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Zur Not müssen die Überschüsse ganz entfallen

25.9.2017 – Ein vernünftiges Zusammenspiel zwischen Garantien und Überschussbeteiligung kann es bei 0,9 Prozent Garantiezins ja auch geben. Wenn aber zwischen drei und vier Prozent Garantiezins im dauerhaften Niedrigzinsumfeld nicht mehr erwirtschaftet werden können, und dies in einer Masse von Verträgen, bleibt für Überschüsse kein Raum mehr. Dann geht es nur noch darum, mit welchen Mitteln diese Garantien gesichert werden können.

Das ist Aufgabe der Aufsicht – zur Not müssen dann die Überschüsse ganz entfallen. In der Kur kann man ja noch meinen, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Gesundheitsmaßnahmen und Freizeitvergnügen sei anzustreben. Wer aber solche Anregungen gibt, wenn die Ärzte beim Patienten auf der Intensivstation um dessen Überleben kämpfen, der hat wohl den Ernst der Situation noch nicht so recht verstanden.

Wenn jetzt die Finanzierungs-Bemühungen der Zinszusatzreserve (ZZR) vermehrt und die Bewertungsreserven dazu vor einer vorzeitigen Ausschüttung bewahrt werden müssen, liegt dies auch mit daran, dass in den Jahren zuvor noch zu wenig und zu spät getan wurde. Jeder Euro, der in die Überschüsse geflossen ist, erschwert es jetzt, die Garantien zu sichern.

Und jeder Euro, um den die ZZR entlastet würde, damit er die Überschüsse erhöhen kann, wird die Sicherung der Garantien künftig noch mehr erschweren oder auch ganz unmöglich machen. Den Aufbau der ZZR zu strecken und damit in Zeiten noch größerer Notlage zu verschieben, gefährdet die Erfüllung der Garantien.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „ZZR: Keine einseitigen Entlastungen für die Lebensversicherer”.

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