21.6.2023 – Das Thema Honorar wird seit vielen Jahren diskutiert und wäre sicherlich ein gewisser Fortschritt. Es kann jedoch aus meiner Sicht nur funktionieren, wenn es eine einheitliche Honorarordnung gäbe, welche unabhängig von Interessen der Produktlieferanten für den gesamten Markt gelten würde.
Sobald jedoch paralell hierzu Direktanbieter, Banken, Autohäuser und sonstige nach wie vor Versicherungen auf Provisionsbasis oder als Ramschware via Internet verkaufen können, schaffe ich einen Zweitmarkt für den Billigabsatz, was der Qualität und Komplexität der Versicherung nicht gerecht wird.
Auch heute können Berater viele Bereiche schon nicht mehr wirtschaftlich im Vertrieb einbringen, weil der Aufwand schlicht nicht verdient werden kann. Auch die leidige Stornohaftung kann als Unternehmer nicht skaliert werden, weshalb es Sinn macht, ein für den Markt einheitliches Model zu finden, auch wenn dies den Anbietern gegebenenfalls nicht Recht ist.
Es wird Zeit, dass der Markt von den Kunden und Maklern kontrolliert wird und nicht mehr von den Produktlieferanten, welche Berater häufig eher als nützliches Übel betrachten und nicht als Imageträger.
Auch ist erforderlich, dass es einheitliche Honorarsätze gibt, welche von unabhängigen Institutionen erarbeitet werden, und wer sich die Beratung dann nicht leisten kann, könnte staatliche Kostenerstattung für eine Grundversorgung anfordern. Verbraucherschützer haben hier nichts zu suchen und verfremden den Markt, was man zum Beispiel bei Riester gesehen hat!
Hans-Jürgen Kaschak
zum Artikel: „Wie viel Honorar Kunden für eine Beratung zu zahlen bereit sind”.




