Versicherungen treiben niemanden in den Ruin

6.8.2014 – Kostenehrlichkeit gibt es bislang nur in der Versicherungsbranche, und die reicht vollkommen aus. Wo gibt es diese denn sonst?

Wenn ich heute ein Auto neu kaufe, weiß ich nur, dass das Ding vom ersten Tag an deutlich weniger Wert hat als den Kaufpreis. Schon alleine deswegen, weil beinahe ein Fünftel des Kaufpreises via Umsatzsteuer an den Staat fließt. Und nur die wird im Kaufpreis ausgewiesen.

Wer wie viel an diesem Luxusgegenstand verdient und was dessen Produktion an Kosten verursacht, fällt dagegen komplett unter den Tisch. Und so ist es mit allen anderen Gütern und Dienstleistungen auch, bei denen es teilweise um deutlich höhere Summen geht als bei Versicherungsprodukten und bei denen der Verbraucher einiges mehr aufs Spiel setzt.

Ich habe noch nie davon gehört, dass eine Versicherung jemanden in den Ruin getrieben hat, eher das Gegenteil davon. Die Investition für ein Auto oder eine Immobilie dagegen schon eher. Und wo bleiben hier die Verbraucherinteressen in Sachen Kostenehrlichkeit?

Es muss endlich Schluss sein, den Verbraucherschutz in der Versicherungsbranche ständig als unzureichend darzustellen. Er ist so hoch wie in keiner anderen Branche, und mit ihm auch die Kostentransparenz.

Es wäre ein Wunschtraum, wenn andere Branchen dem Beispiel der Versicherungsbranche folgen würden, wünschenswerterweise auch mit politischem Zwang. Doch das werden wir wohl nicht mehr erleben.

Marcello Straface

m_straface@yahoo.de

zum Leserbrief: „Kostenehrlichkeit muss gestärkt werden”.

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