14.7.2010 – Die PKV selbst wird nicht müde, die Alterungsrückstellungen als einen wesentlichen Vorteil ihres Systems zu rühmen – nur so sei man demografiesicher.
Für weniger als 10 Prozent der Bevölkerung (Beamte sind wegen der Restkostenversicherung nur anteilig zu berücksichtigen) hat die Branche Alterungsrückstellungen von circa 144 Milliarden Euro aufgebaut. Selbst bei großzügiger Schätzung der Rückstellungen in Zusatzversicherungen würde „PKV für alle“ unter anderem den Aufbau von mehr als 1.000 Milliarden Euro zusätzlicher Alterungsrückstellungen erfordern.
Stellt man dem die aktuell ungefähr 650 Milliarden Euro Marktkapitalisierung des DAX gegenüber, wird offensichtlich, dass ein vollständiger Systemwechsel zumindest mit gewaltigen Risiken und Nebenwirkungen behaftet ist.
Frank Golfels
zum Leserbrief: „PKV für alle”.




