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Davon hängt die Lebenszufriedenheit im Alter ab

9.4.2021 – Menschen mit finanziellen Ressourcen sind im Alter zufriedener. Sie beurteilen nicht nur ihre wirtschaftliche Lage besser, sie sind besonders auch in den Bereichen Gesundheit, Freizeit und Partnerschaft glücklicher. Kaum Unterschiede gibt es demgegenüber bei der Bewertung von Freundschaften. Aufgeschlüsselt nach Wohneigentum und Miete zeigt sich, dass die über 60-Jährigen mit Immobilienbesitz zufriedener sind. Das sind Ergebnisse einer GDV-Studie.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat in einer Studie herausgefunden, dass Geld im Alter zufriedener macht. Die Untersuchung wurde im Rahmen der Initiative „7 Jahre länger“ gemeinsam mit der Universität Leipzig und der Usuma GmbH durchgeführt.

Die Auswertung basiert auf einer repräsentativen Umfrage aus dem Jahr 2020. Die Zufriedenheit von über 60-Jährigen wurde in sieben Kategorien ermittelt: Freunde, Freizeit, Gesundheit, finanzielle Lage, Wohnsituation, Familie und Partnerschaft.

Größter Unterschied bei der Bewertung der finanziellen Lage

Die größte Spanne zeigt sich bei der finanziellen Situation. Nur jeder Fünfte mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 1.000 Euro monatlich ist mit seiner wirtschaftlichen Lage ziemlich oder sehr zufrieden. In der Einkommensgruppe mit mehr als 3.000 Euro liegt der Anteil bei rund 80 Prozent.

Auch bei der Bewertung der Gesundheit ergibt sich ein deutlicher Unterschied. Während etwa nur 30 Prozent aus der untersten Einkommensgruppe mit ihrer Gesundheit ziemlich oder zufrieden sind, sind es in der obersten fast 70 Prozent.

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Kleinster Unterschied bei der Bewertung der Freundschaften

Ähnlich ist das Bild bei den Kategorien Freizeit (rund 45 Prozent zu 75 Prozent) und Partnerschaft (knapp 50 Prozent zu 80 Prozent). Allerdings sind auch die Befragten mit Einkommen zwischen 1.000 und 3.000 Euro mit ihrer Beziehung nur durchschnittlich zufrieden (etwa 55 Prozent).

Weniger weit auseinander liegen die Zufriedenheitswerte in den Bereichen Familie und Wohnsituation. Die Spanne beträgt jeweils nur rund 20 Prozentpunkte. Besonders gering fällt sie beim Blick auf die Freunde aus. Hier liegen die Einkommensgruppen maximal zehn Prozentpunkte auseinander.

Alterszufriedenheit nach Vermögenslage (Bild: GDV)
(Bild: GDV)

Finanzielle Ressourcen erleichtern die gesellschaftliche Teilhabe

„Das Einkommen ist ein wesentlicher Faktor für das Glück im Alter. Der Einfluss reicht über die finanzielle Zufriedenheit hinaus“, bewertet Studienleiter Elmar Brähler, emeritierter Professor für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie an der Universität Leipzig, die Ergebnisse.

Finanzielle Ressourcen würden die gesellschaftliche Teilhabe erleichtern, sei es durch die Nutzung von Kulturangeboten oder die Finanzierung von Urlauben und Hobbys. „Auch die Gesundheitsvorsorge über Zusatzleistungen ist einkommensabhängig“, so Brähler.

Alterszufriedenheit mit Wohneigentum (Bild: GDV)
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Wohneigentümer sind im Alter zufriedener als Mieter

„Viele Weichen für ein zufriedenes und gesundes Leben im Alter werden früh gestellt“, kommentiert Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Versicherungsverbandes GDV, die Studie. So ließen sich unter anderem Versäumnisse bei der Altersvorsorge irgendwann nicht mehr kompensieren.

Über alle Kategorien hinweg sind zudem die über 60-Jährigen mit Wohneigentum zufriedener als diejenigen, die zur Miete wohnen. „Im Alter Wohneigentum zu haben, bedeutet eine finanzielle Entlastung“, sagt Brähler. Dies erhöhe den Spielraum für andere Dinge und wirke sich entsprechend positiv auf die Zufriedenheit aus.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Gesundheitsreform · Immobilie · Marktforschung
 
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