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DAK-Gesundheit: Beschäftigte fehlen weniger im Job

18.9.2019 – Im ersten Halbjahr war fast ein Drittel der bei der Krankenkasse versicherten Erwerbstätigen krankgeschrieben. Bei den Arbeitsunfähigen fallen vier Diagnosen besonders auf. Dabei unterscheiden sich die Leiden zwischen Männern und Frauen sowie West- und Ostdeutschen. (Bild: Hefer)

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Die Krankmeldungen der bei der DAK-Gesundheit versicherten Erwerbstätigen gingen im ersten Halbjahr 2019 leicht zurück. Der Krankenstand betrug in den ersten sechs Monaten 4,2 Prozent. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vergleichsvorjahres-Halbjahr, so eine Analyse der Krankenkasse.

Für die aktuelle Quote wertete die IGES Institut GmbH die Daten von 2,2 Millionen Versicherten der Körperschaft für das erste Halbjahr 2019 aus.

Mehrheit der Arbeitnehmer fehlte nicht im Job

65,5 Prozent der Berufstätigen ließen sich in den ersten sechs Monaten nicht krankschreiben. Den größten Anteil am Krankenstand hatten nach Angaben der Körperschaft Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen. Jeder fünfte Ausfall wurde damit begründet (20,5 Prozent).

Danach folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 16,4 Prozent. An dritter Stelle lagen psychische Erkrankungen mit einem Anteil an den Fehltagen von 15,7 Prozent.

Häufigste Diagnosen bei Arbeitsunfähigkeit (Bild: Hefer)

Dabei unterscheiden sich laut der Auswertung der DAK die Geschlechter. Männer blieben der Arbeit vor allem wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen fern und damit häufiger als Frauen (22,5 und 18,5 Prozent).

Im Osten höherer Krankenstand

Arbeitnehmerinnen fehlten dagegen mehr als ihre männlichen Kollegen wegen psychischer Erkrankungen (151,9 Fehltage je 100 Versicherte zu 91,8 Fehltage).

Von seelischen Leiden Betroffene fielen insgesamt besonders lange aus: Im Schnitt waren es 34,4 Tage, so die Kasse. 2018 gingen die Fehltage wegen dieser Diagnosen allerdings zurück (VersicherungsJournal 29.1.2019).

Dass dennoch deutlich mehr Arbeitnehmer wegen psychischer Leiden krankgeschrieben werden, zeigte die Langzeitstudie „Psychoreport 2019“ der DAK. Als Grund dafür nannte das Unternehmen, dass diese Diagnosen nicht mehr tabuisiert würden (26.7.2019).

Der Vergleich im Bundesgebiet zeigt, dass Berufstätige in den Ost-Bundesländern mit einem Krankenstand von 5,5 Prozent häufiger und länger krankgeschrieben waren als in Westdeutschland (4,1 Prozent). Während sich im Osten schon 40,3 Prozent der Arbeitnehmer bis zur Jahresmitte mindestens einmal krankmeldeten, waren es im Westen nur 33,8 Prozent, so die Auswertung der Krankenkasse.

Andere Auswertungen zum Vergleich

Laut Techniker Krankenkasse (TK) sind die krankheitsbedingten Fehlzeiten von Beschäftigten 2018 auf einen neuen Rekordwert von im Schnitt 15,5 Tage gestiegen. Insgesamt verzeichnete die Kasse im vergangenen Jahr 6,13 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit (AU), die insgesamt etwa 82 Millionen erkrankungsbedingte Fehltage nach sich zogen (27.6.2019).

Damit habe sich der rückläufige Trend der beiden Vorjahre nicht fortgesetzt. Zuvor hatte der Wert allerdings neun Mal in Folge zugenommen. Im Vergleich zu 2017 (9.7.2018) stiegen die Pro-Kopf-Fehlzeiten wegen Krankheit um fast 0,3 Tage.

Zum Vergleich Zahlen aus der Versicherungsbranche: Nach Angaben des Arbeitgeberverbands der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland e.V. (AGV) ist die Fehlzeitenquote des Innendienstes 2018 auf 6,4 Prozent gestiegen. Damit waren die im Innendienst beschäftigten Mitarbeiter an 15,9 Tagen arbeitsunfähig (26.3.2019).

 
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