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Aktualisierte Konkurrenzanalyse

1.10.2018 – Bei Lebensversicherungen sind neben dem problematischen Niedrigzinsniveau vor allem das Neugeschäft und die Ausstattung an Sicherheitsmitteln zentrale Themen. Bei vielen Kennzahlen gilt es zudem, die Bestandszusammensetzung zu berücksichtigen. Das gilt vor allem für beitragsfreie Verträge.

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Am 2. Oktober erscheint die Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2017. Auf über 150 Seiten werden wichtige Kennzahlen sowohl tabellarisch als auch grafisch dargestellt. Es handelt sich hier nicht um einen Vergleich der zehn größten Anbieter oder um 60 Gesellschaften mit 80 Prozent Marktanteil. Die Bilanzanalyse der Map-Report-Redaktion ist traditionell ein vollständiger Marktüberblick über die 82 deutschen Lebensversicherer.

Berücksichtigt werden auch Gesellschaften ohne Neugeschäft. Zwar sind Kennzahlen der „Run-Off-Gesellschaften“ nur bedingt mit den der aktiv verkaufenden Markteilnehmer vergleichbar. Dennoch sind sie Teil des Marktes mit Millionen von Verträgen im Bestand. Somit lohnt sich auch hier ein genauerer Blick in die Bücher.

In den Ratings der Map-Report-Redaktion zeigt sich immer wieder, dass bilanzstarke Gesellschaften tendenziell auch bei den Kennzahlen der Bereiche Service- und Vertragsdaten besser abschneiden als Anbieter mit schwächeren Bilanzdaten.

Und so bilden neben klassischen Bilanzkennzahlen wie Nettorendite, Verwaltungskosten- und Abschlusskostenquote, Beitragseinnahmen, Marktanteilen und weiteren Kennziffern Bestands- und Neugeschäftsentwicklungen einen Analyse-Schwerpunkt. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2017 eher durchwachsen. Im Neugeschäft zeigten sich jedoch auch positive Tendenzen.

Zusätzlich enthält die Bilanzauswertung zu fast allen Kennzahlen grafische Übersichten. Anhand der Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr werden jeweils die zehn besten und die zehn schlechtesten Gesellschaften abgebildet.

Beitragsfreie Verträge

Bei vielen Kennzahlen gilt es, die Bestandszusammensetzung zu berücksichtigen. Das gilt vor allem für beitragsfrei gestellte Verträge. Deren Anteil stieg zum Jahresende 2017 auf durchschnittlich 27,38 Prozent. Mehr als jeden vierten Vertrag können oder wollen die Kunden also nicht mehr bedienen.

Map-Report 904 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)
Quelle: Map-Report 904 (Bild: VersicherungsJournal-Verlag)

Während Rentenversicherungen (27,78 Prozent), KLV (25,58 Prozent) und fondsgebundene Verträge (23,93 Prozent) sich in etwa auf Durchschnittsniveau bewegten, waren bei der RLV nur 16,85 Prozent aller Verträge beitragsfrei gestellt. Über alle Sparten zeigte sich eine weiterhin steigende Tendenz.

Die Werte zur Beitragsfreistellung sollten nicht überbewertet und im Zusammenhang mit dem Bestand betrachtet werden. Denn wenn hier Einmalbeitrags-Versicherungen, wie bei Restschuld üblich, und solche mit beispielweise planmäßig nur fünfjähriger Beitragszahlungsdauer als beitragsfrei gestellte Policen mitgezählt werden, liegt gar keine nachträgliche Beitragsfreistellung vor.

Bei Direktversicherungen, Entgeltumwandlungen und Basisrenten ist statt einer Kündigung regelmäßig nur die Beitragsfreistellung möglich. Wer hier gut verkauft hat, senkt die Kündigungs- und erhöht die Beitragsfreistellungs-Quote.

Für die Risiko-Lebensversicherung bieten viele Anbieter weder die Möglichkeit eines Rückkaufswertes bei Kündigung, noch die einer Beitragsfreistellung. Vielmehr endet der Vertrag meist ersatzlos, wenn keine Beiträge mehr gezahlt werden. Wenn ein Lebensversicherer sich also kundenfreundlich verhält und eine beitragsfreie Leistung gewährt, hat er auch eine entsprechend hohe Quote an beitragsfreien Verträgen.

Hinzu kommt, dass ein beitragsfrei gestellter Vertrag im Bestand bleibt und jedes Jahr wieder in die Quote eingeht. Eine gekündigte Police wird hingegen nur in dem Jahr berücksichtigt, in dem sie gekündigt wurde.

 
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