18 Jahren. Die Befragung wurde im Auftrag des Vertriebs Swiss Life Select Deutschland GmbH zwischen dem 18. und 20. Dezember 2017 durchgeführt.

Bildungsabschluss oder Netto-Einkommen spielen bei dieser Angst keine Rolle. Das ungute Gefühl bezüglich der eigenen Gesundheit im Alter ist relativ gleich verteilt. Unterm Strich hat jeder Dritte der Meinungsforscher zufolge aber auch „kein Gefühl“ und hat sich demnach noch keine Meinung zur Thematik bilden können.

Mehrheit rechnet nicht mit ausreichender Abdeckung

Warum überwiegt jedoch Angst? Zunächst scheint das Risiko Pflegefall bei der Mehrheit kein diffuses Gefühl zu sein. Die meisten gehen davon aus, im Alter gepflegt werden zu müssen. Zur gesundheitlichen Sorge kommt die finanzielle: Drei von vier Befragten sind der Meinung, dass die gesetzlichen Leistungen – ähnlich wie beim Thema Rente – den späteren Bedarf nicht werden decken können.

Bild: Yougov
(Bild: Yougov) Zum Vergrößern Bild klicken.

Doch wie hoch der zusätzliche Betrag aus eigener Tasche sein wird, davon hat fast jeder Zweite keine Vorstellung. Der Rest hat sich genaue Gedanken gemacht und rechnet fast gleichauf mit circa 500 Euro (18 Prozent) beziehungsweise rund 1.000 Euro (17 Prozent) pro Monat. Weitere sieben Prozent rechnen mit deutlich höheren Beträgen.

Informationsbedarf Chance für Versicherer

56 Prozent sind der Meinung, für den Fall der Fälle nicht ausreichend versichert zu sein. Die wenigsten sind dabei ignorant, sondern geben an, sich eine private Vorsorge nicht leisten zu können (63 Prozent) oder zu wenig über die Möglichkeiten zu wissen (20 Prozent).

Nicht nur der große Informationsbedarf ist eine Chance für den Versicherungsvertrieb. Die Experten können sich auch als Finanzoptimierer betätigen, heißt es in der Untersuchung. Denn wie die Meinungsforscher auch abgefragt haben, können sich viele Arbeitnehmer vorstellen, kleinere Beträge in private Versicherungen zu investieren, damit sie im Alter besser abgesichert sind.

 
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