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Cyberangriff kostet Unternehmen durchschnittlich 22.000 Euro

20.4.2021 – Der aktuelle Cyber-Report von Hiscox zeigt, dass sich deutsche Unternehmen der Risiken aus dem Netz bewusster werden. Das verordnete Homeoffice in der Pandemie forderte das Sicherheitsnetz der Firmen aber zusätzlich heraus.

Deutsche Unternehmen haben das Risiko von Cyberangriffen realisiert. Sie investieren im internationalen Vergleich am meisten in ihre IT-Sicherheit, immerhin waren das 2020 ganze 62 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das zeigt der aktuelle „Hiscox Cyber Readiness Report 2021“ (PDF, 768 KB).

46 Prozent deutscher Betriebe mit einem Cyberangriff

Nach Angaben des Spezialversicherers stieg der Anteil deutscher Firmen mit mindestens einer Cyberattacke auf 46 Prozent (2020: 41 Prozent). Aber auch die Zahl der gut vorbereiteten Unternehmen erhöhte sich auf 21 Prozent (2020: 17 Prozent).

Die Daten der Auswertung basieren auf einer internationalen Umfrage unter 6.042 Unternehmen aus Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Irland, Belgien und den Niederlanden. Im Auftrag von Hiscox befragte das Marktforschungsinstitut Forrester Consulting zum fünften Mal in Folge Unternehmensvertreter zu ihren Erfahrungen sowie ihrem Umgang mit Cyberattacken.

Homeoffice als Einfallstor für Kriminelle

Die Coronakrise hatte im vergangenen Jahr durchaus Einfluss auf das Geschehen: 57 Prozent der befragten deutschen Unternehmen gaben an, derzeit pandemiebedingt ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten zu lassen. Vor der Pandemie war das in nur 15 Prozent der Firmen der Fall.

Die Steigerung der Heimarbeit schlägt sich auch in den prozentualen Angriffen nieder: War die Anzahl der Unternehmen mit mindestens einem erlebten Cyberangriff 2020 mit 41 Prozent erstmals seit der Erhebung des Hiscox-Reports zurückgegangen, stieg sie in Deutschland um fünf Prozentpunkte auf 46 Prozent an (International: 43 Prozent).

Robert Dietrich (Bild: Hiscox)
Robert Dietrich (Bild: Hiscox)

„Das vergangene Pandemiejahr forderte die Cyber-Sicherheit von Unternehmen enorm heraus. Die Verlagerung ins Homeoffice, teilweise von heute auf morgen, setzte die IT-Verantwortlichen unter nie dagewesenen Handlungsdruck. Vielerorts konnte nicht auf bestehende Sicherheitsstrategien zurückgegriffen werden“, lässt sich Robert Dietrich, Managing Director von Hiscox Deutschland und CEO von Hiscox Europa in einer Mitteilung zum Report zitieren.

Hohe Kosten im Schadenfall

Deutschland verzeichnet laut Auswertung von Hiscox „international die höchsten mittleren Kosten pro Schadenfall“. Im Schnitt gaben die befragten Unternehmen hierzulande an, 21.818 Euro bei einem erfolgreichen Angriff begleichen zu müssen (international: 11.944 Euro).

„Wohl auch angesichts dieser hohen zu erwartenden Schadenkosten sind die Investitionen in eine Absicherung bei deutschen Unternehmen sehr kräftig um 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen“, führt der Versicherer aus.

Dass das Interesse an Cyberversicherungen wächst, hat im vergangenen Jahr der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. mit einer Studie untermauert (VersicherungsJournal 14.10.2020).

Stärkstes Produkt ist auch bei Hiscox Deutschland die klassische Cyberversicherung (20.11.2020). „Cyber hat sich in den letzten Jahren zum wachstumsstärksten Produkt bei Hiscox Deutschland entwickelt“, hieß es im Oktober gegenüber dem VersicherungsJournal. Rund 15.000 Unternehmenskunden würden dem Spezialversicherer hierzulande vertrauen.

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Coronavirus · Cyberversicherung · Marktforschung · Mitarbeiter
 
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