Wunsch der Politik nach Stärkung der Honoraberatung wird gefördert

1.12.2021 – Auf die Möglichkeit provisonsfreier Riester-Tarife mit Honorar als Mittel zum Erhalt der Beitragsgarantie hatte ich hier schon am 28. April  2021 hingewiesen. Und abschließend: „Auch die vorhandenen Möglichkeiten lassen also in betrieblichen Altersversorgung oder Riester-Rente ohne weitere gesetzliche Maßnahmen geeignete Tarifgestaltungen auch mit 0,25 Prozent Rechnungszins zu. Es besteht daher eigentlich keinerlei Handlungsdruck für die Politik, einem bereits länger gehegten Wunsch der Versicherer nach Senkung der Beitragsgarantie nachzukommen. Man kann zunächst die Ideen der Produktschmieden abwarten.”

Diese Ideen sind nun also da. Dies lag indes doch derart auf der Hand, dass man es nur als bewusste Entscheidung anderer Versicherer sehen kann, wenn sie diesen Weg nicht gehen. Dass der Gesetzgeber sich wegen der Verweigerer aber veranlasst sieht, die Beitragsgarantie aufzuweichen, ist nun doch sehr fraglich.

Vielleicht werden nun also andere Versicherer folgen und auch Riester-Nettopolicen anbieten. Damit jedenfalls wird durch den Druck der niedrigen Garantieverzinsung ganz nebenbei auch der Wunsch der Politik nach einer Stärkung der Honoraberatung gefördert.

Wenn andere nicht folgen: Höhere Marktanteile Einzelner sind auch zielführend, um die übrigen Kosten zu senken. Offenbar ist auch mit Honorar statt Provision eine Beratung zu solch kleinpreisigen Produkten wie Riester möglich. Honorarberatung sollte also wohl kaum den normalen Verbraucher von guter Beratung abschneiden.

Peter Schramm

info@pkv-gutachter.de

zum Artikel: „Mindestens drei Riester-Anbieter machen weiter”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

+Axel Götz - Das klingt zu schön, um wahr zu sein. mehr ...

Peter Schramm - Auch Honorarberater können quersubventionieren. mehr ...

Rüdiger Falken - Versicherungsberater wird leistungsgerecht vergütet. mehr ...

Leander Nico Palitzsch-Grawert - Honorarvermittler sind keine Honorarberater. mehr ...

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