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Acht Lebensversicherer mit der Bestnote

6.11.2018 – Im aktuellen „Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer“ hat der Map-Report an acht Anbieter die Höchstnote „mmm“ für „hervorragende Leistungen“ vergeben. Spitzenreiter ist die Europa, gefolgt von der WGV und der Cosmos.

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Zum Jahresende 2017 hatten die deutschen Lebensversicherer noch 19,45 Millionen Kapitallebens-Versicherungen (KLV) im Bestand. In Relation zum Gesamtbestand (Hauptversicherungen) von rund 83,54 Millionen Policen entspricht dies einem Anteil von 23,3 Prozent.

Vor diesem Hintergrund betrachtet, wurde mit dem Map-Report 905 „Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer“ in diesem Jahr die dritte Auflage dieses Ratings veröffentlicht. Insgesamt waren 100 Punkte zu erreichen, ab 70 Punkten gab es die Bestnote „mmm“.

Bewertungskriterien

Am höchsten gewichtet hat die Map-Report-Redaktion den Bereich „Vertrag“. Hier wurden bis zu 40 Punkte in verschiedenen vergangenheits- und zukunftsbezogenen Modellrechnungen (Ablaufleistungen nach sowie Beispielrechnungen und Rückkaufswerte für verschiedene(n) Laufzeiten von Kapitallebens-, Sofort- sowie aufgeschobene Rentenversicherungen) vergeben.

Bis zu 36 Punkte ergaben die Bilanzkennzahlen. Zu ihnen zählen die Nettorendite, die der Versicherer mit seinen Kapitalanlagen erzielt, die RfB-Quote, die Verwaltungs- und Abschlusskostenquote, die Solvabilität, die Gesamtreservequote, die laufende Durchschnittsverzinsung und die Sicherheitsmittelquote.

Weitere 24 Punkte waren in der Rubrik „Service und Transparenz“ (unter anderem Storno, Beschwerden sowie Transparenz in der öffentlichen Darstellung) zu holen. Damit Schwankungen in einzelnen Jahren bei den Untersuchungskriterien nicht so stark ins Gewicht fielen, wurden im Bilanz- und Serviceteil Mittelwerte der vergangenen fünf Jahre (2013 bis 2017) für die Bewertung herangezogen.

Nur noch 19 Teilnehmer

Die Zahl der Teilnehmer war erneut rückläufig. Aktuell konnte nur noch an 19 Anbieter ein Rating vergeben werden. Im Vorjahr waren es noch 22 Gesellschaften (VersicherungsJournal 17.10.2017), bei der Premiere im Jahr davor sogar 32 Unternehmen (VersicherungsJournal 7.12.2016).

Dies dürfte auf den Rückzug diverser Anbieter aus dem Klassikgeschäft zurückzuführen sein. „Vielfach wurden die Absagen damit begründet, dass klassische Produkte nicht mehr im Fokus stünden und für den Vertrieb irrelevant seien“, hatte Map-Report-Chefredakteur Reinhard Klages bereits bei der letzten Auflage des Klassik-Ratings erläutert.

Nach seiner Ansicht wird dabei „mit dem Blick auf den Neukunden argumentiert. Aber was ist mit den Bestandskunden? Die dürften durchaus ein Interesse daran haben, wie sich ihr Anbieter im Vergleich zum Markt schlägt“, hatte Klages seinerzeit kritisiert.

Dass es auch anders geht, zeigen unter anderem die Beispiele Cosmos Lebensversicherungs-AG und Debeka Lebensversicherungs-Verein a.G. Obwohl hier die KLV und/oder aufgeschobene Rentenversicherungen nicht mehr zum Verkauf stehen, wurden dennoch – so weit wie möglich – alle relevanten Daten geliefert. Insgesamt enthält der Map-Report 905 Datenmaterial zu zahlreichen Kennzahlen von 64 Lebensversicherungs-Gesellschaften.

Acht „hervorragende“ Bewertungen

Die beiden vorgenannten Gesellschaften erhielten zusammen mit sechs weiteren Anbietern sogar die Höchstnote „mmm“ für „hervorragende Leistungen“. An der Spitze findet sich erneut die Europa Lebensversicherung AG wieder, die es aktuell auf 88,09 Punkte brachte. Ebenfalls über 80 Punkte erzielte die WGV-Lebensversicherung AG.

Dahinter folgen die Cosmos, die Hannoversche Lebensversicherung AG, die Debeka, die Huk-Coburg-Lebensversicherung AG, die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. sowie die Ideal Lebensversicherung a.G. mit Punktwerten zwischen knapp 80,0 und gut 70,0.

Dabei schaffte es die Huk-Coburg nach einem Jahr Rating-Abstinenz wieder in die Spitzengruppe. Die Ideal, die im Vorjahr bei der Teilnahme ebenfalls ausgesetzt hatte, verbesserte sich von einem „sehr gut („mm“) auf ein „mmm“ („ausgezeichnet“).

Die R+V Lebensversicherung AG hingegen, die im vergangenen Jahr noch zur Spitzengruppe gezählt hatte, wollte in diesem Jahr nicht an der Untersuchung teilnehmen. Die Inter Lebensversicherung AG erhielt in diesem Jahr nur noch ein „mm“ für „sehr gute Leistungen“.

Gesamtergebnis (Bild: Map-Report)
Bewertet wurden ausschließlich die am Rating teilnehmenden Gesellschaften. Punkte max. bedeutet bei einem Wert von unter 100, dass für die jeweilige Gesellschaft das Bewertungsraster an die gemeldeten Daten angepasst wurde. Benachteiligungen der Teilnehmer sollen dadurch verhindert werden. Für die Debeka lag die maximal erreichbare Punktzahl beispielsweise bei 80 Punkten. Das Koblenzer Unternehmen bietet die KLV und Aufschubrente aus den Beispielrechnungen nicht mehr an. Deshalb konnten 18 der maximal 40 möglichen Punkte im Vertragsteil nicht erzielt werden. Im Bereich Service/Transparenz waren die Fragen nach dem Onlinerechner und den AVB für die KLV nicht mehr relevant, so dass hier ebenfalls zwei Punkte weniger erreicht werden konnte. In der Summe konnte die Debeka damit 20 Punkte nicht erzielen, wodurch die maximal erreichbare Punktzahl auf 80 sank. Auf 100 Punkte normiert entsprechen die erreichten 61,30 Punkte damit 76,63 Punkten.
(Bild: Map-Report 905)

WGV gewinnt Bilanzwertung …

Im Bilanzteil (nach öffentlichen Daten aus den Geschäftsberichten) liegt die WGV mit 29,2 Punkten an der Spitze. „Und das, ohne auch nur einmal einen ersten Platz bei einer der bewerteten Bilanzkennzahlen zu belegen“, hebt Klages hervor.

Für hervorragende Ergebnisse komme es auf einen guten Mix an, nicht auf die eine alles überragende Kennzahl. Deshalb sei die WGV ein Paradebeispiel dafür, bei den einzelnen Kennzahlen nicht nur auf die Bestplatzierten zu schauen.

… mit einem guten Ergebnismix

„So rangiert der Bilanzsieger mit einer RfB-Quote von 27,90 Prozent auf Rang drei der 64 Gesellschaften. Neben dem 13. Platz bei der Verwaltungskostenquote mit 1,64 Prozent, wurde mit 3,55 Prozent der sechste Rang bei den Abschlusskosten erreicht. […] Mit einer Nettorendite von 4,31 Prozent genügte es für Position 35, bei der laufenden Durchschnittverzinsung wurde mit 3,83 Prozent Platz 14 eingenommen“, so der Map-Report-Chefredakteur weiter.

Hinzu kamen noch ein sechster Platz bei der SCR-Bedeckung (287 Prozent), Position vier bei der Sicherheitsmittelquote (19,2 Prozent) sowie Rang 50 bei der Gesamtreservequote (13,8 Prozent).

Auf den Positionen zwei bis vier in der Bilanzwertung liegen sehr dicht beieinander (zwischen 28,4 und 28,0 von 36 möglichen Punkten) die Europa, die Allianz Lebensversicherungs-AG und die Hannoversche.

Die Sieger in der Service- und Vertragswertung

Im Bereich Service und Transparenz setzte sich die Volkswohl Bund Lebensversicherung a.G. mit 21,1 von 24 erzielbaren Punkten gegen die Europa, die Interrisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group und die Hannoversche durch. Die drei letztgenannten Gesellschaften erhielten zwischen 19,9 und 19,0 Punkte.

Bei den Vertragsdaten ging die WGV mit 35,3 von 40 möglichen Punkten als Sieger hervor. Ebenfalls über 30 Punkte erzielten die Huk-Coburg, die Stuttgarter und die Europa.

Rating als „Sonderform des journalistischen Kommentars“

Die Map-Report-Redaktion will das Klassik-Rating als „Sonderform des journalistischen Kommentars“ verstanden wissen. „Es bewertet den Gesamteindruck des Unternehmens aus heutiger Sicht. Deshalb wird es nie objektiv sein.

Dabei wurde das Verfahren eines transparenten Ratings nicht zufällig gewählt. Ebenso wenig zufällig ist die Redaktion keine Ratingagentur, arbeitet also nicht im Auftrag der bewerteten Unternehmen. Wir sehen uns als Informations-Dienstleister“, heißt es im aktuellen Map-Report.

Weitere Studiendetails

Der Map-Report 905 „Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer“ enthält auf 83 Seiten umfangreiches Datenmaterial zu zahlreichen Bilanz-, Service- und Vertrags-Kennzahlen von 64 Lebensversicherungs-Gesellschaften. Weiterführende Informationen zu der Untersuchung sind auf dieser Internetseite zu finden.

Die Studie ist lieferbar als PDF-Datei für Unternehmen oder als gedrucktes Heft (Preise je ab 363 Euro inklusive Mehrwertsteuer) sowie im rabattierten Jahresabonnement. Bestellt werden kann unter diesem Link. Die Konditionen für das Jahresabonnement sind auf dieser Internetseite einzusehen.

 
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