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Generalüberholung zur Volljährigkeit

21.3.2018 – Ein wesentliches Kriterium im PKV-Rating sind die Entwicklungen der Bestandsbeiträge. Erstmals wurden deshalb die Beitragsanpassungen des gesamten Bestandes an Vollversicherten in der Bewertung des Vertragsteils aufgenommen. Im Servicebereich wurde das Gesundheitsmanagement vollständig erneuert und mit der Bewertungsreservequote nebst neuer Punktverteilung wurde auch der Bilanzteil aktualisiert.

Am 22. März erscheint die Neuauflage „Rating Private Krankenversicherung“ der Map-Report-Redaktion. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2000 wurde die Systematik immer weiter modifiziert. Auch in diesem Jahr gab es Neuerungen in allen drei Teilbereichen des Ratings.

Keine Jubiläumsausgabe

Obwohl das neue PKV-Rating die Nummer 900 trägt, handelt es sich hier nicht um ein kleines Jubiläum. Seit der Gründung im Jahr 1990 wurde die Nummerierung mehrfach geändert. Bis zur Übernahme der Marke Map-Report durch den VersicherungsJournal-Verlag zum Ende des Jahres 2014, waren die Nummern abhängig von der Anzahl der Seiten des jeweiligen Heftes.

Bis zu einer Seitenanzahl von 40 bis 60 Seiten, wurden die Hefte mit einer Nummer versehen. Ab einem Umfang von über 60 Seiten hatten die Hefte zwei Nummern. Das neue PKV-Rating hätte nach der alten Nummerierung bei einem Umfang von über 80 Seiten damit beispielsweise die Nummer 900-901 erhalten.

Nach dem Tod des Firmengründers und geistigen Vaters Manfred Poweleit, waren leider nicht mehr sämtlich Ausgaben der alten Map-Report-Ausgaben auffindbar. Insofern lässt sich heute auch nicht mehr nachvollziehen, wie viele Hefte seit 1990 tatsächlich veröffentlicht wurden.

Neue Bewertung

Die aktuelle Bewertung ist mit der des Vorjahres nicht direkt vergleichbar. Im Bilanzteil wurde mit der Bewertungsreservequote eine Größe neu aufgenommen. Der Hintergrund ist dabei die Aussagekraft der Nettorendite. Denn vor allem zur Nettorendite gibt es seit einigen Jahren kontroverse Meinungen.

Ein Teil der Erträge aus Kapitalanlagen wird als „Gewinne aus dem Abgang aus Kapitalanlagen“ bilanziert und beinhaltet die Realisierung von Bewertungsreserven. Aus diesem Grund wurde auch die Bewertungsreservequote im Fünf-Jahres-Durchschnitt im Rating aufgenommen. Zur Kennzahleninterpretation der bewerteten Bilanzdaten hilft auch ein Blick in Map-Report 894, Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 2007 bis 2016.

Zudem wurde die Punktvergabe im Bilanzteil variiert. Statt wie bisher 36 Punkte wurden für die Bilanzkennzahlen in der Summe nur noch 30 Punkte vergeben. Zudem wurden nicht mehr sämtliche Quoten mit einheitlich vier Punkten bewertet.

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote beispielsweise setzt sich aus der Schadenquote sowie der Verwaltungs- und der Abschlusskostenquote zusammen. Weil aber auch die Kennzahlen der Verwaltungs- und Abschlussauswendungen noch einmal separat in die Bewertung einfließen, wurde für diese beiden Werte die Höchstpunktzahl von bisher vier auf zwei gesenkt. Das Ziel ist dabei, eine doppelte Bewertung möglichst gering zu halten.

Ähnlich verhält es sich auch bei der Überschussverwendungsquote, der RfB-Zuführung und der Vorsorgequote. In allen drei Kennzahlen spielen die Aufwendungen zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung eine Rolle. Deshalb wurden jetzt auch die RfB-Zuführungs- und die Vorsorgequote mit zwei statt wie bisher mit vier Punkten bedacht.

Überarbeitetes Gesundheitsmanagement

Map-Report 900 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)
Quelle: Map-Report 900 (Bild: VersicherungsJournal-Verlag)

Im Servicebereich wurde das Thema „Gesundheitsmanagement“ überarbeitet. Hier wurden die Fragen an die aktuellen Trends angepasst und die wichtigsten branchenrelevanten Themen aus den Bereichen Versorgung akut erkrankter Versicherter sowie Versorgung von chronisch erkrankten Versicherten untergebracht.

Insgesamt 22 Fragen, die oftmals noch weiter unterteilt wurden, mussten die Versicherer hier beantworten, sofern ein entsprechender Service für die Versicherten angeboten wird. Diesem Themenkomplex wurde eine höhere Bedeutung als im Vorjahres-Rating beigemessen und die maximale Punktzahl von drei auf acht erhöht.

Neuer Verteilungsschlüssel, neues Beispiel

Auch im Vertragsteil gab es Änderungen. Während für den Abschnitt „Flexibilität der Verträge“ bis zu zehn statt wie bisher fünf Punkte vergeben wurden, gab es für die einzelnen Musterbeispiele zu den Beitragsverläufen weniger Punkte.

Auf das Fallbeispiel der Beitragsentwicklungen für den Angestellten ab dem Jahr 2000 entfällt mit sechs Punkten zwar immer noch die höchste Gewichtung aller einzelnen Kennzahlen. Bisher wurden für dieses Beispiel jedoch bis zu acht Punkte vergeben und damit doppelt so viele wie für die höchsten zu erzielenden Punktzahlen bei den Bilanz- und Servicekennzahlen.

Der Vertragsteil wurde zudem um einen Fall erweitert. Die Beitragssteigerungen basieren hier auf dem Bafin-Nachweis 230. Berücksichtigt werden dabei die Beitragsanpassungen in Monatssollbeiträgen für den gesamten Bestand an Vollversicherten.

Um die Teilnehmer bei der Beantwortung des ohnehin sehr umfangreichen Fragebogens nicht zu sehr zu beanspruchen, wurden diese Daten lediglich für fünf Jahre abgefragt. Der zusätzlichen Bitte, die Werte nach Möglichkeit für die letzten zehn Jahre mitzuteilen, kamen nur drei Versicherer nach.

Natürlich bietet der bisherige Untersuchungszeitraum von fünf Jahren noch keinen ausreichenden Stichprobenraum für konkrete Aussagen zu den mittel- und langfristigen Beitragsanpassungen des Bestandes. Aber es ist ein Anfang.

 
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