Anzahl der Teilnehmer verdoppelt

15.1.2018 – Das Grundgerüst dieses Ratings bildet die bekannte Aufteilung in Bilanz-, Service- und Transparenz- sowie Vertragsdaten aus unseren LV- und PKV-Ratings, ergänzt um den Bereich „Fonds“ als viertes Bewertungskriterium.

WERBUNG

Am 16. Januar erscheint als Heft 898 das neue „Fondspolicen-Rating deutscher Lebensversicherer: Bruttotarife“ der Map-Report-Redaktion.

Die Frage, ob Fondspolicen für die Grundversorgung im Alter geeignet sind, ist allerdings umstritten. Befürworter und Gegner fondsgebundener Verträge dürften sich zumindest in dem Punkt einig sein, dass die Renditen – insbesondere bei langen Laufzeiten – deutlich besser, aber auch wesentlich niedriger als bei konventionellen Policen sein können.

In diesem Rating wird die Leistungsfähigkeit der Anbieter aus Verbrauchersicht beleuchtet. Die Untersuchung erstreckt sich von den für Kunden relevanten Bilanz- und Servicekennzahlen über Flexibilität und Transparenz bis hin zur Fondsanalyse und zu Vertragsbeispielen.

Größere Teilnahmebereitschaft

Erfahrungsgemäß beteiligen sich Versicherer nur ungern an neuen Umfragen. In der Erstauflage im Sommer 2016 war es gerade einmal möglich, sieben Gesellschaften zu bewerten. Mit der Neuauflage konnten wir die Teilnehmeranzahl auf insgesamt 14 Gesellschaften zwar verdoppeln.

Ursprünglich gingen wir von 22 Teilnehmern aus. Doch mit zunehmenden Rückfragen zu den (unvollständig) gemeldeten Daten stiegen leider auch die Absagen. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Und auch die Rückmeldungen aus der Branche belegen, dass durchaus Interesse an aussagekräftigen Vergleichen zu den zukunftsträchtigen Fondspolicen besteht.

Hochwertige Teilnehmer

Über die gesamte Bewertung geht der Sieger mit 73,38 von maximal 100 Punkten aus dem Rennen. Der Vorsprung ist dabei denkbar knapp. Der Zweitplatzierte folgt mit 73,32 Punkten, der dritte Rang wurde für 72,11 Punkte vergeben.

Unter den 14 bewerteten Gesellschaften gab es ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Die vier Teilbereiche des Ratings weisen jeweils unterschiedliche Gewinner aus. Aufgrund der hohen Qualität der Teilnehmer ist der Abstand bei den erzielten Punkten sehr gering.

Map-Report 898 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)
Quelle: Map-Report 898 (Bild: VersicherungsJournal Verlag)

Ausführliche Fonds-Analyse

Für die Bewertung der Versicherungen in puncto Fonds werden objektive Kriterien herangezogen. Hier stehen Umfang und Qualität angebotener Fonds und Portfolien im Fokus.

Geprüft wird zum Beispiel, auf wie viele Fonds und Portfolien ein Versicherungsnehmer zurückgreifen kann. Je mehr Fonds zur Verfügung stehen, desto besser für den Anleger. Entscheidend sind hier jedoch weitere Punkte, denn die schiere Anzahl an Fonds sagt nicht zwingend viel aus. So wird etwa die Diversifikation geprüft, also in wie vielen Kategorien beziehungsweise Märkten überhaupt Fonds zur Auswahl angeboten werden.

Bei der Fondsqualität wird der Erfolg der eingesetzten Fonds bewertet. Wichtig ist hierbei, dass sowohl die erzielte Performance als auch das Risiko des Fonds berücksichtigt werden. Dabei spielen auch die Kosten eine wichtige Rolle, da diese die Performance eines Fonds nachhaltig negativ beeinflussen.

Bei der Bewertung der Fondsselektion wird die Fähigkeit der Versicherung bewertet, Fonds nach objektiven qualitativen Kriterien zu selektieren. Hierbei steht die Qualität der Selektionsprozesse im Fokus. So wird unter anderem bewertet, nach welchen Kriterien Einzelfonds auf Eignung für eine langfristige Altersvorsorge geprüft werden.

Qualitätskriterium Monitoring

Das Monitoring befasst sich mit der Überwachung der Fonds und Portfolien. Entscheidend ist hierbei, ob sich eine Versicherungsgesellschaft die Mühe macht, die angebotenen Investmentfonds auch regelmäßig auf deren Qualität zu prüfen.

Das letzte Prüfkriterium ist das Ablaufmanagement. Dieses regelt, was mit dem angesparten Vermögen des Anlegers am Ende der Beitragszahlungsdauer passiert. Gute Versicherer helfen dem Kunden, indem sie zum Beispiel rechtzeitig vor Rentenbeginn Lösungen anbieten. Die Idee: Wenn ein Kunde schon frühzeitig langsam beginnt, aus risikobehafteten in risikoarme Wertpapiere umzuschichten, umgeht er das Risiko möglicher Börsenturbulenzen zum Auszahlungszeitpunkt.

Bewertet wird hier, in welchem Zeitraum vor Ende der Aufschubzeit ein Ablaufmanagement zur Risikominimierung angeboten wird, ob die Teilnahme der Versicherten daran freiwillig oder obligatorisch ist und welche Alternativen den Kunden angeboten werden.

Bilanzkennzahlen

Es gibt kein Map-Report-Rating ohne die wichtigen Bilanzkennzahlen. Sie sind vor allem deshalb auch bei Fondspolicen wichtig, weil die Anlage in der Rentenbezugsphase in der Regel im Deckungsstock und nicht in Fonds stattfindet.

Im Vergleich zum Klassik-Rating und zum Biometrie-Rating der Map-Report-Redaktion ist der Bilanzteil jedoch deutlich niedriger gewichtet. Statt mit 36 Punkten, wie in den Klassik- und Biometrie-Ratings, entfallen auf die Bilanzkennzahlen im Fondspolicen-Rating nur 20 Punkte.

Vertragsdaten

Im Zusammenhang mit Fondspolicen ist oft die Rede von höheren Renditechancen und Risiken als bei klassischen Produkten. Und darin liegt unseres Erachtens auch der eigentliche Sinn dieser Verträge. Wer mehr will, muss auch bereit sein, ein höheres Risiko zu tragen.

Zu den bewerteten Vertragskennzahlen gehören der garantierte sowie der aktuelle Rentenfaktor aus einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Untersucht werden dabei Verträge ohne Garantien (nur der Rentenfaktor ist garantiert).

Seit einigen Jahren werden jedoch auch zunehmend Fondspolicen mit Garantien ausgestattet. Diese Vertragsdaten werden zwar auch mit veröffentlicht, haben allerdings ausschließlich informativen Charakter. Das liegt einerseits daran, dass nur sechs Gesellschaften überhaupt Daten für Tarife mit Beitragsgarantie mitteilten.

Dabei ist die Höhe der Beitragsgarantie wiederum auch nicht einheitlich, so dass eine entsprechende Clusterung erforderlich wäre, die bei lediglich sechs Tarifen aber auch nicht wirklich sinnvoll erschien. Zudem wäre auf die Art der Garantiebildung zu achten (im Deckungsstock oder ausgelagert, beispielsweise bei der Fondsgesellschaft). Erschwerend käme noch hinzu, dass Zwei- und Drei-Topf-Hybride völlig unterschiedliche Produkte sind.

Sicherheit durch Rentenfaktor

Bei den risikoreicheren Verträgen ohne Garantien ist die Rente abhängig von der Wertentwicklung der Fonds und mit Ausnahme des Rentenfaktors werden keine Sicherheiten geboten. Der Versicherte kann also nicht mit einer Mindestrente, sondern lediglich mit einem Umrechnungsfaktor kalkulieren. Der Rentenfaktor zeigt, wie viel Rente pro 10.000 Euro Fondsguthaben zu Rentenbeginn monatlich mindestens gezahlt wird.

Die Kapitalabfindungen und monatlichen Rentenzahlungen, die die Anbieter prognostizieren, runden das Gesamtbild eines Angebots ab. Ebenso wie der Rentensteigerungssatz flossen diese Daten jedoch nicht in die Bewertung ein. Denn diese Werte sind Momentaufnahmen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, werden nicht garantiert und können am Ende der Vertragslaufzeit erheblich von der einstigen Hochrechnung abweichen.

Zusätzlich enthält dieser Bereich einen umfangreichen Fragenkatalog zu den Leistungen, Kosten und der Flexibilität der Verträge.

Weitere Informationen

Detaillierte Zusatzinformationen zu diesem Rating bietet die aktuelle Bilanzanalyse deutscher Lebensversicherer 2016, Map-Report Nr. 895.

Auf 168 Seiten gibt diese Auswertung ausführliche Einblicke in die Geschäftsentwicklung der Branche, unterstützt die Interpretation der verwendeten Ratingkennzahlen und gewährleistet einen schnellen Überblick über den Stand und die Entwicklung der Geschäftsergebnisse.

Informationen zu den neuen Preisen des Map-Reports enthält der Artikel „Neue Preise beim Map-Report“.

 
WERBUNG
WERBUNG
Mit Storytelling Kunden gewinnen

Kunden gewinnen mit Vorträgen

Haben Sie schon einmal daran gedacht, Zahlen und Daten mittels einer Geschichte zu veranschaulichen? Storytelling in Gespräch und Vortrag zieht die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden auf Ihr Thema.

In diesem Praktikerhandbuch wird erklärt wie!

Mehr Informationen...