Kein Ersatz für fachmännische Beratung

18.8.2014 – Der Ratgeber versucht, die Nöte des angehenden Rentners zu beleuchten. Vom Ansatz her verdienstvoll, doch leider teilweise recht praxisfremd.

Wer – wie ich – über 65 ist, ist natürlich dankbar über Hinweise zur Rente. Auf was muss geachtet werden, wo sind die Stolpersteine und so weiter? Da bedarf es einer fachmännischen Beratung. Das Büchlein ist dafür kein Ersatz.

Auch der Hinweis, die Verbraucherzentralen könnten Hilfestellung geben, ist wohl mehr Eigenwerbung als Hilfe. Schließlich kostet eine Beratung zwischen ein Euro und drei Euro je angefangener Minute. Da kann ein Beratungstelefonat richtig ins Geld gehen. Und der Berater haftet noch nicht einmal für seine Tipps. Eine vollständige Liste aller Rentenberater hätte ich für besser empfunden.

Und dann die Ausführungen zu Versicherungen. Hier wird der Rentner in spe verunsichert, weil wichtige Informationen vorenthalten werden. Da ist einmal zu nennen, dass die verschiedenen Vermittlertypen nicht aufgelistet und erklärt werden. Für die Autoren sind das alle Verkäufer, die den alten Menschen etwas andrehen wollen.

Da werden Urteile über den Sinn und Unsinn von Versicherungen gefällt, ohne die besondere Situation älterer Menschen zu berücksichtigen. Rechtsschutz zum Beispiel ist aus meiner Sicht gerade für ältere Mitbürger wichtig, eine Unfallversicherung mit Assistanceleistungen auch, um nur ansatzweise kritikwürdige Beispiele zu nennen.

Eberhard Julius Rüdiger

info@versicherungsmakler-ruediger.de

zum Artikel: „Was angehende Rentner wissen sollten”.

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