Sieben Gesellschaften wurden bewertet

29.1.2018 – Das neue Fondspolicen-Rating basiert auf Bilanz-, Service- sowie Vertragskennzahlen, ergänzt um eine ausführliche Auswertung zu Fonds-Daten, und verdichtet diese als Beitrag zur Meinungsbildung. Inhaltlich unterscheidet sich die Analyse vom Rating der Bruttotarife durch eine eigenständige Bewertung der Fonds- und Vertragsdaten. Die Vertragswertung beruht dabei nicht ausschließlich auf Beispielrechnungen, sondern beinhaltet auch Leistungen und Kosten sowie die Flexibilität der Tarife.

WERBUNG

Am 30. Januar erscheint der zweite Teil des Fondspolicen-Ratings der Map-Report-Redaktion. Diese Ausgabe widmet sich den Nettopolicen.

Honorarberater und der provisionsbasierte Vertrieb stehen sich nicht immer wohlgesonnen gegenüber. Kritisiert wird am Provisionsmodell zum einen, dass Versicherungsvermittler durch die Vergütung über Provisionen finanziell von erfolgreichen Vertragsabschlüssen abhängig gemacht werden.

Unterschiede zwischen Brutto- und Nettopolicen

Denn ihre Provision bekommen sie nur, wenn sie einen Versicherungsvertrag vermitteln. Dadurch werde eine unabhängige Kundenberatung erschwert. Zum anderen entnehmen Versicherungsunternehmen die Kosten für Vermittlungsprovisionen in der Regel den Beiträgen des Versicherungsnehmers. Der Anlagebetrag verringert sich so um die Höhe der Provision.

Anders als bei klassischen Provisionsprodukten wird bei Nettopolicen die Provision für den Vertragsabschluss direkt vom Kunden vergütet. Auf Grundlage einer Honorarvereinbarung erhält der Vermittler ein individuell vereinbartes Honorar. Im Gegensatz zum Provisionsmodell ist dieses Honorar auch vom Fortbestand des Versicherungsvertrages unabhängig: Das Beratungshonorar – beziehungsweise insbesondere die Vermittlerprovision – ist also auch dann weiter zu zahlen, wenn die Versicherung stillgelegt oder gekündigt wird.

Welches Modell letztlich auch favorisiert wird: Unabhängig von der Form der Vergütung ist es wichtig, transparent und fair vorzugehen und das Interesse des Kunden im Blick zu behalten. Zumal Mutmaßungen, wonach in der Honorarwelt grundsätzlich ehrliche und ausschließlich im Kundeninteresse verpflichtete Berater unterwegs sind, während auf der Provisionsseite verdeckte Eigeninteressen regieren, ziemlich blauäugig sein dürften.

Map-Report 899 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)
Quelle: Map-Report 899 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)

Unterschiede zum Map-Report Nr. 898

Inhaltlich unterscheidet sich dieses Heft vom Fondspolicen-Rating deutscher Lebensversicherer: Bruttotarife, Map-Report Nr. 898, vor allem in der Fonds- und Vertragsbewertung. Für beide Bereiche gibt es eigenständige, nur auf den Anbietern von Nettotarifen basierende Bewertungsraster.

Unberührt von Änderungen blieben hingegen die Bilanzdaten sowie die Servicekennzahlen. Beide Bereiche umfassen im Rahmen des Unternehmensratings das vollständige Produktangebot der Versicherer. Damit wird bei diesen Daten weder ausschließlich auf fondsgebundene Produkte abgestellt noch auf provisionsbasierte oder Honorarberatung.

Bisher ist die Anzahl der Anbieter von Nettopolicen im Verhältnis zum Gesamtmarkt noch recht überschaubar. Rund zwei Dutzend Gesellschaften sind hier aktiv. Wir hielten es dennoch für angemessen, auch diese Verträge in einem Rating zu berücksichtigen.

Dreiteilung der Vertragsbewertung

Die Bewertung im Vertragsteil wurde in drei Teilsegmente aufgeteilt. Neben Beispielrechnungen zu vorgegebenen Vertragskonstellationen spielen auch die Leistungen und Kosten sowie die Flexibilität der Verträge eine Rolle. Alle drei Bereiche werden gleich gewichtet und fließen mit jeweils zehn Prozent in die Gesamtbewertung ein.

Bei den Beispielrechnungen stehen der garantierte und der aktuelle Rentenfaktor im Focus der Bewertung. Damit die Vertragsdaten für den Leser besser einzuordnen sind, werden auch die möglichen Monatsrenten sowie die möglichen Kapitalabfindungen mit veröffentlicht. Zudem werden auch die wichtigsten Kostenarten (Abschluss- und Vertriebskosten, Kosten pro Beitrag, Stückkosten sowie die Kosten auf den Policenwert) mit abgebildet.

Bei den Leistungen und Kosten der Verträge wird beispielsweise untersucht, wie hoch die bei Vertragsabschluss einmalig anfallenden Abschluss- und Vertriebskosten für die Laufzeiten über 20, 30 und 40 Jahre sind, in welcher Höhe Kosten ab Beginn der Rentenbezugsphase anfallen oder bis wann und in welcher Höhe Stornoabschläge erhoben werden.

Unter die Bewertung der Vertrags-Flexibilität fallen beispielsweise Aspekte wie die Höhe des Mindestbeitrags pro Fondspolice, wie oft ein Umschichten (Shift) des Fondsguthabens pro Jahr kostenlos möglich ist oder wie häufig die Änderung der Aufteilung des Sparbeitrags (Switch) pro Jahr kostenlos vorgenommen werden kann.

 
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG
Mit Storytelling Kunden gewinnen

Kunden gewinnen mit Vorträgen

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Zahlen und Daten mittels einer Geschichte zu veranschaulichen? Storytelling in Gespräch und Vortrag zieht die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden auf Ihr Thema.

In diesem Praktikerhandbuch wird erklärt wie!

Mehr Informationen...

WERBUNG