Ärzte öffnen sich für Telemedizin

11.5.2018

Auf dem Deutschen Ärztetag haben die Mediziner auf Vorschlag der Bundesärztekammer das standesrechtliche Verbot der Telemedizin gelockert. Das berichtet Tagesschau.de. Wenn der Beschluss in die Berufsordnungen der Landesärztekammern übernommen wird, dürfen die Ärzte die Fernbehandlung ohne vorherigen persönlichen Kontakt zwischen Patienten und behandelndem Arzt durchführen.

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Josef Mischo (Bild: Bundesärztekammer)
Josef Mischo (Bild: Bundesärztekammer)

Das gelte „im Einzelfall“, wenn sie ärztlich vertretbar erscheine, die ärztliche Sorgfalt gewahrt wird und der Patient über die Besonderheiten dieser Beratungsform aufgeklärt wird, berichtet der Fernsehsender. Dr. Josef Mischo, Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer begründete die Reform: „Wir wollen und müssen diesen Prozess gestalten und dieses Feld mit unserer ärztlichen Kompetenz besetzen.“ Der persönliche Kontakt sei aber weiterhin der „Goldstandard“.

Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn habe die Entscheidung begrüßt, sie erspare den Patienten so unnötige Wege und Wartezeiten, schreibt die Tagesschau. Der CDU-Politiker wolle nun einen Runden Tisch mit Vertretern der Ärzteorganisationen, ihrer Selbstverwaltung sowie des Deutschen Pflegerates einberufen, um über die praktische Umsetzung des Beschlusses zu beraten.

Die Umsetzung wird von den privaten Krankenversicherern bereits erwartet. Gesellschaften wie Arag Krankenversicherungs-AG, Barmenia Krankenversicherung a.G. (VersicherungsJournal 31.1.2018), Debeka Krankenversicherungs-Verein a.G. oder Ottonova Krankenversicherung AG (VersicherungsJournal Medienspiegel 3.5.2018) arbeiten bereits mit Telemedizinern in der Schweiz zusammen, wo diese Dienstleistung schon legal ist.

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Gesundheitsreform
 
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