Autonomes Fahren – Fluch oder Segen?

10.5.2019 – Fast zwei von drei Verbrauchern würden in zehn Jahren ein selbstfahrendes einem traditionellen Fahrzeug vorziehen. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung Capgemini unter weit über 5.000 Konsumenten aus sechs Ländern. Bei den Bundesbürgern liegt der Anteil immerhin bei über 60 Prozent.

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Das autonome Fahren gilt als eines der Zukunftsthemen weithin. Doch obwohl hierzulande vielerorts schon eifrig auf Teststrecken automatisierte Fahrzeuge unterwegs sind, ist die Marktreife der Robo-Autos noch ein ganzes Stück weit entfernt.

Allerdings wirft die neue Technik eine ganze Reihe von (Sicherheits-) Fragen auf (VersicherungsJournal 17.8.2018, 21.11.2018, VersicherungsJournal Medienspiegel 9.10.2018). Zudem gibt es aufseiten der Unternehmen (VersicherungsJournal 15.1.2019) genauso Vorbehalte und Sicherheitsbedenken wie in der Bevölkerung.

So viele Verbraucher sind pro vernetzte Fahrzeuge eingestellt

Letzteres hat ganz aktuell die weltweit operierende Unternehmensberatung Capgemini untersucht. Für die Studie „The Autonomous Car. A Consumer Perspective“ hat das Capgemini Research Institute im Dezember 2018 über 5.500 Verbraucher in sechs Ländern befragt. Knapp 800 davon stammten aus Deutschland.

Die Unternehmensberatung berichtet im Ergebnis von einer steigenden Akzeptanz und Begeisterung für das autonome Fahren. Kann sich aktuell nur jeder vierte vorstellen, in ein selbstfahrendes Auto einzusteigen, so ist es in fünf Jahren bereits jeder zweite. Bis 2029 erhöht sich der Anteil der Capgemini-Untersuchung zufolge auf fast zwei Drittel.

Nationale Unterschiede

Ein Blick auf die einzelnen Länder offenbart zum Teil immense Unterschiede. So möchte sich derzeit bereits mehr als jeder dritte Chinese, aber nur rund jeder siebte Schwede in einem automatisierten Fahrzeug fortbewegen. Von den Bundesbürgern äußerte sich gut jeder Sechste entsprechend.

Zehn Jahre in die Zukunft geblickt sind deutlich höhere Anteile zu beobachten und die Abstände zusammengeschrumpft. So würden fast drei von vier chinesischen, aber nur gut die Hälfte der französischen Verbraucher ein selbstfahrendes Auto einem traditionellen Fahrzeug vorziehen. Bei den Deutschen sind es immerhin über 60 Prozent.

Umfrageergebnisse (Bild: Wichert)

Weitere Studienergebnisse

Weitere Ergebnisse der Studie: Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) ist bereit, bis zu 20 Prozent mehr für ein autonomes Fahrzeug zu bezahlen als für ein Standardmodell. In Deutschland liegt der Anteil sogar 61 Prozent. Andererseits ist aber auch insgesamt jeder Vierte überhaupt nicht bereit, dafür tiefer in die Tasche zu greifen.

Erhoben wurde im Rahmen der Untersuchung ferner, mit welchen Verbesserungen die Konsumenten durch das autonome Fahren rechnen. Wie Capgemini mitteilte, erwarten die befragten Verbraucher in erster Linie positive Effekte bei der Kraftstoffeffizienz (73 Prozent) und geringere CO2-Emissionen (71 Prozent), aber auch Zeitersparnis (50 Prozent).

„Trotz der überwiegend positiven Resonanz auf das autonome Fahren äußern viele Verbraucher noch Bedenken, insbesondere wenn es um die Sicherheit des Fahrzeuges (73 Prozent) und die Sicherheit des Systems (72 Prozent) geht“, stellt Capgemini heraus.

Laut der Unternehmensberatung stellt es für 71 Prozent eine wesentliche Hürde dar, dass autonome Fahrzeuge bei plötzlich auftretenden Zwischenfällen falsch reagieren könnten. Die 36-seitige Studie in englischer Sprache steht auf dieser Internetseite zum Download bereit.

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