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Wortwahl und Tenor sind kennzeichnend

9.12.2019 – Populismus ist doch aber – so möchte ich den Leserbrief von Rolf Kischkat ergänzen – doch schon immer die bevorzugte Methode des Bundes der Versicherten unter Axel Kleinlein gewesen. Das sollte niemanden mehr verwundern. Wortwahl und Tenor sind auch in dieser Verlautbarung einmal mehr kennzeichnend.

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Natürlich weiß Axel Kleinlein, dass die genannten Überschussbeteiligungen nur auf den Sparanteil geleistet werden. Tatsache dürfte auch sein, dass dies viele Kunden der Lebensversicherer trotz öffentlicher Diskussion und Kostenausweis in den Angeboten und Verträgen doch nicht (so ganz genau) wissen.

Zutreffend ist auch, dass sich die Branche, konkret die Lebensversicherer, im Umgang mit den Kosten schwer tut. Wirkliche Transparenz findet ebensowenig statt, wie eine wirksame Aufklärung und Argumentation. Versicherungsberatung und Verwaltung kosten Geld. Das muss und das darf man dem Verbraucher auch sagen.

Und es braucht weitere, neue Vergütungsmodelle, nicht nur Provisionssenkungen und Haftungsverlängerungen einerseits und alternativ andererseits Nettotarife. Damit wälzen die Lebensversicherer die Probleme nur auf die Vermittler ab.

In diesem Umfeld haben populistische „Reißereien” wie die von Axel Kleinlein behaupteten „Negativrenditen” natürlich leichtes Spiel. Konkrete Beispiele bleibt er wieder einmal schuldig. Aber es klingt ja auch viel überzeugender, wenn man die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht öffentlich aufruft, dem „Treiben der Lebensversicherer” durch Verbot ein Ende zu setzen. Wie gesagt: Wortwahl und Tenor.

Thomas Gottschling

tgprivatmail@aol.com

zum Leserbrief: „BdV reduziert Kosten-Nutzen-Vergleich populistisch”.

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Schlagwörter zu diesem Artikel
Nettopolicen · Provision · Überschussbeteiligung · Verbraucherschutz · Versicherungsberatung
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